Diese Geschichte könnte mehr Überschriften als Fließtext haben
Normalerweise beginnt ja eine Story mit dem Anfang - und nem schicken Titel - vielleicht der: "Catherines Synchronizitäten die Wasweißichwievielte und noch eine dazu", genau, es handelt sich gleich um zwei.
Oder: "Fantum upsidedown". Würde natürlich erst keiner kapieren. Und ich hab doch auch keine Ahnung, ob der Interessantheitsfaktor ausreichend hoch ist, sie dann auch zu lesen, wenn es sich lateinisch anhört.
Außerdem hat sie kein richtiges Ende. Und ein konstruiertes Ende ist blöd. Sie wird in jedem Fall eine Fortsetzung haben. Aber fangen wir doch erst mal beim Anfang an:
Der liegt an sich über drei Jahre zurück, dreieinhalb um genauer zu sein. da lief mir wie das im Netz so ist eine schmunzlige Seite eines Schreiberlinges über den Weg - irgendwie habe ich im Hinterkopf, dass er über meinen Blog gestolpert ist und mich daraufhin kontaktierte, aber erzähl das mal einem Schreiberling, zumal mich da meine Erinnerung trügen kann! Seit einem sehr losen Emailkontakt also befinde ich mich auf der Mailingliste jenes Schreiberlings und erhielt auch während meiner gesamten Stadtabwesenheit der letzten drei Jahre seine Einladungen zu Lesungen. Jetzt, endlich wieder hier, flatterte mir eine in die Mailbox, bei der ich sehr lachen mußte und sofort neugierig war: Leseort: meine frühere Lieblingswohnung! Korrekter: das Erdgeschoß des Hauses in dem ich früher wohnte, die Kneipe dortselbigst hat neu eröffnet, die all die Jahre in der ich wohnte mich ständig neugierig machte wie es da wohl hinter der verschlossenen Tür aussieht.
Am Nachmittag davor kam ich über einen anderen Webweg mit einer Frau in Kontakt, die meinen Musikgeschmack zu teilen schien. In den letzten Jahren ist mein weiblicher Freundeskreis sehr geschrumpft und neuer (alter) Ort, neue Leute zum Weggehen finden täte da ja ganz gut passen. Sie mailte mir kurz, dass sie sich ansonsten im Bereich von Leseveranstaltungen organisieren engagiert und dann war da ihr Name am Ende der Mail - und moment mal - hatte ich den nicht gerade zuvor in der Veranstaltungsankündigung zu eben jener Lesung in jenem Haus, das mal mein Heim war, im Netz gelesen?
Nun mag es sicher mehrere geben, die Simone heißen und mit Literarischem zu tun haben, so dass ich zuerst etwas zögerte nach der - bis auf eine peinliche Ausnahme durchweg sehr amüsante Veranstaltung - sie anzusprechen. Wen ich zuerst ansprach war der Schreiberling, auf dessen Maillingliste ich stand und dem ich eine Woche zuvor auch eine Mail schrieb, in der ich kurz erzählte, dass ich -- nun wieder aus Bremen am möglicherweise hierherzurückziehen - käme um ihm live zuzuhören.
Eine Antwort hatte ich auch nicht erwartet, bekam ich auch keine und so fand ich es halt nur ein bischen schade, dass ich alleine zu so ner Veranstaltung gehen mußte, da der Rest des Publikums doch entweder selber schreibende oder offenbar Bekannte und Clique der Teilnehmer waren.
Warum es bei derlei Veranstaltungen nahezu zu 98% immer nur die lustigen Texte sind, die funktionieren, habe ich noch nicht ergründen können, aber eine ließ mich wirklich ganz arg schmunzeln: es ging um eine Norddeutsche Besucherin in Köln und all die Gespräche die man dabei führt, nachts in kölschen Kneipen versteht sich. "Die will ich haben, die Geschichte! Das kenn ich SO gut!" sagte ich zu dem Schreiberling nach der Lesung "Ich bin öfter in so ner Situation. Wohne noch in Bremen eigentlich - beziehungsweise ... " "AAAAH! Dann bist DU Catherine???" Ich staunte. Wir lachten. "Genau. Die, die hier obendrüber gewohnt hat - und - Moment" die Organisatorin lief an mir vorbei, ich tippte sie an und fragte "Sag, kann es sein, dass du heute Mittag einen Emailaustausch hattest mit jemandem, die du nicht kennst über Indieclubs in Köln und - " "JA! Dann bist du ... ???"
"Warte", sagte er, der Schreiberling, den ich mir aufgrund des Fotos auf seiner Seite wesentlich kleiner und ernster vorgestellt hatte und begann, mir seine Telefonnummer aufzuschreiben. "Ich muß dir noch was erzählen, Zu Bremen. Bei nem Café!"
Unterbrochen wurde er dabei zweimal.
Von anderen Mädels, die ihm ihre Nummer auf nem Bierdeckel herüberreichten.
