fluchen

Montag, 21. Mai 2007

FÜR DAS BESSERE MIT DEN MENSCHEN, DIE NACH DEM SCHÖNEN UND NACH DEM RICHTIGEN BESTREBEN... ???

AU JAAA! Ich werde Textmüllmann bei der großartige Familiedruckerei suchend eine Grafikerin.

Okay, zu tun gäbe es da ja allerhand.

Aber wie the hell schaffen die es, 1000 Visitenkarten für 13 EUR zu verkaufen?
Ich bin gespannt ob ich komme so weit zu erfahren, dass Angestellte bekriegen vielleicht 1 EUR pro Stunde ... !?!?! (Ja, vielleicht ist das was ich da mache gerade ganz fies, aber - auch wenn ich weiß, dass das die mieseste Ausrede ever ist: mir ist heute danach. Oh ja.)

Vielleicht sollte ich doch in Bremen einen Copyshop eröffnen? Wieso schaffen die es hier und in Berlin und Hamburg Kopien für 3 cent anzubieten und in Bremen kostet die günstigste nichtstudentische Einzelkopie gleich 10???

"Wieso wird eigentlich alles teuerer nur die Gehälter sinken?" sinnierte ich heute mal wieder ganz bewußt vor einer Bäckertheke, mir bewußt machend, dass da eine Rosinenschnecke ganze 1,65 EUR, also 3,30 DM kosten sollte! Ich kann mich erinnern, dass die früher auf dem Schulhof 80 Pfennig gekostet hat.

Im Laden zuvor verkaufte mir der Tintentankstellenbetreiber, dass er für EINE Auffüllung EINER Patrone mit 49,90 EUR nur 2 EUR Materialgewinn machen würde und er für 4 Kartuschen zwei Stunden dabei wäre sie zu befüllen. Und dass ich dabei rießiges Glück hätte, weil er deshalb ja ganz bald teurer werden müsse. Blah blah blah. Mir ist übel. Ganz schwer übel. Mein Zug im Ohr dröhnt, einen Arzttermin gibts erst Mittwoch und zu heiterer weiterer Schreibe ist mir kein bischen. Ein Hoch auf euch trotzdem, auf euch, das hochverehrte Lesepublikum. Die besseren Menschen, die nach dem schöneren Leben streben.

Montag, 2. Oktober 2006

Wie lange will ich eigentlich noch darüber Kotzen?

Aus der Berliner Morgenpost vom 1.10:

Freiberufliche/r Grafiker/in gesucht! 20h/Woche, € 600,-/Monat für T-Shirt Label in Falkensee. Bewerbung mit Foto an bw@shirt66.de

Wetten, dass selbst die so um die 200 Bewerbungen erhalten werden?

Ja, ich habe es inzwischen kapiert: ich habe den falschen Beruf. Die falsche Ausbildung. Das falsche Studium. Alles für die Katz. Der ganze zielstrebige Lebenslauf für den Arsch. 5 Monate ALG2 und ich bin mürbe. ALG2 ist sowieso ein Stigma - außer in der Kunstszene und für hoffnungsfrohe Kulturschaffende, weil die dir dann einen 1 EUR-Job bieten könnten. Ich habe nie so intensiv wie in den letzten Wochen erlebt, dass das freie Outing - und ich bin nunmal ein offener Mensch - als länger-als-2Monate-ALG2-Empfänger definitiv Menschen, die ich neu kennenlernen will, abstößt. Mich kotzt es an, dass mich das ankotzt.

Ich muß das jetzt einfach mal so hier hinausrufen. Das Schlimme ist ja, mit dem zielstrebigen Lebenslauf glaubt mir ja kein Schwein, dass ich jetzt "was anderes" machen wollen täte. Vor allem: WAS anderes? Die wenigen Optionen, die mich in der letzten Zeit soviel Mühe gekostet haben, bewegen sich auf ähnlichem Preisniveau, sofern man überhaupt über Geld spricht.

In der Zeitschrift "Junge Karriere" findet es sich im Leitartikel: "Und was verdient ihr?", auf Seite 142 unter dem Stichwort "Dumpinglöhne" schwarz auf weiß: "Kommen vor, sind aber kein Massenphänomen, sondern eher abonniert auf bestimmte Branchen. Grottig gezahlt wird bei Architekten Juristen und Werbeagenturen." Nun überrascht mich das für die Juristen sehr und zwingend muß ich auch nicht auf Dauer in eine Werbeagentur, das kommt halt auf das Betriebsklima drauf an. Aber ab wann ist es genug? Genug des erfolglosen Probierens und an der Zeit was GANZ ANDERES zu machen? Loszulassen?

Denn: loslassen ist ohnehin so verdammt schwierig und nochmal eine ganze Nummer schwerer, wenn du dich damit mental in ein absolut zielloses Nichts stürzen mußt.

