Diese Stadt ist verdammt klein
in zwei Wochen schon dreimal Menschen zufällig getroffen, die ich in den letzten zwei ersten Wochen kennengelernt habe.
Soeben in meinem bevorzugten Wohnungssuchforum entdeckt, daß die Wohnung, die ich bereits zugesagt hatte wieder inseriert wurde und mir die Nummer jener entfernten Kollegin, die jetzt noch dort wohnt, eine unglaublich nette Irin, notiert, um sie morgen gleich nochmal anzurufen. Keine Minute später stürmt sie hier ins Internetcafe rein und hat soeben erfahren, daß die Vermieterin sich für mich entschieden hat, da sie ein paar Tage nicht da war. Die welt ist klein.
Ebenso am Wochenende: da habe ich mir doch genau die richtige Veranstaltung rausgesucht, wo ich prompt die Auszubildende meiner Abteilung treffe. Schöner Zufall. Noch schöner wäre es natürlich gewesen, hätte sie mir nicht sofort wieder einen schönen Abend gewünscht und wäre mit ihren Freundinnen verschwunden. So sind sie halt die Nordlichter. Nett, höflich, aber mehr als eine Auskunft von fremden Leuten kriegt frau auch nicht auf einer öffentlichen Party. Der mehrfache Versuch mit Menschen ins Gespräch zu kommen schlug schlicht fehl. Seltsam. Noch fühle ich mich ein bischen wie auf Urlaub. Noch vermisse ich nichts und niemanden - oder sagen wir: selten. Zum Teil vermisse ich meine Bücher (in Kisten) und meinen PC (er ruhe in Frieden, derzeit) zum Teil komme ich mir a little bit lost in translation vor. Eine Deutsche in Japan müßte sich so ähnlich fühlen, sicherlich noch fremder. Wie heute bei der Sitzung als ich meinen Entwurf präsentieren sollte. Genau wie im Vorstellungsgespräch. Ich vermisse Enthusiasmus. Ich hege keinesfalls den Anspruch mit dem ersten Entwurf alle glücklich auf den Tischen tanzen zu lassen; ein bischen Zeit mich an aller Vorstellungen ranzutasten brauche auch ich. Doch so schlecht waren meine Ideen einfach nicht. Ein bischen schade, wenn man dann an seinen festklebt. Wie Schuhe kaufen, kann ich verstehen. Du weißt ganz genau wie sie sein sollen, könntest sie niemals selber entwerfen, aber wenn du sie siehst. MUSST du sie haben. Und bei allen tausend anderen weißt du daß es sie NICHT sind.
Und an die höfliche Vorsicht meiner Kolleginnen muß ich mich auch erst noch gewöhnen. Angenehme Menschen, alles in allem, doch sie hinterlassen einen mit einem Fragezeichen. Wie im Vorstellungsgespräch habe ich keinen blassen Schimmer WIE ich ankomme; wie meine Arbeit ankommt. Nordisches Feedback scheint viel viel versteckter. Oder ist schlicht nicht vorhanden? Und der Humor. Was sind meine Kolleginnen doch vorsichtig. Wenn sie mal rumfrotzeln, dann sofort mit hinterhergeschobener Erklärung: "Aber das war doch jetzt nur Spaß! Hast du kapiert, oder?" als käme ich von nem anderen Stern. Schmunzelnd nehm ich das zur Kenntnis. Dann nehm ich es doch mal als Kompliment, daß ich inzwischen schon fünf Zusagen hatte für WGs, die mir ehrlich "schade" sagten, als ich wieder absagte.
Soeben in meinem bevorzugten Wohnungssuchforum entdeckt, daß die Wohnung, die ich bereits zugesagt hatte wieder inseriert wurde und mir die Nummer jener entfernten Kollegin, die jetzt noch dort wohnt, eine unglaublich nette Irin, notiert, um sie morgen gleich nochmal anzurufen. Keine Minute später stürmt sie hier ins Internetcafe rein und hat soeben erfahren, daß die Vermieterin sich für mich entschieden hat, da sie ein paar Tage nicht da war. Die welt ist klein.
Ebenso am Wochenende: da habe ich mir doch genau die richtige Veranstaltung rausgesucht, wo ich prompt die Auszubildende meiner Abteilung treffe. Schöner Zufall. Noch schöner wäre es natürlich gewesen, hätte sie mir nicht sofort wieder einen schönen Abend gewünscht und wäre mit ihren Freundinnen verschwunden. So sind sie halt die Nordlichter. Nett, höflich, aber mehr als eine Auskunft von fremden Leuten kriegt frau auch nicht auf einer öffentlichen Party. Der mehrfache Versuch mit Menschen ins Gespräch zu kommen schlug schlicht fehl. Seltsam. Noch fühle ich mich ein bischen wie auf Urlaub. Noch vermisse ich nichts und niemanden - oder sagen wir: selten. Zum Teil vermisse ich meine Bücher (in Kisten) und meinen PC (er ruhe in Frieden, derzeit) zum Teil komme ich mir a little bit lost in translation vor. Eine Deutsche in Japan müßte sich so ähnlich fühlen, sicherlich noch fremder. Wie heute bei der Sitzung als ich meinen Entwurf präsentieren sollte. Genau wie im Vorstellungsgespräch. Ich vermisse Enthusiasmus. Ich hege keinesfalls den Anspruch mit dem ersten Entwurf alle glücklich auf den Tischen tanzen zu lassen; ein bischen Zeit mich an aller Vorstellungen ranzutasten brauche auch ich. Doch so schlecht waren meine Ideen einfach nicht. Ein bischen schade, wenn man dann an seinen festklebt. Wie Schuhe kaufen, kann ich verstehen. Du weißt ganz genau wie sie sein sollen, könntest sie niemals selber entwerfen, aber wenn du sie siehst. MUSST du sie haben. Und bei allen tausend anderen weißt du daß es sie NICHT sind.
Und an die höfliche Vorsicht meiner Kolleginnen muß ich mich auch erst noch gewöhnen. Angenehme Menschen, alles in allem, doch sie hinterlassen einen mit einem Fragezeichen. Wie im Vorstellungsgespräch habe ich keinen blassen Schimmer WIE ich ankomme; wie meine Arbeit ankommt. Nordisches Feedback scheint viel viel versteckter. Oder ist schlicht nicht vorhanden? Und der Humor. Was sind meine Kolleginnen doch vorsichtig. Wenn sie mal rumfrotzeln, dann sofort mit hinterhergeschobener Erklärung: "Aber das war doch jetzt nur Spaß! Hast du kapiert, oder?" als käme ich von nem anderen Stern. Schmunzelnd nehm ich das zur Kenntnis. Dann nehm ich es doch mal als Kompliment, daß ich inzwischen schon fünf Zusagen hatte für WGs, die mir ehrlich "schade" sagten, als ich wieder absagte.
Ideenjongleur - 17. Mrz, 23:13



