Freitag, 29. Juli 2005

Traurig

Da hatte ich mich gefreut dich heute zu sehen und die SMS-Flirts zaubern mir immer ein Lächeln ins Gesicht und doch - ich bewege mich auf einem schmalen Grat. Spürst du das und gehst deshalb auf Abstand? Oder spüre ich die Balancebewegeungen da an dem dir zugewandten Ende deiner (offenen) Beziehung? Warum kommt von DIR nie etwas? Mich beginnt es zu nerven, dass ich immer diejenige bin, die zu Taten schreiten muß. Von dir aus hättest du mich heute ja nochnichtmal umarmt zum Abschied. Mir sind solche Gesten wichtig. Und nach dieser letzten Nacht vor zwei Wochen seid ihr geflüchtet, lautlos, ohne Abschiedsworte, weder auf Papier noch SMS noch Tage später.

Vielleicht willst du es mir einfach nur leicht machen - mich NICHT in dich zu verlieben. Ja, gratuliere, das gelingt dir durch deine Kühle wie heute. Nichts, aber auch gar nichts deutete darauf hin, dass wir uns näher sind als Bekannte. Sicher müssen unsere gemeinsamen Bekannte nicht alle Details wissen - und doch würde ich zu gerne wissen, wie du mit ihnen über mich redest - wer was weiß - und wer nicht.

Wenn nicht in jenem Umfeld, wo sonst gäbe es die Möglichkeit für ein Verständnis für offene Beziehungen? Nur solange wir eins umas andere Mal umeinander rumschleichen wie um den heißen Brei wird er bald kalt werden.

Ich fühle mich traurig und alleine. Umso tiefer jetzt gerade das Gefälle nach dem berührungsintensiven Wochenende in Berlin - zu dem ich noch viel zu schreiben habe.

Ich fühle mich zu niemandem zugehörig und wünsche es doch so sehr.
Und weiß genau aus dem Mangel heraus findet sich niemand der diese Lücke besetzen will.

Du ja sowieso nicht. Merkwürdigerweise weiß ich auch nicht sicher, ob ich das überhaupt wollte - denn du bist manchmal wirklich seltsam kühl. Ja, Unsicherheit, deutlich spürbar - und doch - es beginnt mich zu stören - ich habe viel zu lange diese Jungs in meiner Nähe gehabt, denen ich mühevoll das Sprechen beibringen mußte. Und ich habe das Gefühl das sind nur erst die Ausläufer tieferer Seltsamkeiten, die du mir noch nicht so sehr zeigst. Die zu sehen ich erst erleben darf, sollte ich dir - lieber EUCH - näher kommen. Noch näher.

Ich will gestreichelt werden, im Arm gehalten werden.

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