Also - auf WAS umschulen? Umlernen und nochmal für ein Lehrgeld von 600 EUR im Monat neu laufen lernen? Na, wunderbar, dann kann ich mich doch gleich den Dumpinggeiern zum Fraß vorwerfen und mich auf die Anzeige oben bewerben, nicht wahr?

Dienstag, 18. Oktober 2005

Wohnungsdrama - unerwünschte Zugaben

"Hast du wirklich ernsthaft geglaubt, dass das reibungslos klappt, dass du nur noch nen neuen Mietvertrag unterschreiben brauchst und gut ist?" fragte mich meine Schwester gestern, vor allem nachdem du mir das mit deiner Zufallsbekanntschaft erzählt hast?" . Und ich fragte mich - wann lege ich endlich mal meine Naivität ab an das Gute im Menschen zu glauben?

Gestern sagte er mir also, dass er angeblich mit dem Eigentümer, präziser mit der Mutter desselben, der gerade mit Ende 30 seine Diplomarbeit schriebe und deshalb nicht gestört werden dürfe - nochmal gesprochen hätte und ich bekäme die Wohnung nicht.

Völlig undurchschaubar seine Antworten auf meine klaren Fragen nach dem Warum.
In völligen Widersprüchen verfangen. Er LÜGT. Und ich finde es beschissen ihn dabei zu ertappen. Und natürlich findet er das noch beschissener ausgerechnet von mir darauf hingewiesen zu werden. Ich frage nochmal nach, versuche aus meinem Repertoire an Gesprächsmethoden zu schöpfen, ganz ruhig zu bleiben. Dann meint er, es sei angeblich wegen meinem "unverschämten" Brief, den ich ihr geschrieben habe. Dabei habe ich mit IHR noch gar nichts zu tun gehabt. Dem Eigentümer hatte ich nach mehrfachem 4 Monate andauerndem Mailwechsel allerdings darauf hingewiesen, wo er es abstreitete, dass es seine gesetzliche Verpflichtung sei mir eine Vermieterbescheinigung auszustellen. Alles ganz höflich. Nun bin ich die letzte, die solcherlei Animositäten nicht gerne klären würde - oder dazulernen wie ich solche Briefe NOCH freundlicher formulieren kann.

Aber: Ich dürfe aber keinesfalls mit dem Vermieter telefonieren. Wie ich sowas hasse. Mich nicht erklären zu DÜRFEN, nur weil die da im Hintergrund irgendetwas mauscheln.
Ja, ich WEISS ja, dass er von uns Untermietern mehr verlangt als die Zimmer de facto kosten. Der Preis war für mich ok, das sagte ich ja auch; dem habe ich zugestimmt. Es ist ok, wenn er daraus einen Nutzen für sich zieht. Aber wenn er das offenbar (und noch anderes?) vor dem Eigentümer verbirgt und es dann mir SO darstellt (so meine Vermutung) ist das eine ganz linke Masche.

Er wäre ein phantastisches Studienobjekt, ein Prototyp eines "schwierigen Gesprächspartners", eines psychischen Verstrickers - leider in mich. Wie freue ich mich schon auf meine NLP Ausbildung. Und wie hoffe ich doch solcherlei Menschen zukünftig nicht mehr begegnen zu müssen und wenn damit besser zurecht zu kommen.

Wie gesagt: wäre er ein Freund, würde er mir leid tun. So bin ich leider die sprichwörtliche Fliege, die ihn an der Wand ärgert. Wie konnte ich so blöd sein, zu glauben, jemand setzt sich für einen ein, den er absolut nicht leiden mag? Weil ich nicht glauben will, dass man mich nicht leiden kann?

Nun: auf ein neues. Nur: WO sollte ich mir am besten diese neue Wohnung suchen?
Hier oder doch lieber in Köln?

Das letzte Wochenende in Köln war wieder mal SO genial. ... Dazu später mehr.

Montag, 10. Oktober 2005

Zu früher Schlußapplaus

Ich bin stinksauer.

Mein Wohnungsdrama geht weiter.
Mein Hauptmietermitbewohner klopfte gerade und setzt mich in Kenntnis, dass "gleich" ein Wohnungsbesichtigungsinteressent vorbeikommt und sich die Wohnung anschauen wird.

Es ist halb eins und normalerweise wäre ich um diese Zeit ja meistens arbeiten, hätte ich gerade einen Auftrag. Wir haben uns gestern und vorgestern mehrfach gesehen und ich frage mich ob mein anderer Mitbewohner weiß, dass gleich auch jemand SEIN Zimmer besichtigen wird. Wobei er ja ohnehin ausziehen will, so dass das ja durchaus gewollt/erlaubt ist. Aber auch er hat noch keine Wohnung.

