"Ähnlichkeit fördert Untreue"
titel die "Fit for Fun" reißerisch hier und nach der Lektüre - auf die mich ein noch unbekannter, sehr süßer Bekannter lenkte, fühlte ich mich bemüßigt, nachzudenken.
Zuallererst: Ich glaube da werden schnell aus strategischen Gründen der Leserschaftserhöhung mehrere Faktoren miteinander auf boulevardjournalistischem Niveau vermischt.
Zum einen kann man vortrefflich über "Gegensätze ziehen sich an" oder "Gleich und gleich gesellt sich gern" diskutieren oder sich je nach Aspekt in der Mitte treffen.
Zum anderen ist da das Immunsystem.
Und die WIssenschaft, die gerne mal A mit B in Verbindung bringt, auch wenn A so wenig mit B zu tun hat wie ein Hundekuchen mit Hund.
Ich glaube mal irgendwo gelesen zu haben, kann es aber jetzt auf die Schnelle nicht nachrecherchieren, dass Paare, die schon lange glücklich miteinander sind überproportional häufig die gleiche Blutgruppe haben. Fand ich in der Hinsicht witzig als dass ich das - soweit ich das wußte - bei mir und bei meinen Eltern und auch bei ein paar Langzeitbeziehungen bestätigt fand. Okay, ist nicht repräsentativ und wer weiß vielleicht ist das auch völlig zusammenhanglos. :-) Und meine Blutgruppe ist die zweithäufigste - zumindest im europäischen Raum - soweit ich weiß.
Dann ist da das Immunsystem. Dass dieser Aspekt des gegenteiligen Ergänzens wahr ein soll, habe ich schon öfter gehört. Ebenso dass das Immunsystem auch eng mit dem hormonellen System zusammenhängt. Und dass es häufiger vorkommt, dass Frauen von Männern, die die Pille nehmen unterbewußt (riechend) anders wahrgenommen werden als wenn sie dem Körper keine künstlichen Hormone zuführen. Dass es so eben vorkommen kann, dass ein Mann seine Freundin nach Absetzen der Pille plötzlich nicht mehr riechen kann. Aua. Böse Falle.
Dass aber all das ursächlich (!) mit einer Seitensprungtendenz zu tun haben soll, halte ich für hanebüchenen Unsinn. Allerhöchstens indirekt aus einer latenten Unzufriedenheit mit der Beziehung an sich. Da vermischt mir der Artikel zuviel Statistik, Pseudo-Wissenschaftlichkeit und schlicht verschiedene Themen und die Frage von Ursache und Wirkung.
Insgesamt glaube ich schon, dass es sehr sehr spannend ist die unterschwelligen Motive der Partnerwahl zu durchleuchten, ob allgemein oder bei sich selbst. Und dass dabei nicht nur Biologie, sondern sehr viel mehr (Tiefen)psychologie, frühe und letzte Erfahrungen mit eine Rolle spielt. Solange man in jeder Beziehung was dazu lernt war sie nicht umsonst, so schmerzlich manche Trennung ist. Und manchmal ist es eben auch sinnvoll eine gewisse Zeit alleine zu verbringen, um wieder bei sich anzukommen.
Und wieso das bei Frauen anders sein soll als bei Männern, mit der Seitensprungtendenz bei gleichem Immunsystem, denen ja doch allgemein eine stärkere Libido unterstellt (?) wird, wird leider auch nirgendwo erläutert. DAS würd mich nämlich nochmal interessieren. Ich glaube nämlich, dass es verschiedene Wünsche gibt - und verschiedene Abstufen sich miteinander kompatibel zu fühlen. Ob jemand sich ein monogames Leben vorstellt oder eine offene Beziehung, ein Leben mit gleichwertigen PartnerInnen, die alle voneinander wissen, eben polyamour oder wie sich diese WÜnsche auch verändern können (oder eben auch nicht) ist eine Frage von guter Kommunikation. Der Einsicht in seine Bedürfnisse und den Mut darüber zu sprechen. Und wer dabei ähnlich tickt oder bereit ist ähnliches zu leisten ist sich treu. Und dem anderen.
