Schon mal im Bordell gewesen?
Wenn ich morgen eher die gutbürgerlich-städtische Theaterseite kennenlernen werde, so will ich unbedingt beim nächsten Berlin-Besuch DAS DA sehen, denn ich liebe ansonsten verbotene Orte. Und ein echtes Bordell habe ich tatsächlich auch noch nicht von innen gesehen. Zwar eine überaus hübsche Bar in Köln in der derlei Kontakte angebahnt werden, um dann nach oben zu verschwinden. Aber meine Neugierde kitzelte mich dann doch. Zu sehen wie es da aussieht. Ob da etwas ist, etwas was spürbar anders ist. Vielleicht.
ANNETTE KUSS – FREUDENDIENSTE
am 14., 15., 21., 29. Januar 2006 und 4., 5., 11., 12., 18., 19., 25.,
26. Februar 2006 / 21:00 Uhr / IM FREUDENHAUS HASE, HOCHSTR. 45,
ANNETTE KUSS – FREUDENDIENSTE
am 14., 15., 21., 29. Januar 2006 und 4., 5., 11., 12., 18., 19., 25.,
26. Februar 2006 / 21:00 Uhr / IM FREUDENHAUS HASE, HOCHSTR. 45,
Ideenjongleur - 16. Jan, 00:16


Daher kann ich nur zu dem Schluss kommen: Es handelt sich einfach wieder einmal um den Ansatz "Sex (und vor allen 'zwielichter') sells" - da sind 'verstohlene', 'fettleibige', 'schmuddelige' (so sind ja die ersten Assoziationen) Freier nur Abtörner für's potentielle, anzulockende Publikum.
Aber es besteht eben kein interesse, daran etwas zu ändern. Denn sie verkaufen sich schlicht und einfach nicht als Publikumsmagnet. Huren und Zuhälter allerdings tun das, hochpotent, seit jeher. Ein uraltes Sujet.
Und die Künstler liefern ihnen genau diese Bilder.
Ich denke mal, eine Frau kann sich überhaupt nicht umfassend mit diesem Thema auseinandersetzen, da sie eigentlich immer aussen vor steht, über den Zaun schaut. Es sei denn sie ist selber Hure. Aber dann ist sie im unwahrscheinlichsten Fall auch Künstlerin.
Eine grossartige Ausnahme, die ich Dir sehr gerne ans Herz lege: Annie Sprinkle*. Bei ihr kommt auch 'der Freier' zu Wort, in vielen seiner breitgefächerten Nuancen. Möglichst life. Und Du wirst staunen. *lach*
* Google mal ;-)