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Mittwoch, 13. Februar 2008

Aus der Stellenangebotshölle - Lust auf 36 Monate Praktikum mit Ausbildung?

Gut zu wissen, dass die Voraussetzung für ein 36-monatiges PRAKTIKUM (!!!) eine fertige AUSBILDUNG ist ... Bitte, bitte lass es sich dabei um einen GROSSEN IRRTUM*** handeln ... leider fürchte ich, dass das ernst gemeint ist ...

Praktikum Mediengestalter/in
Jobweventi ist eine aufstrebende Kreativ-Agentur in Hamburg. Unser kreatives Arbeitsumfeld bietet noch einen Praktikantenplatz für eine/n angehende/n Mediengestalter.

Wir suchen dich für 36 Monate als Praktikanten/in, wenn du engagiert und neugierig bist, ein gutes Auge für Details, sowie viel Spaß an Grafik & Gestaltung hast und bei uns im Team mitarbeiten willst.

Wir erwarten:

(ausgebildete/r) Mediengestalter/in oder Grafik-Design-Student/in
fit in den gängigen Programmen Photoshop, InDesign, Illustrator, Freehand

und MS Office-Anwendungen
solides DTP-Basiswissen
Zuverlässigkeit und Sorgfalt
Selbstständigkeit, Engagement und Lernbereitschaft

Wir bieten:

vielseitige Projekte
einen Platz in einer jungen, erfolgreichen und stetig wachsenden Agentur
und die Aussicht auf einen Job als Junior-Grafiker.

Wir freuen uns auf Deine Bewerbung per Post oder als.pdf via E-Mail mit:

Lebenslauf mit Bild
Auszüge aus einer Mappe


... und ich erinnere mich, dass mich letztes Jahr mein Arbeitsamtsberater - äh - Fallmanager nachdem ich ihm eine Möglichkeit zu arbeiten antrug, völlig selbstverständlich meinte: "Aha. Und da wollen Sie nun PROBEarbeiten?"
"Nein, wieso probe-?"

In solchen Momenten überlege ich ernsthaft auszuwandern.
Weg. Weit weg. Irgendwo, wo Fachqualifikation noch wertgeschätzt wird.


***Ergänzung: ... und es HANDELT sich um einen IRRTUM! Wie mir gerade ein Ansprechpartner der Agentur postwendend auf meine charmant-provokante Anfrage schrieb. Ein erstes Ausatmen folgt also ...

Freitag, 27. April 2007

Vom Lügen und Betrügen. Oder: Die Uraufführung findet ohne mich statt.

Von seiner Raffinesse hätte auch ich gerne ein Stück. Von seiner dadaistischen Charmanz zuweilen auch. Von seiner Phantasie Geldverschwendungen zu begründen und sich so auszudrücken, dass es für jeden, der zuhört so frei interpretierbar ist und der einen Partei ein Hü der anderen ein Hott sein kann habe ich anscheinend zu wenig.

Künstler müßte man sein. Dann dürfte man all die Lügen, die man anderen auftischt sogar selber glauben. Muss sie vielleicht sogar um ruhig schlafen zu können. (Und aus selbstschützerischen Gründen gibt es zu jenem aktuellen Sachverhalt noch nicht einmal einen versteckten Link.)

Welcome back to Arbeitslosenstatistik. Immerhin eine erfreuliche Zeit in meiner Lieblingsstadt.

Aber heutzutage braucht man selbst noch nicht mal Künstler zu sein, um sich korrupt zu verhalten: Letzte Woche bereits hat sich der Geschäftsführer von Anubis selber angezeigt. Deren Marke typhoon dürfte allgemein bekannt sein.

Warum ich das erwähnenswert finde?
Vor ein paar Monaten saß ich - sogar zweimal - eben jenem gegenüber, man erwog eine neue Stelle zu schaffen, irgendwo zwischen "PR und so". Nun bin ich zwar nicht "so geschockt" wie sein Mitgesellschafter , läßt es mich doch erleichtert zurück - wer will schon einen PR-Job bei einer Firma, die noch in der eigenen Probezeit in eine derartige Situation gerät? - dafür aber auch schwer nachdenklich.