Zuallererst: Ich glaube da werden schnell aus strategischen Gründen der Leserschaftserhöhung mehrere Faktoren miteinander auf boulevardjournalistischem Niveau vermischt.
Zum einen kann man vortrefflich über "Gegensätze ziehen sich an" oder "Gleich und gleich gesellt sich gern" diskutieren oder sich je nach Aspekt in der Mitte treffen.
Zum anderen ist da das Immunsystem.
Und die WIssenschaft, die gerne mal A mit B in Verbindung bringt, auch wenn A so wenig mit B zu tun hat wie ein Hundekuchen mit Hund.
Ich glaube mal irgendwo gelesen zu haben, kann es aber jetzt auf die Schnelle nicht nachrecherchieren, dass Paare, die schon lange glücklich miteinander sind überproportional häufig die gleiche Blutgruppe haben. Fand ich in der Hinsicht witzig als dass ich das - soweit ich das wußte - bei mir und bei meinen Eltern und auch bei ein paar Langzeitbeziehungen bestätigt fand. Okay, ist nicht repräsentativ und wer weiß vielleicht ist das auch völlig zusammenhanglos. :-) Und meine Blutgruppe ist die zweithäufigste - zumindest im europäischen Raum - soweit ich weiß.
Dann ist da das Immunsystem. Dass dieser Aspekt des gegenteiligen Ergänzens wahr ein soll, habe ich schon öfter gehört. Ebenso dass das Immunsystem auch eng mit dem hormonellen System zusammenhängt. Und dass es häufiger vorkommt, dass Frauen von Männern, die die Pille nehmen unterbewußt (riechend) anders wahrgenommen werden als wenn sie dem Körper keine künstlichen Hormone zuführen. Dass es so eben vorkommen kann, dass ein Mann seine Freundin nach Absetzen der Pille plötzlich nicht mehr riechen kann. Aua. Böse Falle.
Dass aber all das ursächlich (!) mit einer Seitensprungtendenz zu tun haben soll, halte ich für hanebüchenen Unsinn. Allerhöchstens indirekt aus einer latenten Unzufriedenheit mit der Beziehung an sich. Da vermischt mir der Artikel zuviel Statistik, Pseudo-Wissenschaftlichkeit und schlicht verschiedene Themen und die Frage von Ursache und Wirkung.
Insgesamt glaube ich schon, dass es sehr sehr spannend ist die unterschwelligen Motive der Partnerwahl zu durchleuchten, ob allgemein oder bei sich selbst. Und dass dabei nicht nur Biologie, sondern sehr viel mehr (Tiefen)psychologie, frühe und letzte Erfahrungen mit eine Rolle spielt. Solange man in jeder Beziehung was dazu lernt war sie nicht umsonst, so schmerzlich manche Trennung ist. Und manchmal ist es eben auch sinnvoll eine gewisse Zeit alleine zu verbringen, um wieder bei sich anzukommen.
Und wieso das bei Frauen anders sein soll als bei Männern, mit der Seitensprungtendenz bei gleichem Immunsystem, denen ja doch allgemein eine stärkere Libido unterstellt (?) wird, wird leider auch nirgendwo erläutert. DAS würd mich nämlich nochmal interessieren. Ich glaube nämlich, dass es verschiedene Wünsche gibt - und verschiedene Abstufen sich miteinander kompatibel zu fühlen. Ob jemand sich ein monogames Leben vorstellt oder eine offene Beziehung, ein Leben mit gleichwertigen PartnerInnen, die alle voneinander wissen, eben polyamour oder wie sich diese WÜnsche auch verändern können (oder eben auch nicht) ist eine Frage von guter Kommunikation. Der Einsicht in seine Bedürfnisse und den Mut darüber zu sprechen. Und wer dabei ähnlich tickt oder bereit ist ähnliches zu leisten ist sich treu. Und dem anderen.
Ideenjongleur - 13. Nov, 22:02



