Kunden zum Haareraufen.
Kunde: "Peppen Sie das ganze mal auf - das kann nicht so bleiben, aber wichtig ist: lassen Sie alles SO WIE ES IST!"
(Aha. Ich: werkel werkel ... )
Kunde: "Und beachten Sie, es muss AUF JEDEN FALL GUT AUSSEHEN. Und einheitlich sein. - Also, so wie ich das da schonmal vorgestaltet habe. ... Genau so eigentlich. Nur schöner."
(Ich: werkel werkel ... tataaaa:)
Kunde: "Das hat aber mit unserem CI nix zu tun!"
Ich: "Oh - das tut mir leid - leider haben Sie mir ja immer noch nicht das schon mehrfach gewünschte CI-Manual zugemailt."
Kunde: "Das sehen Sie doch im Internet wie unser Si-Ai is!"
Ich: "Nun gut, da sehe ich Ihr Logo und zwei häufig genutzte Farben. Dann drei verschiedene Schriften. sechs verschiedene Schriftgrössen und mehrere kleinere - äh - eigen und unabhängig gestaltete Bereiche. Und damit waren Sie ja auch nicht so recht zufrieden, wenn ich Sie bei unserer letzten Besprechung richtig verstanden habe? Deshalb habe ich ... "
Kunde: "Und wo ist den das FOTO hin, was wir besprochen haben, dass Sie das raussuchen? da ist nur so ne Skizze!"
Ich: "Richtig. das ist ein Icon. Ihnen war Einheitlichkeit wichtig, nicht wahr? Und im Rahmen des zügigen Überarbeitungswunsches von Ihnen, also im Rahmen von 2-3 Stunden Arbeitsbudget habe ich einen kostenlosen Font mit Icons recherchiert - normalerweise kosten Schriften auch Geld - in dem die von Ihnen gewünschten Dinge vorkamen - eben nicht als Photo, dafür als Symbol."
Kunde: "... na, dann nehmen Sie doch IRGENDEIN Bild ausm Internet, da wirds doch wohl ein Bild von so nem Ding geben! Ganz einfach, so ein Ding. Aber mit dem und dem dran. Schauen Se, wenn ich das in google eingebe ..."
Ich: "Diese Bilder sind allerdings rechtsgebunden und wenn Sie das ja auch unter Anwälten präsentieren begehen Sie - und ich - als Gestalterin - eine Straftat, wenn (blah blah blah) ..."
Kunde: "Das habe ich ja noch NIE gehört, dass das SO schwierig sein soll!!! Und sowieso - bei Photos ist es doch egal, ob die einheitlich sind. Photo ist Photo. Ich brauche das MORGEN FRÜH!!! - und überhaupt: WIE KONNTE DAS PASSIEREN??? Das hatten wir doch anders besprochen!!! Ich bin sowieso schockiert. Das ist total unprofessionell!!!"
Ich:"Und Sie sind Coach UND Berater für interkulturelles Management mit internationaler Erfahrung?? Und: wenn Ihr Entwurf so professionell und si-ai konform ist, warum beauftragen Sie MICH dann überhaupt???" "Nun, ich sehe meine Arbeit NICHT als unprofessionell; offenbar gab es ein Kommunikationsproblem - und genau deshalb frage ich gerne präzise nach ... "
Kunde: "Nein, das kann doch nicht sein, dass das so lange dauert - ich kann ja jetzt hier nicht noch eine Stunde mit Erklärungen verbringen!!! Wir hatten sowieso fest vereinbart, dass der Hintergrund genau diese FARBE muss."
Ich:Hatten Sie mir nicht gesagt WIE WICHTIG Kommunikation ist, gerade bei den ersten 30 Tagen als Manager im Job ist?? Wie setzen Sie denn Ihre eigenen Theorien UM??? Indem Sie SO mit Ihren Kunden und Coachees reden??? Ausserdem, verdammter Mist, Orange auf GELB ist bei einer Projektion ziemlich schwer lesbar!!"Nun: was können wir denn an dieser Stelle noch machen? Vorschlag: Ich recherchiere nochmal 15 min, ob ich ein kostenfreies Bild finde und wenn nicht, dann rufe ich Sie an!"
Kunde: "Nein!!! Das geht so nicht!!! Wenn ich dieses Programm beherrschen würde, dann würde ich das selber machen!!!!!"
Ich: "Ich kann Ihnen anbieten, dass wir das gemeinsam machen, wenn Sie hier zu mir ins Büro kommen und dann nebeneinander ..." (Aaaaaaaaah - Catherine, *bauchschmerzen* nicht nochmal so ne Scheiße, hattest du dir das nicht geschworen das NIE WIEDER zu machen??? dann soll er's doch selber machen, damit er mal sieht wieviel Arbeit das IST! Nur wenn er nochnichtmal in der LAGE ist professionelle Gestaltung von seiner Frickelei zu unterscheiden, dann hat er es a) nicht besser verdient und b) anbetrachts seiner Kommunikation wundert es mich tatsächlich nicht, dass er keine Kunden findet, die er coachen kann. Dann wäre eine hohe Investition in eine Marketingkampagne sicher eine Fehlinvestition.)
