"Du spülst doch mit Absicht mein Geschirr mit, damit ich dich nicht mehr hassen kann!"
Ein Freund wunderte sich letztens, dass ich beim Abspülen eines Berges von Geschirr zwei Teller und Gabel und Messer nicht abspülte. Ich erklärte ihm, dass das jenes Geschirr meines Mitbewohners sei und er ja auch unglaublich akkurat, so akkurat wie ich mir das zuvor sogar nie gemerkt hätte, immer jene Teile liegenließ, die ich benutzt habe. Dass er sogar sein gespültes Geschirr, welches ich wie wir alle - noch nass in den Trockenständer stelle - ein paar Tage später genau zwischen dem von meinem anderen Mitbewohner und meinem wegräumt, wenn es getrocknet ist und meistens dabei mein Geschirr NICHT mit wegräumt, sondern auf jene Ablage in der Küche stellt, von der er mich zu anfangs bat sie freizuhalten. An das Freihalten habe ich mich ebenso um des lieben Friedens willen gehalten wie an seinen Wunsch - wenn es wenigstens einer gewesen wäre - eher an seinen unsichtbaren Befehl - denn ich soll ihm natürlich seine Bedürfnisse von den Lippen ablesen - gekauftes Obst doch bitte sofort aus der Plastikfolienumhüllung zu nehmen und keinesfalls samt Pappschale und Umhüllung auf den streng abgegrenzten Bereich des gemeinsamem Regales, der mir zugedacht ist, zu stellen.
Nicht dass ich das so ohne weiteres erfahren hätte. Nein, nach wochenlangem erbitterndem Unmut seinerseits, dessen Ursache mir verborgen blieb - schließlich kann Monsieur ja nicht sprechen - sprach ich ihn darauf an.
Wie ja schon öfter geschrieben eskalierte das zunehmend und sein Ver- und Gebote - meistens unausgesprochen - und wenn offen dann meistens ziemlich undurchschaubar und absurd - angefangen vom Vorwurf ich nähme zuviel Raum ein - bis hin zu seiner Weigerung Geld zu sparen, indem ich die Telefonrechnung samt Flatrate und IDSN übernehmen würde und der absoluten Verweigerung die Telefonnummer der Eigentümerin mir weiterzugeben, die ich nur durch eine zufällige Gelegenheit von einem Handwerker bekam - also jene Ver- und Gebote türmten sich wie ein fießer dreckiger Müllhaufen aus dem bei jedem einzelnen Wort was ich von mir gebe etwas auf die nackte Seele klatschte.
Natürlich passt es ihm nicht, dass ich jetzt die Wohnung übernehme. Ich bin weiterhin der Inbegriff all seiner schlechten Gefühle. Letzte Woche hatte ich eben jenen Freund zum Frühstück zu Besuch. Mr. Stinkstiefel meckerte mal wieder über zu wenig Platz in der Küche - was objektiv lächerlich ist - unsere Küche ist 17 qm groß. Mit einer derartigen inneren Wut, dass ich sofort meine Frühstücksutensilien zusammenpackte und kuschend Platz machte; Armin stürmte hinterher mit in mein Zimmer um dort in Ruhe weiter zu frühstücken. Kaum angekommen schüttelte ich den Kopf über mich selbst. Wer bin ich denn, dass ich mich mir nichts dir nichts aus meiner eigenen Küche vertreiben lasse???? Ich nahm mir vor das nicht mehr zu erleben.
Soeben fuhr er mich wieder an, ich solle den Mund halten, es rege ihn auf wie ich immerzu plappere - ich war gerade dabei mich mit seinem Besuch über die anstehende Renovierung zu unterhalten - als er seinen Stuhl demonstrativ von mir abrückte. Ich blieb sitzen. Wies darauf hin, dass ich mich nur unterhalten möchte. Leider spielte seine Bekannte nicht mit und schwieg. Immerhin mit einem Blick den ich als verständnisvoll deutet hin zu mir. Ich blieb sitzen. Tat so als würde es mir nichts ausmachen. Fühlte mich scheiße. Harrte aus. Noch maximal zwei Monate.
Beide rüsteten sich dann zur gemeinsamen Arbeit. Ich spülte das Frühstücksgeschirr. Deren beider Teller und Besteck auch. Mir kam ein etwas zurückliegendes Gespräch in den Sinn, wo er mir vorwarf ich würde zu wenig den Müll runtertragen. Woraufhin ich - noch ganz ruhig - darauf hinwies, dass ich dafür öfter das Geschirr spülte; alles Geschirr, egal wer es hingestellt hat.
