"Der Ton macht die Musik"

schreibt mir jemand der mir sehr am Herzen liegt und mit dem ich bald schauen möchte was überhaupt noch möglich ist.

Er schreibt es per Mail. Bezieht sich auf einen Satz, eine Frage, die ich auch per Mail gestellt hatte. Vor ein paar Wochen. Ich suche mir meine Mail heraus. Finde dort eine Frage vor, der ich keinerlei Unsachlichkeit ansehen kann. Finde es immer wieder interessant wie gerade die Nicht-Tonalität - oder präziser Less-Tonality einer Schriftkommunikation so viele Räume beim Rezipienten eröffnet. Denn jener reagiert doch dann offenbar nur auf das, was er zu hören GLAUBT. Und was der Sender - in diesem Falle ICH - offenbar - und in diesem Falle gottseidank - vergessen hatte mitzudenken.

Gar nicht auszudenken wieviel Power man dabei als Sender aus der Hand gibt.
Es geht immer um Klarheit.

Kluge Menschen denken nun alle möglichen Randbereiche mit. Was wiederum heißt, in solchen Fällen besteht viel Arbeit darin die möglichen nichtgemeinten Bedeutungen explizit erwähnend auszuschließen, oder? Das wiederum macht viele Aussagen so umständlich, so ausführlich - so scheinbar (!) unklar. Wie komme ich aus diesem Dilemma?

Und auf eine größere Struktur übertragen: Wenn dies schon in Zweierkommunikation so schwer ist, ist es kein Wunder dass sich nicht viele kluge Menschen mit dem Thema des Corporate Wording bei der Unternehmenskommunikation beschäftigen.

Denn es gibt ihn - auch ohne Smilies und sonstiges infantiles Werkzeug: den Ton in der Schriftsprache.

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Also ich finde ...

 

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