Kunde: "Ach wissen Sie was, dann mache ichs halt eben selber! Einen schönen Abend noch!"
Ich: "Ich wünsche Ihnen alles Gute!"
Telefon: tuuuuuuuuuuuuut.
Und wenn das alles in einem Kunden zusammenfällt?
Der einen zweimal antanzen liess für eine ausführliche Besprechung, dem ein brainstorming und ein umfangreicher Kostenvoranschlag folgte - ich brauche es nicht zu erwähnen - kostenfrei?
Und wenn nach Einreichung der Idee und des Kostenvoranschlages noch nichteinmal ne Absage kommt, Kunde nicht erreichbar ist und nach drei oder vier Wochen ein Miniauftrag, der "unter der Hand" erledigt werden soll? Man diesen anfängt und dann sowas hört? Siehe oben.
Mit dem das aufreibende Telefonat mindestens so lange gebraucht hat wie ich gebraucht hätte, um die Arbeit zu machen?
*haarerauf* ...
Okay, okay, - alles ganz easy - der nächste Kunde kommt bestimmt.
Kein Thema, ich kann ja zukünftig wirklich jeden zweiten Kunden bei dem ich schon im Vorfeld Merkwürdigkeiten spüre, absagen.
Kann ich, klar.
Lustigerweise hat das mal vor Jahren eine Frau mit mir gemacht. Schauspielerin und Reiki-Meisterin, die von sich offenbar glaubte die Erleuchtung mit heugabeln - äh - Lichtnahrung mit 1000 Watt gegessen zu haben ... Mich zur Präsentation bestellt in ein Café. Ich hatte mein Portfolio nochnichteinmal aufgeschlagen, da sagte sie: "Weisst du - ich sage es dir ganz offen - mit dir kann ich nicht arbeiten. Ich spüre da ganz schlechte Energien." Sie drückte es vermutlich noch etwas esoterisch-exaltierter aus, ich erinnere mich nicht mehr genau. Stand auf, bezahlte ihren Chai-Tee - der damals noch keineswegs üblich war in den Cafés - und ging stolzen Hauptes.
Und dann war da noch jüngst ein Auftraggeber - aus einem Kollektiv von vieren, mit denen ich an sich sehr gerne zusammenarbeite bis jetzt, der meinte:
"Du MUSST ja selbständig arbeiten! Und selbständig entscheiden WER Priorität hat von uns!"
Und wie sich später dann herausstellte, definitiv MEINTE: "Entscheide DU, wer Priorität hat, aber wenn das die anderen sind und nicht WIR, dann bin ich sauer."
hach, ich LIEBE meinen Job ....
(Aha. Ich: werkel werkel ... )
Kunde: "Und beachten Sie, es muss AUF JEDEN FALL GUT AUSSEHEN. Und einheitlich sein. - Also, so wie ich das da schonmal vorgestaltet habe. ... Genau so eigentlich. Nur schöner."
(Ich: werkel werkel ... tataaaa:)
Kunde: "Das hat aber mit unserem CI nix zu tun!"
Ich: "Oh - das tut mir leid - leider haben Sie mir ja immer noch nicht das schon mehrfach gewünschte CI-Manual zugemailt."
Kunde: "Das sehen Sie doch im Internet wie unser Si-Ai is!"
Ich: "Nun gut, da sehe ich Ihr Logo und zwei häufig genutzte Farben. Dann drei verschiedene Schriften. sechs verschiedene Schriftgrössen und mehrere kleinere - äh - eigen und unabhängig gestaltete Bereiche. Und damit waren Sie ja auch nicht so recht zufrieden, wenn ich Sie bei unserer letzten Besprechung richtig verstanden habe? Deshalb habe ich ... "
Kunde: "Und wo ist den das FOTO hin, was wir besprochen haben, dass Sie das raussuchen? da ist nur so ne Skizze!"
Ich: "Richtig. das ist ein Icon. Ihnen war Einheitlichkeit wichtig, nicht wahr? Und im Rahmen des zügigen Überarbeitungswunsches von Ihnen, also im Rahmen von 2-3 Stunden Arbeitsbudget habe ich einen kostenlosen Font mit Icons recherchiert - normalerweise kosten Schriften auch Geld - in dem die von Ihnen gewünschten Dinge vorkamen - eben nicht als Photo, dafür als Symbol."
Kunde: "... na, dann nehmen Sie doch IRGENDEIN Bild ausm Internet, da wirds doch wohl ein Bild von so nem Ding geben! Ganz einfach, so ein Ding. Aber mit dem und dem dran. Schauen Se, wenn ich das in google eingebe ..."