Deren Wunsch nach drei (!) "kleinen Arbeitsproben" konterte ich mit Durchführung der einen die den namen "klein" tatsächlich verdient hat und einem schriftlichen Angebot. Natürlich bin ich bereit ein Navigationsgerät zu testen, eine Usability-Analyse durchzuführen und aufbauend auf derselben mal "so ein paar Icons" zu entwerfen, anhand von so ein paar Beispielseiten die Benutzeroberfläche des Navigationsgerätes mal neu zu entwerfen - aber alleine die Vorrecherche zu dieser Aufgabe sprengt meiner Ansicht nach bei weitem eine "Arbeitsprobe".
"Unverschämtheit" nannte das damals ein Freund. Dem ich damit eine wunderbare Idee für einen Artikel lieferte: Die Praxis gewisser Firmen sich durch als "Arbeitsprobe" getarnte Ideensammlungen Vorteile zu verschaffen.
Muß ich da noch erwähnen, dass diese Firma weder Fahrtkosten erstattet hat, selbst bei der zweiten Einladung nicht, noch meine umfangreiche Bewerbungsmappe je zurückgeschickt hat?

"Sie sind vermutlich SEHR gut" sagte mein Seit-gestern-Ex-Chef zu mir, "aber Sie passen nicht zu uns."

Richtig.
Ich bin weder devot noch korrupt raffiniert genug für diesen Job.

Donnerstag, 5. Oktober 2006

Verpeilt Verpeilter Am Verpeiltesten

Gestern: es war einmal und ist mein Kunde, ich nenn ihn mal Tom Geller, dem ich drei Logoentwürfe zeige. Besprochen war und ist eine typographische Lösung gewesen. Zwei Ideen sind klasse, eine die klassische Rausschmeißidee. Man kennt das ja: immer nett, wenn der Kunde was ablehnen darf. Und wer's nicht kennt: nicht weitersagen.
Die zwei guten sind richtig gut. Witzige Lösung, rein typograhisch, weil sich mit den Buchstaben so schön spielen läßt, visuell passgenau auf sein Existenzgründungsvorhaben. Alles aus einem Guss. Er, nachdem er meine drei Ideen mit einem freudigen "originell" bedacht hatte, kratzt er sich am Kinn und meint: "Also, ämmmmm .... ich hab ja eigentlich noch einen Zweitnamen ... ich heiße ja richtig Tom Antonius Geller ... und der Antonius muß da ja eigentlich mit rein ... " Stellvertretend für meine Zähne kralle ich meine Hände um die Tischplatte und bin entsetzt. "Das geht nicht" möchte ich stammeln, doch "geht nicht gibts ja nicht", ich weiß. Und jetzt? Gehe zurück auf Los, ziehe keine 2000 ein ... ? Okay, er braucht Bedenkzeit ....

Heute morgen: Präsentation in einer Marketingabteilung einer mittelständigen Firma von der ich bis auf ein Kurztelefonat mit der Grafikerin wenig weiß, was sich - so wie mir gesgat wird, heute eben ändern soll. Die Marketingleiterin stellt sich mir vor und fragt: "Und? Welche Gedanken haben Sie sich zum neuen Konzept XYP gemacht? Ich sehe, Sie haben was dabei?" Ich: "??? - Äm - ja, ich habe meine Mappe dabei. Ich zeig Ihnen gern Arbeitsproben!" "Nein, ich meine, Sie haben sich doch diesen jenen bestimmten Webauftritt angeschaut und das Logo ja auch und was würden Sie uns denn da vorschlagen?" Ich: "??????? Was meinen Sie denn?" Sie: "Ach? ... Sie haben doch von Frau H. - (Blick zur Grafikerin) - meinen Vorschlag weitergeleitet bekommen, dass wir das heutige Gespräch schonmal so nutzen, dass Sie uns was zeigen ... ?" Grafikerin blickt etwas verstört: "Oh! Neeee - hab ich so nicht verstanden .. also - nein. Ich hab ihr nix geschickt." Marketingleiterin: "Und was machen wir dann jetzt mit Ihnen? Heute? Hier ... ?" Und jetzt? Gehe zurück nach hause und arbeite mal wieder für lau.

Heute abend, Anruf desjenigen Menschen, bei dem ich mich möglicherweise fortbilden werde. Nach der letzten Besprechung war man sich per Du, die letzte Mail an ihn dementsprechend auch per Du. Nach 5 Sätzen wechselt er plötzlich zum "Sie" Zuerst dachte ich an einen grammatischen Fauxpas, dann an einen Hörfehler und dann war das Gespräch auch schon wieder zu Ende ohne dass ich ws dazu gesagt habe. Und jetzt? Gehe ins Bettchen und schlafe gut, du.

