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Montag, 28. Juli 2008

Es gibt immer was zu tun - jippieh ja jah - jieppieh jippieh jeah!

"Blixa Bargeld liest Hornbach"



Um über diese Kampagne (von bereits 2004!) von Hornbach am Boden vor Lachen zu liegen muss ich erst jene Ausstellung besuchen:

"Radical Advertising"

Eine Ausstellung mit teils sehr schwachen, teils in solchen Momenten sehr grandiosen - eben genauso die Pole auslotend wie radikal eben impliziert - Momenten und Objekten - wobei ich fürchte dass das nicht intendiert war die Polarisierung der Ausstellung selber, zu lieblos und unzusammenhängend, ohne rechte Dramaturgie zeigen sich dort - in sich geniale - diverse Themen..

Sehr spannend die Aussagen der Agentur (Heimat, Berlin) in ausführlichen Interviews von Herman Veske – jener, der auch die Clips selbst filmte - später mitverfolgen zu können. Dass scheinbar konventionelle Branchen derartigen Mut beweisen begeistert! Ich muss zugeben, so wenn ich mich sowas zwar als Kunstaktion getraut hätte, aber als Werbung wäre ich da über meine eigenen Bedenken gestolpert inwieweit eine Theater/Musikavantgarde, die Blixa Bargeld schätzt – und als Sänger der Einstürzenden Neubauten identifizieren kann – worin sich ja ein nicht unbeträchtlicher verschmitzter Witz begründet – eine verkaufsrelevante Schnittmenge zur Zielgruppe von Baumärkten findet? Aber offenbar hat sie funktioniert und Hornbach nicht nur zu neuem Image, sondern auch – eingebettet in die Gesamtkampagne – zu neuen Kunden verholfen. Phantastisch!

Friederike*

ist natürlich nicht ihr Name - es könnte auch Carlotta sein zB, aber wenn man den Seltenheitsaspekt nimmt, dann kommt er etwa hin.

Ich wusste nun schon seit längerem, dass sowohl die Freundin die X nach mir hattest so hies, als auch die, die Y als übernächstes nach mir hatte. Dass Zs Frau, also die Freundin, die Z nach der hattest, die er nach MIR hattest, die sogar genauso hiess wie ich, AUCH Friederike heisst ist - nun - doch mehr als seltsam. Das ist mir letzte Woche mehr oder weniger zufällig zugetragen worden, als dein Name aufblitzte in der Liste der Menschen, die das Anrufgerät mir vorgab anrufen zu müssen. Seltsam wie geläufig mir dein Name ist. Ob ich mich an deine Stimme erinnere? Ich glaube schon. Wenn ich meine telefontrainierten Duktus einschalte und jegliche Dialektfärbung aus - und das kann ich sehr sehr gut - wirst du mich nicht erkennen, wenn ich einen falschen Namen nenne. da bin ich mir sicher. Wir dürfen das, einen falschen Namen nennen; eben damit es nicht zu solchen Situationen kommen kann. Nur - am Lachen, am Lachen würdest du mich vermutlich erkennen. Ich halte die Luft an vor Aufregung als ich in der Historie ihren Namen lese. Und ohne Datum die Adressänderung. Du hast eine neue Adresse angegeben. SIE nicht. Ich kann das Datum aber nicht einsehen. Es kann aber auch eine Geschäftsadresse sein. Und womöglich hat das nichts zu bedeuten. Aber es kann auch auf eine Trennung hinweisen. DU, würdest DU dich scheiden lassen? Wirklich?

Plötzlich ertappe ich mich wie ich in ein fremdes Leben mich hineindenke. Wie es dir wohl geht? Ob du, wenn du wüsstest, dass ICH es bin, mit mir reden wollen würdest? Was bist du für ein Mensch? Ich, ich würde gerne mit dir reden. Aber nicht mit Zuhörern. Mein Teamleiter nimmt den Kopfhörer ab, steht auf und klopft mir auf die Schulter "Mach du ruhig allein weiter, das kriegste ja hin." Ja. Es klingelt zum dritten oder vierten Mal. Aber wäre es nicht absurd und zugleich bedeutungsschwanger würde ich dich kurz nach deiner eventuellen Scheidung anrufen müssen? Wir haben so oft über Zufälle gesprochen, damals. Vielleicht werde ich ja auflegen? Der erste Satz deines Anrufbeantworters - nur dein Name - der Geschäftsanschluss? Darauf deutet aber KEIN Firmenname hin. Braucht es ja nicht. Oder ist es der Anschluss eines seit kurzem alleinlebenden geschiedenen Mannes? Würde ein Mann mit zwei Kindern nicht diese auch auf dem Anrufbeantworter nennen; zumal wenn sie im telefonfähigen Alter und zumindest regelmässig bei ihm sind? Ich denke an Claus und seinen AB oder Jürgen - Männer sind doch so stolz auf ihre Kinder. Also doch der Geschäftsanschluss, dein Einzelbüro? Ich erkenne deine Stimme kaum wieder. Was ich erkenne ist die Wärme, die Ruhe. Ja, ich würde gerne mit dir reden. Ob ich es unter meinem echten Namen getan hätte? Ich weiss es nicht.

Ich klicke auf "next call".

Heute fiel mir ihr Name wieder ein. Ich habe ein Foto von ihr im Netz gefunden. Sie sieht nett aus. Freundlich, kompetent, trotz Mitte 30 mädchenhaft sympathisch.

Ich wünsche euch alles Gute.

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