denken

Sonntag, 26. August 2007

Home is

where my books papers thoughts are.

Sonntag, 20. Mai 2007

jede Medaille hat drei Seiten

... und schon viel zu lange ... viel zu lange - schreibe ich hier fast nur noch belangloses Zeug, benutze den Blog als Notizbuch, mißbrauche ihn statt als persönlichem als Lagerstätte ausgelagerter Beobachtungen, die immer weniger als mehr mit mir zu tun haben. Zuweilen gefällt es mir wieder die Oberfläche zu erreichen, dann ist es aber als ob da was fehlt.

"Ich muß dir ein Kompliment machen" sagte letzte Woche ein Freund zu mir, in einer Kneipe sitzend.
"Wieso?" fragte ich neugierig.
"Wegen deines Blogs" sagte er und es war dämmrig genug, dass man vielleicht nicht sehen konnte, dass ich rot wurde, zumindest ein bischen. So ist das halt, wenn man bloggt, solcherlei Gespräche kommen vor.
Es ist, als ob bei einer von zahllosen gemeisterten Aufführungen unangekündigt zuviele flüchtige Bekannte im Publikum sitzen und du stehst auf der Bühne und hast plötzlich Angst all das persönliche in deine Rolle zu legen durch die jene erst zum Leben erweckt. Du riskierst DICH zu zeigen, wo du doch DIE ANDERE spielen sollst.

Like him - as well a master of insisting that he is not The Other One, closing himself up exactly by that.
(I'd rather would reply a not-so-nice answer to your sms today, but I shut myself down - ich will nicht "lieb" sein, verdammt, es ist - es ist ...

Cut to the pub-scene above:
Es macht mir in seinem Fall nichts aus, weiß er doch ohnehin das meiste aus erster Hand und noch vieles mehr über das ich nicht schreibe hier, weil ich eben weiß wer noch alles mitliest, egal wie sporadisch. Am Anfang meines Bloggens habe ich die url Freunden geschenkt, auf einen langen schmalen Zettel geschrieben in ein Überrschungsei gepackt, mit der Bitte sie nicht weiterzugeben.

Und doch, zunehmend kann ich es nicht ignorieren, dass es DOCH etwas verändert, eben nur Bekannte als Leser zu haben. Den Trick mich als Kunstfigur zu erschaffen habe ich verpasst. Die Courage weiterhin ein TAGEBUCH zu führen habe ich verloren. Eine neue Form habe ich noch nicht gefunden. ich tue viel zu vieles aus Gewohnheit, stupider Gewohnheit. Ein Jahr ist schon wieder vorbei. Mein Leben rauscht immer schneller an mir vorbei. Ich bilde mir ein ich könnte noch alles tun. das ist ganz großer Quatsch. Abteilung Selbstbetrug.

Und schon viel zu lange tue ich mir schwer IRGENDWAS zu ändern.
Die alten Fahrwege sind so verdammt tückisch.
Der Zug ist abgefahren.

Ist es das? Habe ich deshalb seit drei Wochen diesen hämmernden vorbeifahrenden Zug-Tinnitus, stündlich fast. Will ich euch einfach nicht mehr hören und bin deshalb fast taub auf dem linken Ohr und halb auf dem rechten? Dem mit nun schon zwei verschiedenen Medikamenten nicht beizukommen ist?

Sag mir doch bitte mal jemand was ich TUN kann!

Und du, du lobst mich dafür, dass ich hier so heiter klinge. Du bewunderst meine scharfsinnigen Beobachtungen., meine Aufmerksamkeit und Sensibilität für Kleinigkeiten, meine Sprache - die mir je mehr ich mich vergleiche umso ärmlicher vorkommt, ein ganz normaler Vorgang.