Montag, 14. August 2006

Die Schlange beißt sich in den Hintern

Wer kein Geld hat, suche sich einen Job.
Wer keinen Job hat, suche im Internet.
Wer im Netz zu Hause ist kennt Fachstellenmärkte.
Wer die Fachstellenmärkte regiert, mache sie kostenpflichtig.
Für die Suchenden.

Wie the hell finde ich mich damit ab, dass meine gesamte Ausbildung, mein Studium für die Katz war???

"Hör auf zu kämpfen" sagte mir gestern eine Freundin. Und: "Es ist wie es ist".
Klar, es muß ja auch Looser geben.

Ein Scheißgefühl mir noch nicht mal mehr den Blick in den gewünschten Stellenmarkt leisten zu können.

Dienstag, 13. Juni 2006

twoday

und tomorrow und tomorrow und nochmal tomorrow:
Vorstellungsgesprächstourismus.
Das wäre doch mal ein Produkttipp für die deutsche Bahn in Kooperation mit dem Arbeitsamt! Und nebenbei: genauso wenig wie ich mich allzu starkem Make up und Verkleiden verweigere, hat diese Trantüteninstitution mit Bürokratiereitern leider den Namen Agentur nicht verdient.

Zwischenbilanz nach 4 Gesprächen quer durch die Republik: inhaltlich steh ich gefühlsmäßig ganz gut da. Örtlich und vor allem menschlich ist spontan leider noch nichts dabei, wo ich sofort und auf der Stelle anfangen MÖCHTE.
Befürchtung: ich werde keine andere Wahl haben als eine der Stellen anzunehmen, wenn sie sie mir anbieten.

Fazit:
Es geht weiter - ob es voran geht sei noch dahingestellt.

Montag, 13. Februar 2006

Verdammt

Das Leben macht es mir gerade mal wieder schwer mich gut und fähig und richtig zu fühlen.
Kaum einen Nebenjob angefangen - und das die ersten zwei Tage sehr erfolgreich (Telefonakquise), die nächsten drei weniger - schon wieder gefeuert! Es lohnt sich nicht für beide Seiten und so weiter blah blah ...

Ich bin ja gerne bereit noch dazuzulernen und war ja nicht zuletzt bei meinem letzten Callcenterjob sogar mal Mitarbeiterin der Woche und mehrfach im Team der Woche - aber wenn man mir so gar nicht die Chance gibt und alle Welt (mir ist gerade nach Generalisieren *lach) erwartet dass man nach insgesamt 15 h Arbeiten - das sind ja nochnichtmal zwei ganze Tage!!! - sofort und immer und stets vollste Leistung bringt, wenn man dann auch noch zu wenige Adressen bekommt, um überhaupt mengenmäßig die Erwartungen zu erfüllen, dann weiß ich das einfach auch nicht mehr. Ja, ich hatte mich bei den letzten beiden Schichten schon über mich selber geärgert, dass es nicht so gut lief, aber alle meine Freunde trösteten mich und die kennen das ja schon, dass ich dazu tendiere oft grau zu sehen, wo es sich um normale Abs, die gleich wieder von sonnigeren Aufs aufgefangen werden, handelt. Dass diesmal schwarz wirklich schwarz ist, wird wohl auch sie überraschen.

Ich brauche einen Job! Oder einen so schicken lukrativen Auftrag wie im September!

Freitag, 24. Juni 2005

Herzlich Willkommen in der Arbeitslosenstatistik

... und ein sehr faires Gespräch später darf ich mir ab sofort wieder nicht nur Gedanken machen, sondern auch sofort aktiv werden, um mich darum zu sorgen WIE ich schnellstmöglich und spätestens ab August an einen neuen Job komme.

Meine heutige Motivation: ziemlich unten.

Wäre gestrige Nacht nicht gewesen, hätte mich das total umgehauen.
Doch auch das Glück steht auf wackeligen Beinen, ich fühle es sehr deutlich.
"Sei nicht allzu traurig" sagte man mir.
das Fallen verschiebe ich auf später.

Ab sofort wieder frei.
Wie gut, dass ich noch keine neue Wohnung gefunden habe.
Wie gut, dass ich jetzt doch wieder gen Rheinland Ausschau halten darf.
Wie gut ich gelernt habe mir Glück einzureden.

Vielleicht klappt es ja diesmal. Das Einreden.

Ach scheiße.