Ich: "Diese Bilder sind allerdings rechtsgebunden und wenn Sie das ja auch unter Anwälten präsentieren begehen Sie - und ich - als Gestalterin - eine Straftat, wenn (blah blah blah) ..."
Kunde: "Das habe ich ja noch NIE gehört, dass das SO schwierig sein soll!!! Und sowieso - bei Photos ist es doch egal, ob die einheitlich sind. Photo ist Photo. Ich brauche das MORGEN FRÜH!!! - und überhaupt: WIE KONNTE DAS PASSIEREN??? Das hatten wir doch anders besprochen!!! Ich bin sowieso schockiert. Das ist total unprofessionell!!!"
Ich:
Kunde: "Nein, das kann doch nicht sein, dass das so lange dauert - ich kann ja jetzt hier nicht noch eine Stunde mit Erklärungen verbringen!!! Wir hatten sowieso fest vereinbart, dass der Hintergrund genau diese FARBE muss."
Ich:
Kunde: "Nein!!! Das geht so nicht!!! Wenn ich dieses Programm beherrschen würde, dann würde ich das selber machen!!!!!"
Ich: "Ich kann Ihnen anbieten, dass wir das gemeinsam machen, wenn Sie hier zu mir ins Büro kommen und dann nebeneinander ..." (Aaaaaaaaah - Catherine, *bauchschmerzen* nicht nochmal so ne Scheiße, hattest du dir das nicht geschworen das NIE WIEDER zu machen??? dann soll er's doch selber machen, damit er mal sieht wieviel Arbeit das IST! Nur wenn er nochnichtmal in der LAGE ist professionelle Gestaltung von seiner Frickelei zu unterscheiden, dann hat er es a) nicht besser verdient und b) anbetrachts seiner Kommunikation wundert es mich tatsächlich nicht, dass er keine Kunden findet, die er coachen kann. Dann wäre eine hohe Investition in eine Marketingkampagne sicher eine Fehlinvestition.)
Kunde: "Ach wissen Sie was, dann mache ichs halt eben selber! Einen schönen Abend noch!"
Ich: "Ich wünsche Ihnen alles Gute!"
Telefon: tuuuuuuuuuuuuut.
Und wenn das alles in einem Kunden zusammenfällt?
Der einen zweimal antanzen liess für eine ausführliche Besprechung, dem ein brainstorming und ein umfangreicher Kostenvoranschlag folgte - ich brauche es nicht zu erwähnen - kostenfrei?
Und wenn nach Einreichung der Idee und des Kostenvoranschlages noch nichteinmal ne Absage kommt, Kunde nicht erreichbar ist und nach drei oder vier Wochen ein Miniauftrag, der "unter der Hand" erledigt werden soll? Man diesen anfängt und dann sowas hört? Siehe oben.
Mit dem das aufreibende Telefonat mindestens so lange gebraucht hat wie ich gebraucht hätte, um die Arbeit zu machen?
*haarerauf* ...
Okay, okay, - alles ganz easy - der nächste Kunde kommt bestimmt.
Kein Thema, ich kann ja zukünftig wirklich jeden zweiten Kunden bei dem ich schon im Vorfeld Merkwürdigkeiten spüre, absagen.
Kann ich, klar.
Lustigerweise hat das mal vor Jahren eine Frau mit mir gemacht. Schauspielerin und Reiki-Meisterin, die von sich offenbar glaubte die Erleuchtung mit heugabeln - äh - Lichtnahrung mit 1000 Watt gegessen zu haben ... Mich zur Präsentation bestellt in ein Café. Ich hatte mein Portfolio nochnichteinmal aufgeschlagen, da sagte sie: "Weisst du - ich sage es dir ganz offen - mit dir kann ich nicht arbeiten. Ich spüre da ganz schlechte Energien." Sie drückte es vermutlich noch etwas esoterisch-exaltierter aus, ich erinnere mich nicht mehr genau. Stand auf, bezahlte ihren Chai-Tee - der damals noch keineswegs üblich war in den Cafés - und ging stolzen Hauptes.
Und dann war da noch jüngst ein Auftraggeber - aus einem Kollektiv von vieren, mit denen ich an sich sehr gerne zusammenarbeite bis jetzt, der meinte:
"Du MUSST ja selbständig arbeiten! Und selbständig entscheiden WER Priorität hat von uns!"
Und wie sich später dann herausstellte, definitiv MEINTE: "Entscheide DU, wer Priorität hat, aber wenn das die anderen sind und nicht WIR, dann bin ich sauer."
hach, ich LIEBE meinen Job ....
Ideenjongleur - 18. Nov, 21:10


Du bist wirklich nicht zu beneiden um deinen Job...
Meine Bücher beschweren sich wenigstens nicht...
Liebe Grüße
Aurisa