Er fährt natürlich die Nichtinformationstaktik und ich mußte ihm die Worte aus der Nase ziehen wie dieser Termin überhaupt zustande kam. Ich hasse es wie er mir versuchte weißzumachen, dass er ja nichts anderes gesagt hätte - aber eben auf eine Weise, die man nur mißverstehen KANN. Ich habe schon immer "Taktik" in der Kommunikation verabscheut, wenn sie dazu benutzt wird mich manipulativ ruhig zu stellen.

Nichts mehr von wegen er setze sich für mich ein, dass ich die Wohnung übenehmen könne und wegen IHM sei das ja völlig in Ordnung, dass ich sie übernehme. Er könne ja nichts dafür, wenn ich ihn immer falsch verstehe. Statt dessen sucht er aktiv in seinem Freundeskreis einen Nachmieter! Und das erfahre ich nun mal so nebenbei, weil ich zufällig zuhause bin!

"Mit dir kann man nicht reden." sage ich.
"Ja, genau" antwortet er.
Ich muß schrill auflachen, "Haha - schön, dass du das mal zugibst!"
"Hast du ein emotionales Problem?" fragst du zynisch und schließt deine Zimmertür etwas heftiger als nötig.
"Wahrscheinlich genauso groß wie du." rufe ich dir hinterher und bedauere, dass mein Zimmer keinen Schlüssel hat. Ich WILL NICHT, dass unabgesprochen irgendeiner von seinen Freunden mein Zimmer betritt!

Vielleicht ist das wirklich das Zeichen, mir nun DOCH eine neue Wohnung zu suchen. Und dass diese neue Wohnung auch in KÖLN sein kann.

Ich will endlich mal wieder RUHE in meinem Leben!

Es klingelt.

Donnerstag, 18. November 2004

Ich will dieses Layout nicht!

"Test beenden!" sag ich ... und er tuts nicht und jetzt muß ich hier raus ganz als ob ich kurz vor Geschäftsschluß aus der Umkleidekabine gezerrt werde, man mir meine Klamotten abnimmt, die an die Stange mit der Größe 42 hängt und ich in einer Hüftjeans Größe 34 und einem viel zu kleinen Pulli den Laden verlassen muß ... dabei trage ich eigentlich Größe 36 und du - du da - glotz nicht so blöd, sonst muß ich unfreiwllig ganz toll lachen, ganz toll - und höre nie wieder auf!

Sonntag, 11. Juli 2004

Ich hätt mich gern anders vorgestellt

... als mit banalen Antworten in Wiederholungen verpackt, hoffend, daß es keiner merkt und ganz deutlich gemerkt, dass sie es merken und es mir nicht anmerken lassen wollen.

Ich hätte mich Ihnen gerne anders vorgestellt; anders als eine Diplomandin, die sich genau auf die Themen nicht vorbereitet habt, die ihr zu Frage brachtet. Ich hätte diese Stelle zu gerne gehabt, denn ich spürte Ihre Neugier. Ich war zu nervös. Und zu geplättet von Ihren Begeisterungsstürmen und Bedauern über das Weggehen jener Vorgängerin, die jene Stelle nun frei macht.

Sie haben sich nicht gemeldet, wie das so ist, wenn man von sich aus nicht "Nein" sagen möchte. Nächste Woche werde ich bestimmt meine Unterlagen zurück erhalten.

Donnerstag, 10. Juni 2004

Wer hilft mir aus mit Flüchen?

Ist ja nicht so tragisch Fehler zu machen. (Neineinganzundgargarnicht.... überhaupt nicht.) Auch nicht tragisch nahezu eine ganze Auflage - 10.000 Stück! - papierkorbreif von der Druckerei wiederzukriegen, wenn keiner schimpft. Und ersatzweise schimpfe ich mit mir selber, haue meinen Kopf auf den Schreibtisch, der Schreibtisch bewegt sich der Schwerkraft folgend am Kopfende, also da wo mein Kopf endete nach unten und am anderen nach oben, das Telefon hüpft, der Hörer fliegt, es schimpft aus der Muschel, nur zu, nur zu. Ja, ich war's, ichichich.

Manchmal macht es durchaus Sinn geschimpft zu kriegen, dann muß man es nicht selber tun.

Tragisch nur, selber Fließbandfrondienst leisten zu müssen. Aufkleber ausdrucken, abziehen, anpassen, aufkleben, drüberstreichen weglegen, abziehen, anpassen, drüberkleben, weglegen, abz, anpass, aufkleb, drüberstreich, wegleg, abz, anpa, drüber, weg, a-a-a drü - weg. Uff. Verdammterscheißendreckstag.

(Jubel: Morgen ist die Praktikantin wieder da!)

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Also ich finde ...

 

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