Samstag, 18. Juni 2005

Vom Redigieren

Redigieren als notwendigen Arbeitsschritt begreifen lernen. Nicht als selbstzweiflerisch zerfressende Kritik.

Samstag, 2. Oktober 2004

Auf Wiedersehen

Aller äußeren Frustrationen zum Trotz, ich hab gerne mit euch gearbeitet. Auch wenn deine nordische Kühle nochmal ein paar Grade runtergeschraubt wurde durch die Kleine der Welt und vermutete Liebesverwicklungen, ich würde mich freuen später, wenn Gras über die Sache gewachsen ist mit dir einmal darüber reden zu können. Du hast nie gesagt, daß dir meine Arbeit gefällt; das ist mir schon beim Vorstellungsgespräch merkwürdig aufgefallen. Ganz so als müßtest du jedwede persönliche Regung verbergen. Du schautest genau hin, hörst genau zu und das von dir ausgesuchte Abschiedsgeschenkt zeugt von echtem Zuhören. Danke dafür! Und doch hatte ich ein bischen das Gefühl, ich hab in der letzten Zeit einfach ZU viele Fehler gemacht, die du ausbaden mußtest. War zu passiv. Wie kann ich auch aktiv sein, wenn da keine Anknüpfungspunkte sind? Es ist so spannend zu beobachten wie Privates in Geschäft hineinragt. Wenn dann aber handeln angezeigt wäre, weiß ich nie was zu tun, zu sagen sei.

Meistens stimmen mich Abschiede traurig oder sentimental. Hier gehe ich mit einem Aufatmer; ich darf nocheinmal an IHN erinnern. In jenem UMFELD zu arbeiten ist grandios und sicherlich, auch wenn es nur befristet war etwas worauf ich stolz sein kann. Wäre nun der Verdienst proportional zum Ruf der Institution hätte ich keine solchen Finanzprobleme...

Es kamen einige auch entferntere Kolleginnen zum Auf Wiedersehn-Sagen in unser Büro am. Eine Aushilfe kam sogar extra vorbei obwohl sie donnerstags nie da ist, das hat mich besonders gefreut. Ich erwartete nichts, gar nichts und wurde doch noch zum Essen eingeladen; wenn auch die Gästeauswahl mir eher wie die Clique von ihr erschien denn derer, mit denen ich mehr zu tun hatte. Ichhatte aber auch einfach keine Lust etwas zu organisieren, wußte nicht was in so einer Situation üblich ist. Später kamen noch die Herren von der EDV vorbei, mit denen ich oft herumgeflachst hatte und die seit kurzem ein Büro uns gegenüber bezogen hatten. Einer, ein typischer sehr sehr stiller Informatiker vermutlich und Schnäutzer zur Jeans-Träger, der schnell rot wird und eigentlich nie mehr als Smalltalk betreibt sagte plötzlich: "Ich werde Ihr Lachen vermissen." und da, in diesem Moment wurde mir bewußt, daß mir all das auch ganz schön fehlen wird. Dieser Satz von einem ansonsten so schüchternen Menschen war ein echter Sonnenstrahl, Wärme. Mit drei Blumensträußen beladen verließ ich das Haus und hatte das ganz sichere Gefühl, daß das nicht das letzte Mal ist. Sehr seltsam.

Freitag, 10. September 2004

Extrem fit, extrem jung und extrem extrem

Ich wünsche mir: einen Spamfilter bei Newslettern für Stellenangebote. Das Wort "extrem" wäre an erster Stelle.
Und Rechtschreibfehler in Stellenanzeigen gehen nunmal gar nicht.
( copy and paste )
Suche: Junior Art Director:

Unsere Anforderungen:
- 25 Jahre
- Ausbidung zum Werbekaufmann o.ä.
- 4 Jahre Berufserfahrung im Direktmarketing
- konzeptionsstark
- klassische Erfahrung
- Querdenker
- flexibel
- neugierig auf neue Themen
- hoher Anspruch an Creation
- sehr erfahren in der Druckvorstufe
- extrem fit in gängiger Software (Quark, Photoshop)
- Online-Erfahrung wünschenswert


Außerdem: mir gehen Werbeabzeigen in Stellennewslettern, die sich als Stelle tarnen ganz gehörig auf die Nerven. Wollte ich nur mal gesagt haben.

Mail to

ideenjonglieren "at" web (dot) de

Also ich finde ...

 

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Hellmut Lützner
Wie neugeboren durch Fasten

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