Gustav im Museum für Angewandte Kunst, Köln - oder Wiener schmähn
Sie ist jung, sehr klein, sehr dünn, sehr süß, sehr hip wie sie die Synthie-Regler bedient, sich mit süß gekräuselter Stirn über ihr Laptop beugt - oder bräuchte sie bloß ne Brille? - und ich verstehe ihre Witze nicht. Sie scheint Pointen setzen zu wollen - und: keiner lacht. Nun.
Die kleine Eva aka Gustav trägt zwei Pferdeschwänzchen und bewegt zu den phhhftsch-phhfsch blubber plitsch Geräuschen, gemischt mit respektablem Eklektizsmus aus James-Bond Jazzika und immer irgendwie bekannt vorkommenden Intro-Loops als käme da gleich ein bekanntes Stück - lässig ihren Kopf vor und zurück wie ein Huhn das Futter aufpickt. Der DJane Habitus wirkt wie eine zu grosse Klamotte an ihrer lieblichen Figur.
Es könnte ein elektronisch reduzierter Brecht Song werden oder eine Ahnung eines asthmatischen Tangos oder Fragmente aus einem Synthie-Musical und bevor sich dieser Eindruck verfestigt ist er auch schon wieder weg. Alles interessant, ja, das irgendwie schon - eine scheinbar unmögliche Mischung aus Bekanntem und Innovation. Vielleicht ist es das, was die vielbepriesene "Queerness" ausmacht - denn lediglich ein Mädchen dass sich Gustav nennt und in ein Megafon mit viel zu variantenloser und schwacher Stimme, die nebenbei leider ohne zuverlässig funktionierendes Mikro nicht funktioniert und den Kopf bewegt wie ein hipper DJ - gemeinhin Männer - mit einer mädchenhaften Stimme piepst reicht nicht. Vielleicht ist mir auch wirklich was entgangen, denn die Texte sind obwegen des stimmlich dürftigen Gesangs plus miese Anlage wirklich unverständlich obwohl (oder gerade?) weil ich in der zweiten Reihe stehe.
So bleibt die rührende Kleimädchenhaftigkeit und ein leichtes Amüsement in die sich ein bischen Fremdschämen mischt, wenn sie versucht mit dem Publikum zu interagieren. Nein, nicht alle sind wegen ihr gekommen, die lange Schlange zur Ausstellung nebenan führt nunmal leider quer im Hintergrund durch das Foyer des Museums. Ignorieren wäre meiner Ansicht nach besser gewesen als sich unbeholfen und ohne echte Pointe über die Besucher die dort stehen und nicht zu ihr wollen lustig zu machen. Geht gar nicht. Find ich.
Was gut geht: die interessanten Ansätze des Mixings. Ich bin ja jetzt beileibe keine Dj-Culture Kennerin und elektronische Musik ab 1999 aufwärts findet sich keine unter meinen etwa 1200 CDs, allerdings für Interdisziplinaritäten bin ich meist offen. Dazu würde ich sogar tanzen, das will was heissen. Das geht also einigermassen gut.
Was ich insgesamt davon halten soll, weiss ich allerdings auch noch nach Ende nicht. Was gar nicht geht, erst recht nicht wenn man nicht Top-Act ist - über die Location wo man auftreten darf - gerade wenn es das drittbedeutendste Museum am Ort ist - herziehen. Oder ist das der vielgerühmte Wiener Schmäh? Versteh ich auch nicht.
Also insgesamt zuviele Fragezeichen um sie und ihn wirklich gut zu finden. Mhm.
Die kleine Eva aka Gustav trägt zwei Pferdeschwänzchen und bewegt zu den phhhftsch-phhfsch blubber plitsch Geräuschen, gemischt mit respektablem Eklektizsmus aus James-Bond Jazzika und immer irgendwie bekannt vorkommenden Intro-Loops als käme da gleich ein bekanntes Stück - lässig ihren Kopf vor und zurück wie ein Huhn das Futter aufpickt. Der DJane Habitus wirkt wie eine zu grosse Klamotte an ihrer lieblichen Figur.
Es könnte ein elektronisch reduzierter Brecht Song werden oder eine Ahnung eines asthmatischen Tangos oder Fragmente aus einem Synthie-Musical und bevor sich dieser Eindruck verfestigt ist er auch schon wieder weg. Alles interessant, ja, das irgendwie schon - eine scheinbar unmögliche Mischung aus Bekanntem und Innovation. Vielleicht ist es das, was die vielbepriesene "Queerness" ausmacht - denn lediglich ein Mädchen dass sich Gustav nennt und in ein Megafon mit viel zu variantenloser und schwacher Stimme, die nebenbei leider ohne zuverlässig funktionierendes Mikro nicht funktioniert und den Kopf bewegt wie ein hipper DJ - gemeinhin Männer - mit einer mädchenhaften Stimme piepst reicht nicht. Vielleicht ist mir auch wirklich was entgangen, denn die Texte sind obwegen des stimmlich dürftigen Gesangs plus miese Anlage wirklich unverständlich obwohl (oder gerade?) weil ich in der zweiten Reihe stehe.
So bleibt die rührende Kleimädchenhaftigkeit und ein leichtes Amüsement in die sich ein bischen Fremdschämen mischt, wenn sie versucht mit dem Publikum zu interagieren. Nein, nicht alle sind wegen ihr gekommen, die lange Schlange zur Ausstellung nebenan führt nunmal leider quer im Hintergrund durch das Foyer des Museums. Ignorieren wäre meiner Ansicht nach besser gewesen als sich unbeholfen und ohne echte Pointe über die Besucher die dort stehen und nicht zu ihr wollen lustig zu machen. Geht gar nicht. Find ich.
Was gut geht: die interessanten Ansätze des Mixings. Ich bin ja jetzt beileibe keine Dj-Culture Kennerin und elektronische Musik ab 1999 aufwärts findet sich keine unter meinen etwa 1200 CDs, allerdings für Interdisziplinaritäten bin ich meist offen. Dazu würde ich sogar tanzen, das will was heissen. Das geht also einigermassen gut.
Was ich insgesamt davon halten soll, weiss ich allerdings auch noch nach Ende nicht. Was gar nicht geht, erst recht nicht wenn man nicht Top-Act ist - über die Location wo man auftreten darf - gerade wenn es das drittbedeutendste Museum am Ort ist - herziehen. Oder ist das der vielgerühmte Wiener Schmäh? Versteh ich auch nicht.
Also insgesamt zuviele Fragezeichen um sie und ihn wirklich gut zu finden. Mhm.
Ideenjongleur - 2. Nov, 15:12