Ich steckte ihn ein und ging grinsend den mir wohlbekannten Weg Richtung U-Bahn, den ich um die Uhrzeit eher gewohnt war in umgekehrter Richtung zu laufen.
Oder: "Fantum upsidedown". Würde natürlich erst keiner kapieren. Und ich hab doch auch keine Ahnung, ob der Interessantheitsfaktor ausreichend hoch ist, sie dann auch zu lesen, wenn es sich lateinisch anhört.
Außerdem hat sie kein richtiges Ende. Und ein konstruiertes Ende ist blöd. Sie wird in jedem Fall eine Fortsetzung haben. Aber fangen wir doch erst mal beim Anfang an:
Der liegt an sich über drei Jahre zurück, dreieinhalb um genauer zu sein. da lief mir wie das im Netz so ist eine schmunzlige Seite eines Schreiberlinges über den Weg - irgendwie habe ich im Hinterkopf, dass er über meinen Blog gestolpert ist und mich daraufhin kontaktierte, aber erzähl das mal einem Schreiberling, zumal mich da meine Erinnerung trügen kann! Seit einem sehr losen Emailkontakt also befinde ich mich auf der Mailingliste jenes Schreiberlings und erhielt auch während meiner gesamten Stadtabwesenheit der letzten drei Jahre seine Einladungen zu Lesungen. Jetzt, endlich wieder hier, flatterte mir eine in die Mailbox, bei der ich sehr lachen mußte und sofort neugierig war: Leseort: meine frühere Lieblingswohnung! Korrekter: das Erdgeschoß des Hauses in dem ich früher wohnte, die Kneipe dortselbigst hat neu eröffnet, die all die Jahre in der ich wohnte mich ständig neugierig machte wie es da wohl hinter der verschlossenen Tür aussieht.
Am Nachmittag davor kam ich über einen anderen Webweg mit einer Frau in Kontakt, die meinen Musikgeschmack zu teilen schien. In den letzten Jahren ist mein weiblicher Freundeskreis sehr geschrumpft und neuer (alter) Ort, neue Leute zum Weggehen finden täte da ja ganz gut passen. Sie mailte mir kurz, dass sie sich ansonsten im Bereich von Leseveranstaltungen organisieren engagiert und dann war da ihr Name am Ende der Mail - und moment mal - hatte ich den nicht gerade zuvor in der Veranstaltungsankündigung zu eben jener Lesung in jenem Haus, das mal mein Heim war, im Netz gelesen?
Nun mag es sicher mehrere geben, die Simone heißen und mit Literarischem zu tun haben, so dass ich zuerst etwas zögerte nach der - bis auf eine peinliche Ausnahme durchweg sehr amüsante Veranstaltung - sie anzusprechen. Wen ich zuerst ansprach war der Schreiberling, auf dessen Maillingliste ich stand und dem ich eine Woche zuvor auch eine Mail schrieb, in der ich kurz erzählte, dass ich -- nun wieder aus Bremen am möglicherweise hierherzurückziehen - käme um ihm live zuzuhören.
Eine Antwort hatte ich auch nicht erwartet, bekam ich auch keine und so fand ich es halt nur ein bischen schade, dass ich alleine zu so ner Veranstaltung gehen mußte, da der Rest des Publikums doch entweder selber schreibende oder offenbar Bekannte und Clique der Teilnehmer waren.
Warum es bei derlei Veranstaltungen nahezu zu 98% immer nur die lustigen Texte sind, die funktionieren, habe ich noch nicht ergründen können, aber eine ließ mich wirklich ganz arg schmunzeln: es ging um eine Norddeutsche Besucherin in Köln und all die Gespräche die man dabei führt, nachts in kölschen Kneipen versteht sich. "Die will ich haben, die Geschichte! Das kenn ich SO gut!" sagte ich zu dem Schreiberling nach der Lesung "Ich bin öfter in so ner Situation. Wohne noch in Bremen eigentlich - beziehungsweise ... " "AAAAH! Dann bist DU Catherine???" Ich staunte. Wir lachten. "Genau. Die, die hier obendrüber gewohnt hat - und - Moment" die Organisatorin lief an mir vorbei, ich tippte sie an und fragte "Sag, kann es sein, dass du heute Mittag einen Emailaustausch hattest mit jemandem, die du nicht kennst über Indieclubs in Köln und - " "JA! Dann bist du ... ???"
"Warte", sagte er, der Schreiberling, den ich mir aufgrund des Fotos auf seiner Seite wesentlich kleiner und ernster vorgestellt hatte und begann, mir seine Telefonnummer aufzuschreiben. "Ich muß dir noch was erzählen, Zu Bremen. Bei nem Café!"
Unterbrochen wurde er dabei zweimal.
Von anderen Mädels, die ihm ihre Nummer auf nem Bierdeckel herüberreichten.
Ich steckte ihn ein und ging grinsend den mir wohlbekannten Weg Richtung U-Bahn, den ich um die Uhrzeit eher gewohnt war in umgekehrter Richtung zu laufen.
Ideenjongleur - 19. Mai, 13:35




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