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Freitag, 6. Februar 2004

"Comeback-Show"

Kollektives Sehnen nach guter alter Zeit. Eine ganze Menge Zeitgenossen scheinen ebenjenes nicht zu tun: ihre Zeit zu geniessen. Da der ganze Future-Hype nichts bringt und die 70er zu RETRO sind wagt man sich nun an die 80er.

Wenn man mich fragen würde, ich wünschte mir jenen zurück:

Den80

Mal gespannt, wer DEN noch kennt.

War übrigens mein erstes Konzert. Auf den Schultern von meinem Papa sitzend, der mich zu diesem kostenlosen Fest hinfahren mußte. Nachdem ich IHM sehnsüchtig endlich in die Augen blicken durfte war ich ein für alle Male geheilt von der Schwärmerei. Er war ja bestimmt doppelt so alt wie ich damals! Und trug eine zentimeterdicke Make-up-Schicht, die nur unzureichend seine narbige Haut überdeckte und die braune Kruste brökelte da oben auf der Bühne und "Papa, lass mich runter, wann fahren wir nach Hause?"

Die Quelle von PISA: Lehrer wie diese

aus dem Kölner Stadtanzeiger vom 5.2.04:

(R)Ausgerutscht
"Alle diese Dinge tun wir - mehr oder weniger - gerne, aber auch unser Tag hat nur 24 Stunden, nehmen wir die Nacht noch hinzu sind es vielleicht 48 Stunden, und unsere Erfahrung zeigt, dass auch das oft nicht reicht, um alles gewissenhaft zu erledigen."

Aus einem Redemanuskript für die Protestaktion von Lehrern einer Gesamtschule gegen die Verlängerung der wöchentlichen Arbeitszeit um eine Stunde.


Kein Wunder: Auf unfundiertem Boden stehen es nun mal nur schiefe Türme. Ich denke dankend an meinen Mathemathiklehrer, der den besten Unterricht der Welt gab und dreiviertel der Stunde damit verbrachte uns Herleitungen und Beweise zu erläutern, die er dann mit einer fetten Überraschung abbrach: plötzlich in der Zeile bevor er abbrach erschien ein völlig unlogisches, widersprüchliches Ergebnis. Und wir waren aufgefordert zurückzugehen, Schritt für Schritt. Und auf diesem Wege zurück hatte fast jeder wirklich genau verstanden was wichtig ist bei dieser Herleitung und jenem Beweis. "Nur aus Fehlern lernt man", danke Herr G.

Und dennoch: wenn ich das da oben lese graust es mich irgendwann einmal Kinder im schulpflichtigen Alter zu haben. Ich wünsche mir dann die Möglichkeit diese einer Montessori-Schule oder einer ähnlichen freipädagogischen Einrichtung anvertrauen zu können.

"John Blake Cusack 2.0"

so darf ein IT-Spezialist in den USA seinen Sohn nennen. Die Behörden stimmten ohne Anmerkungen zu. Nur der Computer hatteein Einsehen: er weigerte sich eine Zahl als Namensbestandteil zu akzeptieren. (Fundstück im KStA vom 5.7.)

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Also ich finde ...

 

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Hellmut Lützner
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