Romantische Umwege
Ein Mädchen, die kein Mädchen mehr ist, schrieb gerne Zettel mit persönlichen Bemerkungen, die sie überall in der Stadt verteilte. Nicht wahllos, nur wenn sie etwas sah, was sie an ihn erinnerte. Sie liebte es Autos zu beobachten, die so aussahen wie seines und Roller, ja, vor allem Roller. Wenn sie jemanden erschnupperte, der das gleiche After-Shave benutzte klebte sie ihm am liebsten ein Post-it auf den Rücken kleben und markierte ihn unbemerkt.
Sie faßte Klingelknöpfe an auf denen längst andere Namen standen und fragte den Mieter wie es sich anfühlt hier zu wohnen. Sie schaute in die Müllcontainer und suchte überall Spuren zu entdecken. Wenn sie keine fand legte sie selber welche. Post-its mit Zitaten von Kästner oder Tucholsky.
Gedächtnispflege nannte sie das und es war wie Zähneputzen.
An-denken an Blätter, die zerschreddert in irgendwelchen Papiercontainern unkenntlich zerrottet. Endlos.
Zuletzt klebte sie einen Zettel an ein Fahrrad mit einer kryptischen Botschaft. Das Fahrrad könnte seines sein, es stand in der Nähe dessen wo sie seine Wohnung wußte, und das auch nur ungefähr. Es verschwand morgens früh und stand plötzlich wieder da und das aobwohl sie genau aufpasste an einer Stelle hinter Glas wo der Fahrer vorbeikommen müßte. Und doch verpasste sie es immer. Er würde ihre Handschrift erkennen, sie hatte keine Nummer hinterlassen. Er hätte sie bestimmt noch - doch auch das wußte sie nicht mit Bestimmtheit. Falls es überhaupt sein Fahrrad war, welches einen Tag später nur noch Klebereste ihres Zettels zierte. Wäre er es würde er sich erinnern. Ob er sich melden würde hinge von vielen Faktoren ab. Vielleicht war es nicht sein fahrrad. Vielleicht hatte seine Freundin das Rad gefahren und den Zettel abgrissen, ihn ihm lachend und spöttelnd gezeigt mit nicht eingestandener Eifersucht ihn ihm vielleicht gar nicht gezeigt. Vielleicht hat er sich geärgert über diesen fiesen Kleber, der durch den Regen eine klebrige Melange mit dem Handgriff eingegangen war und die Zeit die er mit Abrubbeln verbringen würde. Sie liebte das Spiel mit dem Zufall um ihre Gedanken füllen zu können mit einer paradoxen Sehnsucht an Irgendwen solange es keinen Bestimmtenwen gab.
Soundtrack: Lover I don't have to love - Bright Eyes
... inspiriert von Haruki Murakami, gerade mich zum x. Mal an "Eines schönen Morgens im April als ich das 100%ige Mädchen sah" begeistert, nachdem ich letzte Woche "Sputnik Sweetheart" nahezu verschlungen habe - verdammt, so möchte ich schreiben können! Ich möchte vor allem Schlüsse schreiben können! Doch dazu muß ich zuerst einmal anfangen!
Sie faßte Klingelknöpfe an auf denen längst andere Namen standen und fragte den Mieter wie es sich anfühlt hier zu wohnen. Sie schaute in die Müllcontainer und suchte überall Spuren zu entdecken. Wenn sie keine fand legte sie selber welche. Post-its mit Zitaten von Kästner oder Tucholsky.
Gedächtnispflege nannte sie das und es war wie Zähneputzen.
An-denken an Blätter, die zerschreddert in irgendwelchen Papiercontainern unkenntlich zerrottet. Endlos.
Zuletzt klebte sie einen Zettel an ein Fahrrad mit einer kryptischen Botschaft. Das Fahrrad könnte seines sein, es stand in der Nähe dessen wo sie seine Wohnung wußte, und das auch nur ungefähr. Es verschwand morgens früh und stand plötzlich wieder da und das aobwohl sie genau aufpasste an einer Stelle hinter Glas wo der Fahrer vorbeikommen müßte. Und doch verpasste sie es immer. Er würde ihre Handschrift erkennen, sie hatte keine Nummer hinterlassen. Er hätte sie bestimmt noch - doch auch das wußte sie nicht mit Bestimmtheit. Falls es überhaupt sein Fahrrad war, welches einen Tag später nur noch Klebereste ihres Zettels zierte. Wäre er es würde er sich erinnern. Ob er sich melden würde hinge von vielen Faktoren ab. Vielleicht war es nicht sein fahrrad. Vielleicht hatte seine Freundin das Rad gefahren und den Zettel abgrissen, ihn ihm lachend und spöttelnd gezeigt mit nicht eingestandener Eifersucht ihn ihm vielleicht gar nicht gezeigt. Vielleicht hat er sich geärgert über diesen fiesen Kleber, der durch den Regen eine klebrige Melange mit dem Handgriff eingegangen war und die Zeit die er mit Abrubbeln verbringen würde. Sie liebte das Spiel mit dem Zufall um ihre Gedanken füllen zu können mit einer paradoxen Sehnsucht an Irgendwen solange es keinen Bestimmtenwen gab.
Soundtrack: Lover I don't have to love - Bright Eyes
... inspiriert von Haruki Murakami, gerade mich zum x. Mal an "Eines schönen Morgens im April als ich das 100%ige Mädchen sah" begeistert, nachdem ich letzte Woche "Sputnik Sweetheart" nahezu verschlungen habe - verdammt, so möchte ich schreiben können! Ich möchte vor allem Schlüsse schreiben können! Doch dazu muß ich zuerst einmal anfangen!
Ideenjongleur - 11. Jul, 15:18

