Geheime Orte
Soeben von einem Treffen mit einem Internetbekannten zurückgekommen.
Er entführte mich - und das ohne dass ich ihm von meinem Faible für Orte an die man normalerweise nicht hindarf, was erst mal eine menge Pluspunkte gab - erzählt habe - hier hin.
Der Himmelssaal in der Böttcherstrasse ist nicht nur wegen seines namensgebenden Tonnengewölbe Himmels aus sattblauen, unterbrochen von hell durchscheinenden Glasbausteinen ein Lichterlebnis ganz besonderer Art ein physisches Erlebnis, sondern in seiner extrem sakral-spirituell übergreifenden und modernen Architektur, deren Glasbausteine fast wie digitale Pixel wirken körperlich erlebbare Architektur. Digitale Muster, entworfen in den 30er Jahren! Zugleich Saal und Kapelle. Zu gut vorstellbar wie hier tatsächlich in den 30ern Frauen Ausdruckstanz trainiert haben.
Ganz besonders spannend die Türen, die einfach so zu öffnen sind, weil das Besichtigen dieses Saales noch ein echter Insidertipp ist. Noch beeindruckender die Teakholzwendeltreppe nach oben zu gehen in einen weiteren kleinen, runden, kappellenartigen Raum mit Blick über den Saal und einen rießigen Gong der absolut symmetrisch in der Flucht zu den Kreuzmustern am anderen Saalende von der Decke hängt. Und dort, in jener Kapelle, an einer einzigen Stelle ein akkustisches Phänomen zu erleben, dass mir niemand erklären konnte. Ein völlig seltsames Gefühl, seine eigene Stimme dort zeitversetzt zu hören in einem Hall und Duktus, ein paar Grade heller, eine Nuance luftiger, wie du sie sonst nur via Lautsprecher hören kannst. Mit dir selbst als Resonanzkörper, spürbar. Es gab tatsächlich keinerlei technischen Hilfsgeräte in diesem Raum! Nur Glasbausteine, sternenförmig, Kuppel und klare, gerade Muster, die zugleich kühl und kosend den Raum füllten.
Beeindruckend.
Sehr interessant auch unsere Unterhaltung danach.
Leider gehören nikotingelbe Fingerbesitzer und Kettenraucher, die sich ausführlich mit Drogen beschäftigen höchstens in die Kategorie "interessant", nicht erotisch.
Dennoch ein schöner Tag mit einem erfolgreichen Vorstellungsgespräch für einen Nebenjob, den ich ab nächste Woche antreten werde.
Er entführte mich - und das ohne dass ich ihm von meinem Faible für Orte an die man normalerweise nicht hindarf, was erst mal eine menge Pluspunkte gab - erzählt habe - hier hin.
Der Himmelssaal in der Böttcherstrasse ist nicht nur wegen seines namensgebenden Tonnengewölbe Himmels aus sattblauen, unterbrochen von hell durchscheinenden Glasbausteinen ein Lichterlebnis ganz besonderer Art ein physisches Erlebnis, sondern in seiner extrem sakral-spirituell übergreifenden und modernen Architektur, deren Glasbausteine fast wie digitale Pixel wirken körperlich erlebbare Architektur. Digitale Muster, entworfen in den 30er Jahren! Zugleich Saal und Kapelle. Zu gut vorstellbar wie hier tatsächlich in den 30ern Frauen Ausdruckstanz trainiert haben.
Ganz besonders spannend die Türen, die einfach so zu öffnen sind, weil das Besichtigen dieses Saales noch ein echter Insidertipp ist. Noch beeindruckender die Teakholzwendeltreppe nach oben zu gehen in einen weiteren kleinen, runden, kappellenartigen Raum mit Blick über den Saal und einen rießigen Gong der absolut symmetrisch in der Flucht zu den Kreuzmustern am anderen Saalende von der Decke hängt. Und dort, in jener Kapelle, an einer einzigen Stelle ein akkustisches Phänomen zu erleben, dass mir niemand erklären konnte. Ein völlig seltsames Gefühl, seine eigene Stimme dort zeitversetzt zu hören in einem Hall und Duktus, ein paar Grade heller, eine Nuance luftiger, wie du sie sonst nur via Lautsprecher hören kannst. Mit dir selbst als Resonanzkörper, spürbar. Es gab tatsächlich keinerlei technischen Hilfsgeräte in diesem Raum! Nur Glasbausteine, sternenförmig, Kuppel und klare, gerade Muster, die zugleich kühl und kosend den Raum füllten.
Beeindruckend.
Sehr interessant auch unsere Unterhaltung danach.
Leider gehören nikotingelbe Fingerbesitzer und Kettenraucher, die sich ausführlich mit Drogen beschäftigen höchstens in die Kategorie "interessant", nicht erotisch.
Dennoch ein schöner Tag mit einem erfolgreichen Vorstellungsgespräch für einen Nebenjob, den ich ab nächste Woche antreten werde.
Ideenjongleur - 5. Jan, 19:22




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