Eine Übung in Gelassenheit
(Oder: auch eine Möglichkeit folgende Story zu erzählen; nur möglich nach meiner erster Zen-Sesshin.)
Gestern morgen in der bereits fast komplett ausgeräumten Küche, die mein Mitbewohner noch laut Mietvertrag streichen werden muß bevor er auszieht - treffe ich ihn an wie er versucht einen kleinen Wandschrank abzunehmen, auf der Arbeitsplatte kniend. ´
"Kann ich dir helfen?" frage ich anbetrachts des bedrohlichen Schwankens sowohl des Schränkchens, welches er kraftvoll aus seiner Befestigung herauszuziehen sucht als auch seinerseits und spüle unmittelbar neben ihm ein Glas aus.
"Neeee", grummelt er unwillig, "geht schon".
Das Schränkchen wackelt und er mit und ich greife den männlichen Stolz sich doch bloß nicht helfen zu lassen ignorierend, anbetrachts eines drohenden Unfalles, doch zu. Er reißt mir das grüne Blechteil aus der Hand und schnautzt mich an, was mir einfiele einfach reinzugreifen, er sei doch dabei zu fallen!
"Genau deshalb" sage ich und bei diesen mittellauten Worten wird mir klar, dass er das womöglich nur als absichtsvolles Tun begreifen könnte - und ich schiebe ein "weil ich dir helfen wollte!" hinterher. Natürlich war das auch falsch. Ich lasse ihn mich anschnauzen und schweige fein still. Immerhin das habe ich gelernt.
Noch gestern abend war ich fast bereit - als er seit langem mal wieder freiwillig das Wort an mich richtete und nur sagte: "Ich bin mal gespannt, ob meine Hilfe beim Streichen morgen noch Rückenschmerzen hat und kommen kann." - ihm im Notfall meine Hilfe anzubieten. Aber so nicht. Das hatte er damit eindeutig verscherzt.
Später sah ich wie er das restliche herumstehende Geschirr spülte - um danach die Arbeitsplatte mit Tüchern abzudecken. Ich registrierte im Vorbeigehen überrascht wie er das Geschirr unseres anderen Mitbewohners mitspülte - was er sonst niemals tat, sondern akribisch trennte. Was ich in den letzten Tagen auch nie getan hatte. Offenbar hatte ich ihm Unrecht getan und er bemühte sich nun doch, oha!
Abends - er hatte mehrere Stunden alleine renovieren müssen und war noch nicht fertig - wollte ich mir eine Pizza in den Ofen schieben.
Im Herd: mein Geschirr.
Ungespült natürlich.
Kopfschüttelnd ging ich ins Bad.
Auf seinem Wäschestapel - Nahaufnahme - ein Buch, Titel: "Giftige Beziehungen".
...
Wie endet bloß so ein schlechter Film?
Jedenfalls - er endet bald!
Gestern morgen in der bereits fast komplett ausgeräumten Küche, die mein Mitbewohner noch laut Mietvertrag streichen werden muß bevor er auszieht - treffe ich ihn an wie er versucht einen kleinen Wandschrank abzunehmen, auf der Arbeitsplatte kniend. ´
"Kann ich dir helfen?" frage ich anbetrachts des bedrohlichen Schwankens sowohl des Schränkchens, welches er kraftvoll aus seiner Befestigung herauszuziehen sucht als auch seinerseits und spüle unmittelbar neben ihm ein Glas aus.
"Neeee", grummelt er unwillig, "geht schon".
Das Schränkchen wackelt und er mit und ich greife den männlichen Stolz sich doch bloß nicht helfen zu lassen ignorierend, anbetrachts eines drohenden Unfalles, doch zu. Er reißt mir das grüne Blechteil aus der Hand und schnautzt mich an, was mir einfiele einfach reinzugreifen, er sei doch dabei zu fallen!
"Genau deshalb" sage ich und bei diesen mittellauten Worten wird mir klar, dass er das womöglich nur als absichtsvolles Tun begreifen könnte - und ich schiebe ein "weil ich dir helfen wollte!" hinterher. Natürlich war das auch falsch. Ich lasse ihn mich anschnauzen und schweige fein still. Immerhin das habe ich gelernt.
Noch gestern abend war ich fast bereit - als er seit langem mal wieder freiwillig das Wort an mich richtete und nur sagte: "Ich bin mal gespannt, ob meine Hilfe beim Streichen morgen noch Rückenschmerzen hat und kommen kann." - ihm im Notfall meine Hilfe anzubieten. Aber so nicht. Das hatte er damit eindeutig verscherzt.
Später sah ich wie er das restliche herumstehende Geschirr spülte - um danach die Arbeitsplatte mit Tüchern abzudecken. Ich registrierte im Vorbeigehen überrascht wie er das Geschirr unseres anderen Mitbewohners mitspülte - was er sonst niemals tat, sondern akribisch trennte. Was ich in den letzten Tagen auch nie getan hatte. Offenbar hatte ich ihm Unrecht getan und er bemühte sich nun doch, oha!
Abends - er hatte mehrere Stunden alleine renovieren müssen und war noch nicht fertig - wollte ich mir eine Pizza in den Ofen schieben.
Im Herd: mein Geschirr.
Ungespült natürlich.
Kopfschüttelnd ging ich ins Bad.
Auf seinem Wäschestapel - Nahaufnahme - ein Buch, Titel: "Giftige Beziehungen".
...
Wie endet bloß so ein schlechter Film?
Jedenfalls - er endet bald!
Ideenjongleur - 7. Jan, 20:00

