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Sonntag, 26. Oktober 2008

Während ich suchte ... (ODER Geteilte Freud ist Doppelte Freud)

... und zwar die Seite von "Gustav", die (sic!) am 1. November zur "Langen Nacht der Kölner Museen" hoffentlich nicht mit einer Performance kollidiert, zu der ich beruflich hin muss, finde ich zuerst eine weitere Band gleichen Namens aus der Schweiz.

Hier.

Und wundere mich immer wieder weshalb zum Teufel die Schweiz derlei Großartigkeiten zwischen Folk, Chanson und ein bischen Worldmusik/Klezmer und polkaeskem Fun für sich behält.
Anspieltipp im Shop: "Gustav und das Kummerorchester" (dass noch sonst niemand auf dieeses Wortspiel kam ... )

Jetzt hat sich ja Frankreichs Musikszene zunehmend der Deutschen Grenze geöffnet, auch Dank sei "Le Pop" und bitte, werte Schweizer, so stolz ihr sein dürft auf Land und Leute - geteilte Freud ist doppelte Freud! Und sowieso: geteilte Freud ist doppelte Verkaufszahlen und Einnahmen! Was ich an der Schweiz und so manchen Schweizern jedenfalls immer noch nicht so ganz verstehe - das kann vermutlich auch nur ein Landsmann (ob nun männlich oder weiblich) selber - ist das Osziliieren zwischen Bescheidenheit und Arroganz. Dem Rückführen auf eine beider Eigenschaften gleiche Basis, die zu benennen mir noch nicht so ganz gelingt. Wie dem auch sei, wenn dabei derlei feine Musik rauskommt ist es mir egal.

Ach ja, ursprünglich gesuchtes fand ich dann auch:
und rufe den Schweizer Gustav dann mal mit der Österreichischen Gustav zu: "Verlass die Stadt!".



Die gibts am 1.11. um 22:30 Uhr Museum für angewandte Kunst, Köln im Rahmen der "Langen Nacht der Kölner Museen".

Marco Tschirpke says:

Deine unverwüstliche Oasenhaftigkeit
lässt in jedem Mann
die Hoffnung keimen,
er wäre ein Kamel.

Auf der Bühne wirkt er wie Anfang 20 und ob seine süße Unbeholfenheit wirklich nur gespielt ist, vermag man nicht zu sagen. Wohl eher der Eindruck, er gehört zu den schüchternen; zumindest früher und schöpft daraus. Vermutlich verknallen sich sämtliche ü-50 jährige Schwiegermütter in ihn.

Im Laufe des kichererfüllten Abends verrät er, dass er schon 32 ist und wer derlei Worte drechselt und Kompositionen komponiert, dem nimmt man das ohne weiteres ab. Auch wenn da ein liebliches, verlegenes Jüngelchen seine Hände knetet und sich gespielt-naiv nur scheinbar in den Weiten und gefährlichen Knoten der Sprache versteigt und seine Sätze einen Haken um den nächsten schlagen. Wo er den Faden verliert, ihn sucht um dann festzustellen "ach so, das war ja DER Teil, wo KEINER ist!" oder als psychohygienischen Tipp empfiehlt: "Wenn da ein Vorwurf auf mich zukommt, der trifft mich nicht Denn dann duck' ich mich."

Wie lange ein 32-jähriger den süßen Jungen geben kann sei dahingestellt. ICH weiss jedenfalls, dass ich sein nächstes Programm sehen (und mal was von Hacks lesen) muss!

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Also ich finde ...

 

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