"Tür auf"*
Tanja Riess: Trümmerfeld
- jedes wort -
ein wort zuviel für dich
da du in schweigen gehüllt
- jeder schritt -
ein schritt zuviel auf dich zu
da du nähe fliehst
die ruhe meidest
die tränen viel zu sehr liebst und das glück doch nur erleidest
ich schließ mich ein um endlich allein zu sein
nicht mehr allein zu zwein
häng alle spiegel ab um nicht noch einmal nur ein bild zu berühren
niemals auf ein gesicht mehr zu stieren und zu fragen warum es so ist wie es ist
jeder lauf über ein mienengebiet scheint verwegen bis dass ein schuß trifft
jedes wohnen auf einem trümmerfeld läßt erfrieren auch wenn man vergißt
und doch nur träumt vom verlorenen leben
und viel zuviel weint um ein haus dass es doch
niemals gegeben
ich schließ mich ein und ich schau nicht zurück
die kälte noch im genick
häng alle spiegel ab um nicht noch einmal nur ein bild zu berühren
niemals auf ein gesicht mehr zu stieren und zu fragen warum es so ist wie es ist
ich lauf nicht zurück auf ein trümmerfeld um dort mit dir zu erfriern
häng alle spiegel auf um vorüberzugehn
- ein schritt -
- ein wort -
in die ruhe hinein
um es denn zu belassen
so wie es ist
ich lauf nicht zurück auf ein trümmerfeld um dort mit dir zu erfriern
ich lasse dich in deinem schweigen allein
bis dass ein schuß dich trifft
* mit der gleichen eiskalten und zugleich tiefen Computerfrauenstimme, mit der in der Bochumer Unibibliothek die Ankunft des Aufzuges angesagt wird, hat gerade wer in meinem Kopf "Tränen an" gesagt. Dass ich ausgerechnet an jene lange zurück liegende Stunden dort denke und den Menschen, der damit verbunden ist, kommt vielleicht auch daher, dass ich nun - mit dem verlust meines adressbuchs und meines handys nicht nur materielle werte, sondern auch nummer von menschen verloren habe. die ich zwar tatsächlich seit mehr als 6 bzw. 10 jahren nicht mehr angerufen habe, aber das schweigen, so erzwungen und endgültig nun, mich mehr trifft als ich ahnte.
- jedes wort -
ein wort zuviel für dich
da du in schweigen gehüllt
- jeder schritt -
ein schritt zuviel auf dich zu
da du nähe fliehst
die ruhe meidest
die tränen viel zu sehr liebst und das glück doch nur erleidest
ich schließ mich ein um endlich allein zu sein
nicht mehr allein zu zwein
häng alle spiegel ab um nicht noch einmal nur ein bild zu berühren
niemals auf ein gesicht mehr zu stieren und zu fragen warum es so ist wie es ist
jeder lauf über ein mienengebiet scheint verwegen bis dass ein schuß trifft
jedes wohnen auf einem trümmerfeld läßt erfrieren auch wenn man vergißt
und doch nur träumt vom verlorenen leben
und viel zuviel weint um ein haus dass es doch
niemals gegeben
ich schließ mich ein und ich schau nicht zurück
die kälte noch im genick
häng alle spiegel ab um nicht noch einmal nur ein bild zu berühren
niemals auf ein gesicht mehr zu stieren und zu fragen warum es so ist wie es ist
ich lauf nicht zurück auf ein trümmerfeld um dort mit dir zu erfriern
häng alle spiegel auf um vorüberzugehn
- ein schritt -
- ein wort -
in die ruhe hinein
um es denn zu belassen
so wie es ist
ich lauf nicht zurück auf ein trümmerfeld um dort mit dir zu erfriern
ich lasse dich in deinem schweigen allein
bis dass ein schuß dich trifft
* mit der gleichen eiskalten und zugleich tiefen Computerfrauenstimme, mit der in der Bochumer Unibibliothek die Ankunft des Aufzuges angesagt wird, hat gerade wer in meinem Kopf "Tränen an" gesagt. Dass ich ausgerechnet an jene lange zurück liegende Stunden dort denke und den Menschen, der damit verbunden ist, kommt vielleicht auch daher, dass ich nun - mit dem verlust meines adressbuchs und meines handys nicht nur materielle werte, sondern auch nummer von menschen verloren habe. die ich zwar tatsächlich seit mehr als 6 bzw. 10 jahren nicht mehr angerufen habe, aber das schweigen, so erzwungen und endgültig nun, mich mehr trifft als ich ahnte.
Ideenjongleur - 25. Sep, 14:12



