Sonntag, 27. Juni 2004

Warum

gehen Menschen ans Telefon, um im ersten Satz kundzutun, dass man sie stört? Leute, der Anrufbeantworoboter ist eine sehr nützliche Erfindung!

Komische Tiere

Auf dem Dach gegenüber meiner Wohnung liegt eine tote Maus.

Letzte Woche habe ich einen ausgewachsenen 2cm großen Frosch gesehen.

Vorgestern ist ein kleiner Schmetterling in meinen Mund geflogen. Ich hab ihn wieder ausgespuckt, wahrscheinlich hat er es nicht überlebt.

Gestern habe ich mindestens drei Mikrofliegen verspeist. Fahrradfahren ist gefährlich.

Die Motte, die mich bei offenem Fenster des Nachts besucht ist nicht immer die Selbe.

Die Katze, die mich eine Weile besucht hat, kommt nicht mehr seit ich sie mit größter Mühe aus dem Brettern meines Dachbodens, der eigentlich meine Wohnungsdecke ist, entfernt habe.

Der Rabe lehnt lässig an meinem Ordner und grinst.

Eine weitere Marionette konnte ich noch nie in eine Tierkategorie einordnen.

Ich liebe die Cartoons von aus dem Toaster fliegenden Zebras von Peter Gut.

Eigentlich mache ich mir nichts aus Tieren.

Zweiter Anlauf

DusollstKopie

Einbischen lächeln über die Agressivität dieses Satzes. Dabei feststellen, daß zwischen Reden und Tun Welten liegen können; daß ich automatisch, ganz automatisch mich wie mein Gegenüber verhalte. Ist er frech und provokant, werde ich es auch. Das schätze ich, ich kann besser und einfacher kommunizieren, wenn ich provokativ gepusht werde. Ich mag es, wenn man mir unverschämte Fragen stellt, es macht Spaß so an Grenzen zu kitzeln, die ich dann sehr viel leichter erreiche. Ich erinnere mich an eine Chatbekanntschaft, die ich mitten in der Nacht zu mir nach Hause eingeladen hatte und mit der ich außer einer wunderbaren Umarmung keinerlei Körperkontakt hatte, an diesem ersten Abend, und doch war diese Unterhaltung voller spannender Entdeckungen.

Ist mein Gegenüber jedoch schüchtern, nehme ich es nicht nur wahr sondern auf. Deine Vorsicht wird zu meiner Vorsicht. "Jedes Erzählen ist freiwillig", sagst du. Dabei wäre es ein leichtes gewesen zu sagen, was ich wollte, wenn - ja, wenn ich genau gewußt hätte, was ich wollte. Schüchtern und zugleich Offen ist eine sehr ungewöhnliche Kombination, eine die mich positiv irritiert. Zudem hat jede Kommunikation so viele Perspektiven wie Beteiligte. Da kann mein Gegenüber eine Art nicht mögen, die mir liegt und umgekehrt. Und genau das ist die Kunst, damit zurechtzukommen. Jetzt kann man trefflich dabei auf intellektuellen Pfaden ÜBER Kommunikation wandeln, doch bevor wir meta-kommunizieren möchte ich im Jetzt sein. Gefragt werden. Und "Ja" gesagt haben hätten.
... Rubrik: Fühlen oder denken'?

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