Für einen Moment freut es mich. Für den Abend.
Später fehlt mir etwas.
Es ist bloß ein Teil. es ist immer bloß ein Teil von mir. Dem immer genau das Fehlende fehlt.
Ich bin nicht nur die zwei Seiten einer Medaille.
Ich bin Viele.
And it's amazing how I feel that YOU (and YOU, YOU both) could or even see me already as a whole.

Dienstag, 1. Mai 2007

Ohne mich

"Ein üblicher Vorgang" ohne "ich" ist nur noch ein übler.

Montag, 27. November 2006

Ich will eine Komplizin!

Die ohnehin für ihre übergreifenden Denkweisen bekannte Hochschule für Künste Zürich hat ein neues Forschungsprojekt und nennt es - ganz schweizerisch - "Komplizenschaft".

Dass andernorts geklüngelt wird, lässt die Leserschaft kopfnicken, networking is im Zeitalter des global acting nahezu selbstverständlich und web2.0 tut nix anderes. Die Schweizer machen dann daraus nicht nur ein Forschungsprojekt zwischen den harten Wissenschaftskünsten und der Kunst als Kunst - was sehr zu begrüßen ist - sondern auch eine spannende Veranstaltungsreihe.

Was mich wirklich auflesen lässt ist der Volksaufruf:
"Komplizinnen und Komplizen:
... suchen sich nicht, sie finden sich.
... werden zu Komplizen durch einen Feind, der von dieser Feindschaft nichts ahnt.
... teilen einen Anfangsmoment, der sie in eine Schicksalsgemeinschaft wirft."

Muß man deshalb so oft Streiten, obwohl man das eigentlich zutiefst verabscheut?
Kommen wirklich nur so Seilschaften zum Tragen ... ?
Ergo: jetzt, jetzt geh ich mir also zuerst einen Feind suchen ...

Samstag, 21. Oktober 2006

Sehend durch die Welt

"Kann es sein, dass wir manchmal beim Suchen das Finden vergessen?"
schreibt jemand in einer Mailingliste und ich frage weiter: ist es nicht eher so, dass wir beim Suchen das Finden übersehen?

Freitag, 12. Mai 2006

"Über wen wolltest du schon immer mal wissen was er heute so macht? ...

... Ich kriegs für dich raus." bot sie mir vor Wochen an.
Zu verlockend die Gelegenheit. Da gibt es in der Tat mindestens zwei Menschen.

Doch: Wie hoch ist der Preis? Der Preis sind die roten Flecken auf meiner Wange, denn sie wird nun wissen wer mir diesen Preis wert ist. Sie wird ihn kennen. Und erkennen, dass der so perfekt in der Vergangenheit abgepackte noch immer präsent ist. Jemand, der so tief vergraben nur scheint, dass es dir selber ungehörig erscheint ihn wieder auszupacken. Er, der im www nicht zu finden ist aus zwei möglichen wie naheliegenden Gründen: sein Allerweltsname und seine Expertise mit Internetsecurity. Er versteht es sich im Netz zu bewegen ohne Spuren zu hinterlassen. Er will keine Spuern hinterlassen.

Bis heute bin ich nicht auf dein Angebot zurückgekommen. Obwohl es immer mal wieder lockt.

Dienstag, 13. Dezember 2005

Erkenntnisse fürs Lieben

"Menschlich" ist gerade dabei mein Lieblingswort "authentisch" abzulösen.

Donnerstag, 17. November 2005

Der Mensch ist ein Augentier.

Und das Auge ist dabei nichts weiter als ein Loch.
Was zählt ist das Hirn dahinter.

Montag, 7. November 2005

Globalpolitische Relevanz: hoffentlich keine

"Ich hasse Schweigen mehr als Krieg" stellte ich eben gerade in einem Telefonat fest.
Um nun mit Erschrecken zu hoffen, dass das hoffentlich niemals globalpolitische Relevanz haben wird.

Dienstag, 1. November 2005

Die Erkenntnis des Tages

Ich bin meine eigene Pressestelle.

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