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Sonntag, 2. November 2008

aus der Reihe "Lesefehler" Ja, ich willige unter den o.a. Bedingungen ein und nehme am Gewinnverlust* teil.

buahahahaha .... - fast hätten sie mich gekriegt. Klickte ich doch gerade auf ein Gewinnspiel, bei dem es immerhin "6 Monate freies Einkaufen im Supermarkt Ihrer Wahl" zu gewinnen gäbe:

"Die weitere Übermittlung und Verwendung meiner Angaben für Marktforschung sowie für Werbung per Post, Telefon und per E-Mail, die meinen erkennbaren Interessen entgegenkommt, wird auf Unternehmen und Organisationen aus den nachfolgend genannten Branchen beschränkt:

Verlage, Adress- und Versandhändler, Finanz- und Telekommunikationsdienstleister, Markenartikelhersteller und -händler, Gewinn- und Glücksspiele, Reise und Tourismus, Gesundheitsvorsorge, Energieversorger, Versicherungen, Pharma- und Kosmetikunternehmen, gemeinnützige Vereinigungen, Fahrzeughersteller und -händler, Bekleidungs- und Elektronikeinzelhandel, Marktforschungsunternehmen, Berufs- und Weiterbildungsinstitute."

*natürlich stand da "Gewinnverlosung" und beim Lesen des Kleingedruckten stehts dann natürlich geschrieben: es sind pro Monat maximal 100 EUR. Haha. Wär ja zu schön gewesen.

Für läppische 600 EUR in sämtliche Adresshändlerkarteien geraten? Das ist aber zu billich meine Herren ...

Hab mir übrigens vor ein paar Tagen mal überlegt, als mir wer die Frage stellte "Was würdest mit 100.000 EUR machen?" und gab nach kurzer Bedenkzeit folgende Antwort: Knapp über Hälfte erst mal anlegen, so 15.-20.000 Mama und Papa schenken, vom Rest Schulden begleichen, mein Computerequipment updaten und mir eine Reise nach Japan spendieren. Oder zwei drei Monate in Montreal verbringen.

"Spiel doch Lotto!" sagtest du zu mir und ich lachte.
Von nix kommt nix, ich weiss.

Donnerstag, 11. September 2008

Knetbuchstaben oder Ich backe mir meine Meinung

Heisse Sache und gar arg bedenkenswert:
ein

!


zu lange erhitzt und ein bischen um die Ecke gebogen wird ganz schnell zu einem

?

Mittwoch, 27. August 2008

Das ist Schiebung

Bilder zurechtrücken, die man sich macht von wem
ist wie Kulissen schieben.
Das schöne ist, du siehst ein bischen dahinter.
Das seltsame: Es ist doch so anders als von vorn.

Samstag, 23. August 2008

Zugegeben oder "JETZT oder NIE" (Gisbert zu Knyphausen singt)

Ich hätte gerne meine Hand in deiner halten lassen.

"Trägst du Kontaktlinsen?" fragtest du und "Nein," sagte ich "meine Augen glänzen nur" sagte ich auch - und "weil ich gleich weinen muss" sagte ich nicht.

Weil das Weinen hätte gar nix mit dir zu tun gehabt hat. Ich ziehe meine Hand zurück und deine streift nur noch meinen kleinen Finger.

Du hast mein Jetztgefühl verdient. Nicht eine katalysierte Konserve eines 21 Jahre alten Gefühls. Angeknipst von dem Song auf den ich Bühnenweinen gelernt habe. Diesen Song, den ich seit mindestens 8 oder 9 Jahren nicht mehr in der Öffentlichkeit gehört habe.

Ich ziehe meine Hand zurück.
Später - keine Handhaltesituation mehr.
Dann wäre ich ja diejenige gewesen, die den Mut aufbringen müsste die Tischzentimeter dazwischen zu überwinden.

Ich habe keine Ahnung ob du das vestanden hast und nicht auf dich bezogest.
Ich habe nur eine vage Ahnung, dass es beim nächsten Mal anders sein könnte.

Es gibt also nie ein jetzt ODER nie.
Zeit ist etwas tolles. Zeit ist mein Freund.
Immer. Das ODER zwischen Jetzt ODER nie.

Dienstag, 25. März 2008

Ein Geschenk ist ein Geschenk

und weder Machtspiel noch Belohnung für erwartungskonformes Verhalten.

