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Samstag, 23. August 2008

Zugegeben oder "JETZT oder NIE" (Gisbert zu Knyphausen singt)

Ich hätte gerne meine Hand in deiner halten lassen.

"Trägst du Kontaktlinsen?" fragtest du und "Nein," sagte ich "meine Augen glänzen nur" sagte ich auch - und "weil ich gleich weinen muss" sagte ich nicht.

Weil das Weinen hätte gar nix mit dir zu tun gehabt hat. Ich ziehe meine Hand zurück und deine streift nur noch meinen kleinen Finger.

Du hast mein Jetztgefühl verdient. Nicht eine katalysierte Konserve eines 21 Jahre alten Gefühls. Angeknipst von dem Song auf den ich Bühnenweinen gelernt habe. Diesen Song, den ich seit mindestens 8 oder 9 Jahren nicht mehr in der Öffentlichkeit gehört habe.

Ich ziehe meine Hand zurück.
Später - keine Handhaltesituation mehr.
Dann wäre ich ja diejenige gewesen, die den Mut aufbringen müsste die Tischzentimeter dazwischen zu überwinden.

Ich habe keine Ahnung ob du das vestanden hast und nicht auf dich bezogest.
Ich habe nur eine vage Ahnung, dass es beim nächsten Mal anders sein könnte.

Es gibt also nie ein jetzt ODER nie.
Zeit ist etwas tolles. Zeit ist mein Freund.
Immer. Das ODER zwischen Jetzt ODER nie.

Being Douglas Adams*

Jemgum, der

Tanz, den jemand der nicht tanzen kann vollführt, wenn er in einen noch klebenden Kaugummi getreten ist und versucht selbigen dezent und unauffällig von seinem Schuh zu befreien, was garantiert nicht unauffällig gelingt.

*à la "Der tiefere Sinn des Labenz - Wörterbuch der bisher unbenannten Gefühle und Gegenstände"

Flache Witze

Du: "Also bei mir ist das ja meistens so, dass meine Witze einfach zu flach sind, dass irgendwer drüber lachen kann!"
Ich: "Ach, mach dir nix draus; so flache Witze, die kann man dann immer ganz gut unter den Teppich kehren!"

(Doch doch - gestern war lustig. Wieso bin nur ich immer noch munter, wenn andere schon müde werden? Dabei wäre fast kuschlig-am-Rhein-Sitz-Wetter gewesen. Na ja, fast.)

Samstage die ich hasse

was alone, falling free
trying my best not to forget
what happened to us
what happened to me
what happened as I let it slip

(Placebo - Meds)

Kurios im bekümmerten Schwelgen an etwas, was schon längst Geschichte sein sollte, ist - dass ich nicht nur gerade jenen Song hörte als ich hier rumlas, sondern dass mir ein Gedanke kam. Ich nenn ihn jetzt mal Liebeskummer-Phänomen: Denn immer dann wenn es auch mir so geht und ich von anderen sehr, lese oder höre, die ich wenig bis nicht kenne, richtig, also im Netz, und mir dabei eine oder zwei Gemeinsamkeiten auffallen - Stadt, Haarfarbe, Hobbies oder Problemthemen, dann meine ich sofort, dass es sich doch um den gleichen Menschen handeln muss weswegen ich leide.

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Hellmut Lützner
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