"Da hat dich keiner drum gebeten!" meckerte er mich da in einer wie ich fand völlig unangemessen Weise an. Mir erschien zwischen den Zeilen der Satz:
"Du spülst doch mit Absicht mein Geschirr mit, damit ich dich nicht mehr hassen kann!"
Ich frage mich was er bloß macht, wenn er niemanden mehr hat wie mich, keine Projektionsfläche mehr für all seine Wut, seinen Ärger, seinen Frust? Seine bedauernswerte Freundin wird möglicherweise dann einen schweren Stand haben ...
Nicht dass ich das so ohne weiteres erfahren hätte. Nein, nach wochenlangem erbitterndem Unmut seinerseits, dessen Ursache mir verborgen blieb - schließlich kann Monsieur ja nicht sprechen - sprach ich ihn darauf an.
Wie ja schon öfter geschrieben eskalierte das zunehmend und sein Ver- und Gebote - meistens unausgesprochen - und wenn offen dann meistens ziemlich undurchschaubar und absurd - angefangen vom Vorwurf ich nähme zuviel Raum ein - bis hin zu seiner Weigerung Geld zu sparen, indem ich die Telefonrechnung samt Flatrate und IDSN übernehmen würde und der absoluten Verweigerung die Telefonnummer der Eigentümerin mir weiterzugeben, die ich nur durch eine zufällige Gelegenheit von einem Handwerker bekam - also jene Ver- und Gebote türmten sich wie ein fießer dreckiger Müllhaufen aus dem bei jedem einzelnen Wort was ich von mir gebe etwas auf die nackte Seele klatschte.
Natürlich passt es ihm nicht, dass ich jetzt die Wohnung übernehme. Ich bin weiterhin der Inbegriff all seiner schlechten Gefühle. Letzte Woche hatte ich eben jenen Freund zum Frühstück zu Besuch. Mr. Stinkstiefel meckerte mal wieder über zu wenig Platz in der Küche - was objektiv lächerlich ist - unsere Küche ist 17 qm groß. Mit einer derartigen inneren Wut, dass ich sofort meine Frühstücksutensilien zusammenpackte und kuschend Platz machte; Armin stürmte hinterher mit in mein Zimmer um dort in Ruhe weiter zu frühstücken. Kaum angekommen schüttelte ich den Kopf über mich selbst. Wer bin ich denn, dass ich mich mir nichts dir nichts aus meiner eigenen Küche vertreiben lasse???? Ich nahm mir vor das nicht mehr zu erleben.
Soeben fuhr er mich wieder an, ich solle den Mund halten, es rege ihn auf wie ich immerzu plappere - ich war gerade dabei mich mit seinem Besuch über die anstehende Renovierung zu unterhalten - als er seinen Stuhl demonstrativ von mir abrückte. Ich blieb sitzen. Wies darauf hin, dass ich mich nur unterhalten möchte. Leider spielte seine Bekannte nicht mit und schwieg. Immerhin mit einem Blick den ich als verständnisvoll deutet hin zu mir. Ich blieb sitzen. Tat so als würde es mir nichts ausmachen. Fühlte mich scheiße. Harrte aus. Noch maximal zwei Monate.
Beide rüsteten sich dann zur gemeinsamen Arbeit. Ich spülte das Frühstücksgeschirr. Deren beider Teller und Besteck auch. Mir kam ein etwas zurückliegendes Gespräch in den Sinn, wo er mir vorwarf ich würde zu wenig den Müll runtertragen. Woraufhin ich - noch ganz ruhig - darauf hinwies, dass ich dafür öfter das Geschirr spülte; alles Geschirr, egal wer es hingestellt hat.
"Da hat dich keiner drum gebeten!" meckerte er mich da in einer wie ich fand völlig unangemessen Weise an. Mir erschien zwischen den Zeilen der Satz:
"Du spülst doch mit Absicht mein Geschirr mit, damit ich dich nicht mehr hassen kann!"
Ich frage mich was er bloß macht, wenn er niemanden mehr hat wie mich, keine Projektionsfläche mehr für all seine Wut, seinen Ärger, seinen Frust? Seine bedauernswerte Freundin wird möglicherweise dann einen schweren Stand haben ...
Ideenjongleur - 7. Dez, 11:37