Ich danke denen, die groß genug im Herzen sind, schenken zu können.
Spüre ein bischen wehmütig dem letzten Jahr nach und grinse über jenes Buch von Ichweissschonwem.

Sonntag, 4. November 2007

On finding the right moment

Why are there photographers who only then take a picture, when there was a witty spoken word in the discussion?

I'd like to make a double-blind-test of the possibilities to recognize a difference in the photos themselves.

Freitag, 8. Juni 2007

Aus der Reihe absurde Tätigkeiten

Eine Mail erst am nächsten Tag absenden, damit keiner auf die - zutreffende - Idee kommt, dass man sie nachts um halb fünf zu Ende geschrieben hat.

Montag, 30. Oktober 2006

... Ich will keine Schokolade ... sondern solche Klamotten

Ah - die Franzosen! Schmunzlige Idee: die Shoppenboys.
Von hinten sehen die da auf der Vorderseite ja noch ganz lecker aus. Aber seit wann sind Bärte wieder in? Ich meine solche Bärte? Das kratzt und scheuert und frau kennt das ja.

Und was wenn das nun auch nach Deutschland überschwappt? Man stelle sich vor - soviele neue 1 EUR-Jobs! Ich meine, das /ist/ doch in der Tat Arbeit für einen Mann. Eine echte Herausforderung dabei zumindest so zu tun als wäre das reine Freude. Ich mein, ich wollt ja eh immer einen, der gern shoppen geht, der zumindest dem Gedanken zeitweilig etwas abgewinnen kann und einen Blick hat für ästhetische Anzüglichkeiten. Im Gegensatz zu meiner gestrigen Theaterbegleitung, dessen Kommentar beim Vorbeigehen an einem Mieder- und Dessousladen in etwa wie folgt in seinen Bart reingenuschelt war: "Also, ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Läden, die SOLCHE Klamotten verkaufen überleben können!!!"

A (-Sag mal, in was für einer Welt bewegst du dich denn? Okay deinem Parka, Outdoordrang, Job und
absolut asexueller Ausstrahlung nach zu schließen in einer grauer Rippstrickwelt mit ohne
Gummibündchen, oder?)
B (-Was glaubst duuuuu, was ich drunter trage?)
C (-Ich auch nicht.)

Freitag, 7. Juli 2006

Verheizung

Es riecht komisch. Nach einer dir unbekannten Nuss vielleicht. Ein bischen stechend und etwas Ekliges nach röstfrischen Körperausdünstungen von Vorgestern mischt sich rein.

In der Nähe des Fensters ist es stärker. Du schließst das Fenster. Der Geruch breitet sich aus. Müdigkeit breitet sich aus und du knipst deine Nachttischlampe aus, die eigentlich keine ist und die auf der Heizung vor der Fensterbank noch keinen optimalen Platz gefunden hat, als es mit dem Verglühen des letzten Lichtes kurz brizzelt, ein Knistern hörbar wird und ein leichtes "Kleck" läßt dich zusammenzucken. Dabei wäre jetzt schlafen so nötig. Trotz der Hitze, die aus deinem Laken eine Heizdecke zaubert, die du nicht bestellt hast. "Kleck" und du weißt und schaust genauer hin und du ahnst im Dunkeln auf der Heizung einen dem Geruch nach zu schließen noch viel größeren Körper. Gegrillte tote Motte mit schwarzen Schrumpelflügeln und Augen, in die man womöglich noch gucken kann.

Mittwoch, 10. Mai 2006

Fehler ist nicht immer wenn was fehlt

"Kulturwerbe Rheintal" stand da. Gleich zweimal. In jener wichtigen Präsentation einer ganz formidablen Agentur die der sehr menschlich sympathische Geschäftsführer sogar eigenmündig vorstellte.

Eigentlich sollte es heißen: "Kulturerbe Rheintal". Und eigentlich soll es ja schließlich Werbung machen für die Region. Eine weitere helle Freude für Freud. Erheiterung beim Publikum blieb allerdings aus. Habe wirklich nur ich das bemerkt? Beruhigt bemerkt, dass auch die ganz formidablen Fehler machen. Und trotzdem Pitches gewinnen. Schön sowas.

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Also ich finde ...

 

Vor der Nase

"
Hellmut Lützner
Wie neugeboren durch Fasten

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