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Donnerstag, 5. November 2009

Ich bin doch nicht blöd!

An und für sich stehe ich nicht auf derlei plakative und inzwischen ja auch veraltete Slogans - fühle ich mich doch nicht als Zielgruppe.

Aber anbetrachts steigender Preise grenzt dieser Grenzdebilismus schon an grober Unverschämtheit. Oder sind die Schweinebauchblattmacher von REWE wirklich so blöd? Aber seht selbst:

jabilligersehrklein

Schöner Grüße von der Finanzkampffront, derweil mir meine Wohnungsgesellschaft glauben machen will, dass ich nicht nur 54 EUR mehr Miete zahlen soll (bei nur halbherzig funktionierender Heizung), mein Computer dabei ist Altersschwäche zu zeigen, sondern auch nun nochmal 72 EUR mehr Nebenkosten zahlen soll; wohlgemerkt: ich lebe alleine in einer 2-Zimmer Wohnung. Letzteres hat sich allerdings - huch wie peinlich - als ein Massen-EDV-Fehler herausgestellt. Ich möchte nicht wissen wie viele ältere Mieter diesen Fehler ohne mit der Wimper zu zucken unwidersprochen zahlen, gab es doch in dem Anschreiben eine Klausel, dass man sich mit Bekanntgabe auch der Anpassung einer eventuellen Einzugsermächtigung einverstanden erklärt!

Donnerstag, 22. Oktober 2009

... und diese Story auch - für den nächsten Film ...

"Was kann man gegen die Wirtschaftskrise tun?"

Es ist August, eine kleine Stadt an der Riviera, Hauptsaison, aber es regnet – also ist die Stadt leer. Alle haben Schulden und leben auf Kredit.

Zum Glück kommt zu einem Hotel ein reicher Russe. Er will ein Zimmer und legt 100€ auf dem Tisch, danach geht er sich das Zimmer anzuschauen. Der Hotelchef nimmt schnell die Banknote in die Hand und läuft zum Fleischlieferanten, um seine Schulden bei ihm zu bezahlen.

Dieser nimmt die Banknote in die Hand und läuft zum Schweinezüchter, um seine Schulden zu bezahlen.

Der nimmt die 100€ in die Hand und läuft zum Futterlieferanten, um seine Schulden zu reduzieren.

Dieser nimmt mit großer Freude das Geld in die Hand und gibt es der Prostituierten, bei der er letztens war und er die Dienstleistungen auf Kredit genommen hat (Krise!).

Diese nimmt das Geld in die Hand und läuft froh, um ihre Schulden bei dem Hotelchef zu regulieren, wo sie auch letztens war und Kredit hatte….

Und in derselben Sekunde kommt der Russe vom Zimmer zurück und sagt, dass das Zimmer ihm nicht gefalle. Er nimmt seine 100€ in die Hand und verlässt die Stadt.

Niemand hat verdient, aber die ganze Stadt hat keine Schulden mehr und schaut optimistisch in die Zukunft…

Ist doch ganz einfach oder?


... und wer schickt mir mal den reichen Russen vorbei?

Manche Marketingideen kosten nicht nur den Zuschauer das letzte Hemd ....

Die Welt berichtet dass die Werbeaktion für mutige Zuschauer "Freier Eintritt für Nackte" im Bremer Musicaltheater nach Ansturm diverser FKK-Vereine gestoppt werden musste. Da hatte man doch zuvor Angst nicht genug Zuschauer zu finden, die das Rockmusical "Nackt" nach Arthur Schnitzlers Reigen sehen wollen ...

Can't stop laughing ...

Sollte ich je einen Film machen, diese Story käme darin vor ...

Freitag, 17. Juli 2009

Vorn

"Vorn ist das Ziel. Und wenn nicht, musst du dich drehen"

Gefunden beim Mailboxaufräumen. Aus der Kategorie Aufschieberitis. Sofort Gedanken an Mr. B. Und die leise Ahnung ihn bald zufällig zu treffen. Oder unzufällig doch anzuschreiben?

Montag, 13. Juli 2009

Kommafehler und Absicht

Nochmal ARTE - Philosophie: Theater

"... Orson Welles war es glaube ich, der zu Shakespeares vielzitiertem "to be, or not to be, that's the question" meinte, es sei wohl ein Kommafehler, denn es müsste eher heissen: "To be or not, to be, that's the question."

und "Im Theater geht es nicht darum so zu tun als ob, sondern es mit Absicht zu tun".

Passt hervorragend zu meiner derzeitigen Lektüre, die nicht nur Schauspielern ans Herz zu legen ist:
Declan Donnellan: Der Schauspieler und das Ziel

Imperfekt

gestern hängengeblieben bei ARTE: Künstler hautnah: Peter Knapp. Und der sagte den grandiosen Satz:

"Ich bezeichne mich gerne als Imperfektionisten."

Toll.
Ich dann auch mal.

Freitag, 13. März 2009

Infiltrieren

Wie ich diese Ideen liebe, die der deutschen Bürokratie durch die Hintertür ganz vordergründig mit ihren eigenen Mitteln und das ganz charmant einen Spiegel vorhalten:

Einmal lädt Rimini Protokoll zur Aktionärsversammlung von Daimer Chrysler ein.

und - zugegeben - nicht mehr ganz tagesaktuell - die GEMA-Aktion "product placements" von Johannes Kreidler, auch im taz-interviev hier.

Mail to

ideenjonglieren "at" web (dot) de

Also ich finde ...

 

Vor der Nase

"
Hellmut Lützner
Wie neugeboren durch Fasten

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