Donnerstag, 1. September 2005

Ich liebe zweideutig-charmante

Betreffzeilen auf meinem Kontoauszug.

Noch lieber liebte ich eine Wiederholung dessen worauf sich der Betreff bezieht ... und dass Geduld nicht zu meinen Stärken gehört, weißt du. ;-)

Daily Merkwürdigkeiten ODER Eines schönen Abends im August als mich eine Fremde ansprach

und mich fragte: "Kann es sein, dass SIE mit jemand an der Schnoortreppe verabredet sind"? und ich diese Frage erstaunt mit "JA" beantworten mußte, denn meine spontane Blind-Date-Verabredung, die durchaus blind, eher weniger Date-Charakter haben sollte, auch wenn sie einer Anzeige entsprungen war, auf die ich die bisher größte Resonanz bekam, die ich je innerhalb von ein paar Tagen bekommen hatte - ließ gerade auf sich warten.

"Das ist gut", sagte die blonde mittelgroße Dame, die offenbar alleine unterwegs war, "ich habe eben festgestellt, dass ich ihn an die falsche Treppe geschickt habe. Er wartet an der anderen auf Sie."

Aber woher wußte sie, dass ICH das bin, wo ER, der auf mich nun an falschem Orte wartete, mich nun auch noch nie gesehen hatte und mich daher, wenn überhaupt, nur unzureichend beschreiben konnte?

Erstaunt laufe ich um den Häuserblock zur anderen Treppe und wähle parallel seine Handynummer. "Hallo, wo steckst du?" frage ich lachend und er sagt "Vorm Rathaus, also vorm Roland". Dies ist nun sehr überraschend für mich, denn jener befindet sich etwa 300m weiter weg. "Mir hat gerade eine Dame gesagt, dass sie dich zur falschen Treppe geschickt habe. Aber da IST doch gar keine Treppe, wo du jetzt bist." "Jaha - ich habe auch wen gefragt - aber das war eine Gruppe und der Typ hat mich in jene Richtung geschickt." "Der TYP?" "Äm - ja - " "Seltsam. Warte - ich komme."

Und wirklich klären konnten wir das dann selbst nachdem wir uns gefunden hatten auch nicht. Ob es sich um einen doppelten Zufall verschiedener Verabredungen gehandelt hat oder ob diese Frau, die mir alleine unterwegs schien, zu einer Gruppe gehört hat, von der ein Mann eben IHM den falschen Weg erklärt hat, wird wohl immer als Anekdote zum grinsenden Kopfschütteln taugen - vorausgesetzt ich werde später noch mehr mit jenem Menschen unternehmen.

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