aufraeumen

Dienstag, 30. Dezember 2008

Wenn du stolperst immerzu, binde deine Schuhe zu.

Ich mag nicht:
Freunde, die vier Wochen abtauchen und man sich sorgt. Also, einer. Unnötig übrigens.
Noch mehr Freunde, die abtauchen. Eine.
Träume von Erdbeben. Einem. Auch das reicht.
Warten, dass sich jemand bestimmtes meldet.
Ins Grübeln bringende teuere Geschenke von einem, der mir noch vor ein paar Monaten schrieb wie glücklich er sei eine Frau mit Geld gefunden zu haben. Nach mir.
Dass meine Heizung blubbert und blubbert und blubbert und trotzdem nicht richtig warm macht.

Ich mag:
Mein gemütliches zuhause. - Von der Heizung abgesehen.
Dass die kabarettreifen haaresträubenden Maildialoge, die ich mit Amazon führte, nun endlich in ein Angebot mich anzurufen geführt haben.
Berlin. Die Berliner. Einen. Ich weiss nicht, wenn doch - ach ja. Vielleicht.
Den kreativen Input der letzten Zeit. Mehr davon. Und mehr Zeit was draus zu machen.
Die Anstrengungen von Weihnachten so schnell vergessen zu können und wieder hier zu sein.

Warum? - siehe: Ich mag nicht:
Immer noch an meiner Steuererklärung 2007 sitzen (ja, es ist viertel nach drei) und wichtige Belege nicht wiederfinden.
Immer noch warten, dass sich jemand bestimmtes meldet und - diese Fragezeichen in my head and heart ....
Zu wenig Zeit haben.
Viel zu wenig küssen.

Dienstag, 18. März 2008

Automatensalat mit Layoutautomat

hach, ich liebe ja Kunden, die keine Ahnung haben und offen sind für Beratung. Mal sehen wie weit deren Offenheit geht, wenn ich morgen darüber rede, dass deren "Ach, wir wollen bloß eine Setzerin, die den Katalog von Quark in InDesign überträgt" aufgrund erfragter Bedürfnisse nun die Dimension eines kompletten Publishing-Projektes annimmt. Und ob ich das wuppen kann. Denn Zeilenknecht mag ich nicht spielen. Oder Layoutautomat. Alleine kann ich das sowieso vermutlich nicht managen. Deshalb eine Rundfrage gestartet. Und eine zügige Antwort bekommen. Alte Anknüpfung aus der Vergangenheit. Merkwürdiges Gefühl. An ihm direkt liegt es nicht. An seinem besten Freund, den ich stets mit ihm mitdenke und -fühle.

Sehr seltsam wie sich das energetisch anlässt gerade. Seit ich einige Fäden gekappt habe - und es tut nochnichtmal weh - beginnen Dinge sich zu sortieren. Und seit ich hier weggehen will, gibt es wieder mehrere kleine Optionen. Heute bei meinem Telefonjob gefragt worden, noch einen weiteren Telefonjob zu machen; ein Bekannter sucht eine Printgrafiker, jenem habe ich noch nichts geschickt, und jenem auch nicht. Ein schönes Telefonat liess mich hoffentlich davon überzeugen, meinen Notjob bald schon wieder aufgeben zu dürfen und auch ab dann eben nicht mehr täglich zwei Stunden in der Bahn zum 6h arbeiten verbringen zu müssen - von der teueren Fahrkarte ganz zu schweigen.

Ich traue dem Frieden noch nicht ganz. Andere Fäden kleben noch aneinander wie die Tomaten im Automatensalat, die da hoffentlich nicht reingehören.

Es ist bald April. Und ich hab erst jetzt das Gefühl, dass 2008 anfängt.

Montag, 30. August 2004

Groß im Ignorieren

war ich eigentlich nie.

Doch das letzte Wochenende ignorierte ich einfach:
1. die Aktivitäten bezahlbaren Wohnraum hier zu finden
2. die unbezahlten Rechnungen und die Bankdrohungen
3. die Behörden allen voran das Finanzamt, die einfach nicht kapieren, daß ich nicht mehr selbständig bin
4. die Notwendigkeit ab Oktober einen neuen Job zu finden
5. das Buch welches darauf wartet sich in meine Gedanken zu schrauben über Themen, die mich bestimmt weiterbringen werden
die Gedanken zum Thema Beziehung
6. meine dreckige Wäsche
7. meine Gesundheit
8. daß ich auf Kaffee keinen Rotwein vertrage
9. (*hust)

Sonntag, 4. April 2004

In alten Notizen wühlen

In alten Notizen wühlen, weil man sonntags nichts besseres zu tun hat, unverliebt, in einer Stadt wo Menschen zum Auftauen so lange brauchen wie ich wahrscheinlich hier arbeite. Im Hintergrund läuft Viva, nie hätte ich gedacht, daß mich es mal wieder nach jahrelanger Fernsehabstinenz erfreut Videoclips zu schauen. Und obwohl ich mit Eminems Musik nichts anfangen kann ist sein neues Video wirklich amüsant.

Eine Band sollte so heißen: "The never invited guest comes too late" (Maybe that might be me)

Mittwoch, 18. Februar 2004

Welches Buch/Tagebuch in gedruckter Form ist für dich die Mutter aller Bloggs?

Daß Peter Handke früher richtig interessantes Zeuch geschrieben hat bevor er meinte Politik machen zu müssen mußte ich beim Aussortieren meines Bücherregals feststellen.

"Das Gewicht der Welt - Ein Journal" hat mich noch vor der "Publikumsbeschimpfung" aufs äußerste fasziniert und ich begann mehrfach Notizbücher anzufangen, Kalender gar, in die ich jeden Tag mindestens eine Beobachtung schreiben wollte. Wie er. Gut versteckt vor allen Einsichten. Irgendwann kapiert, daß ich genau sowas eigentlich gewünscht hätte. Heimliches Lesen.

Präumzugsaktivitäten: Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kartönchen. Wer mag mir beim Umziehen helfen?

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Also ich finde ...

 

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Hellmut Lützner
Wie neugeboren durch Fasten

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