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Sonntag, 16. März 2008

Wenn du nicht willst

Warum zum Teufel soll ich überhaupt jemanden einladen, von dem ich nicht sicher in, ob er überhaupt eingeladen werden /möchte/? Ist es Risiko es doch zu tun oder pure Dummheit, um dem späteren Katzenjammer vorzugreifen?

Mittwoch, 29. November 2006

Was ich nie verstehen werde

Wieso gibt es eigentlich so viele Menschen, die - wenn es ihnen nicht gut geht - sich derartig über Monate, ja fast ein Jahr, zurückziehen, die ich eigentlich als Freunde bezeichnen täte? Freunde, die mich und dunklere Zeiten ertragen oder eben einfach so hingenommen haben, weil - letztendlich bin ich dann eine andere? Ich mag euch doch auch dann. Es gehört doch zum Leben dazu! Ich sah es nie so, dass man mich dann meiden hätte müssen. Und finde es irritierend, dies als Begründung für einen Rückzug lesen zu müssen. Ja, und? Macht doch nix, möchte ich da sagen. Oder ist es wieder diese übergroße Selbstverantwortungsannahme, dass man ja seine Probleme bloß gefälligst alle selbst zu lösen hat, mit bloß niemandem darüber sprechen dürfe etc.? Ja, sicher - das Tun und Gehen und Machen - das tue und mache ich schon selbst. Nur - den Weg dahin, zu dem Entschluß - den zu begleiten: Ich dachte immer, dass eben genau dazu auch Freunde da sind. Wegbegleiter. Einfach bloß so. Ob steinig oder Frühlingswiese, ob Hügel, Flachland oder Berge. Ich möchte dir zuhören. Gib mir gerne die Gelegenheit neben dir zu spazieren. Aber laß doch den Faden nicht abreißen. Nur, weil du denkst, dass ich vielleicht keine Puste mehr habe: zu laufen und zu reden.

Freitag, 18. August 2006

"Freundschaft ist weit tragischer als Liebe. Sie dauert laenger."

Oscar Wilde stellt dies fest. Und ich frage mich ernsthaft, wenn ich dann solche Titel durchblättere, wieso jeder wie selbstverständlich davon redet natürlich "Schluß zu machen", wenn es um Beziehungen geht, dies für Freundschaften aber offenbar nicht gilt. Freundschaften zu beenden gänge laut diesem Werk am besten auf die barmherzige Tour: sich einfach nicht mehr melden. Keine Zeit mehr haben. So lange "bis der Freund/die Freundin es schon kapieren wird." Das sei der natürliche Lauf der Dinge. Und eben die "friedvollste Lösung."

Seit wann ist Frieden so anti-moralisch und vor allem rücksichtslos?

Freitag, 7. Juli 2006

Was um aller Welt meint "fatal"???

dieses ist Ihr horoskop für Freitag 7 Juli:

Widder,
Heute raten Ihnen die Sterne, keine unnötigen Ausgaben zu machen, überlegen Sie es sich gut, bevor Sie Entscheidungen treffen. Im Beruf werden neue Kontakte begünstigt. Wenn Sie Single sind könnte es zu einer fatalen Begegnung kommen. Tipp: Lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf.
Bis morgen.

Freitag, 16. Juni 2006

Risikolos

"Geld was man nicht hat, kann man auch nicht in den Sand setzen."

Unter diesem Motto denke ich ernsthaft darüber nach einen "unbezahlten" Job anzunehmen ... denn: menschlich scheint mir das SEHR zu passen. Und inhaltlich sowieso. Dennoch: anbetrachts meiner Finanzlage ist das als völlig verrückt zu bezeichnen.

Bewußte oder unbewußte Plagiate

Buchcover

Wenn ich sowas sehe, frage ich mich immer folgendes:
Ob da der Grafiker unter Wissen aller Beteiligten zweimal Geld bekam von den Großen - nämlich Kiepenheuer und Witsch als Buchcoverdesigner und hp für den Entwurf einer Webanzeige?

Oder ob es dem Anzeigendesigner überhaupt nicht aufgefallen ist, dass seine Idee, die er da im Hinterkopf hatte bereits realisiert wurde von jemand anderem? Wissen die beiden voneinander?

Mir ging es ja auch einmal so und ich habe ein Zeitschriftencover entworfen, von dem ich überzeugt war, dass es rundum meine Idee war. In seiner bildnerischen Umsetzung handelte es sich dabei um eine naheliegende Idee, nämlich eine Broschüre für den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) über ein Ausländisches Austauschprogramm mit einer Covercollage zu versehen, die im wesentlichen aus einem Mosaik von Portraitaufnahmen der Stipendiaten bestand, die einen Doktorhut formten. Und der typische Faden jenes Hutes bestand aus Buchstaben und endete in einem typographischen Bommel.

Genau jenes Element - der Doktorhut mit dem typographischen Bommel - war nun etwa 3 Jahre zuvor auf einem preisgekrönten japanischen Plakat im ADC-Jahrbuch - die Preisträger des Wettbewerbes des Art Directors Club International. Da ich durchaus jene Bücher mal durchblättere, wenn mir eines in die Hände gerät - die sind exorbitant teuer - kann es sogar sein, dass ich das in meinem Unterbewußtsein gespeichert habe. In einer länger zurückliegenden Präsentation meines Portfolios und jener DAAD-Arbeit nun zeigte mir ein Art Director nun genau jenes ADC-Jahrbuch - "Kennen Sie das?" und ich war völlig verblüfft und betete, dass er mir meine Verblüffung auch abnahm.

So sehr "Das habe ich nicht gekannt/gewußt!" da juristisch vermutlich ziemlich fragwürdig und unhaltbar erscheint war das genau mein Gefühl bei der Sache! Und ein bischen peinlich war es mir auch. Und peinlich, dass es mir peinlich war, denn ich wußte: meinem Unterbewußtsein könnte ich diese Schuld nicht anlasten - oder doch?

Andererseits: aufgrund der Fülle der vorhandenen grafischen Entwürfe ist es schlechterdings möglich genausoviel Zeit für einen Entwurf wie für den Vergleich mit bereits vorhandenem aufzuwenden. Zumal es sich ja nun nicht um ein international eingesetztes Markensignet handelte, sondern um eine bloße visuelle Idee.

Den Juristen, die diese Grenzen zu entscheiden haben wünsche ich eine faire Hand!

Mittwoch, 4. Januar 2006

Und dieses Jahr ....?

in diesem Jahr von wortschnittchen

Zugenommen oder abgenommen?
An Gewicht weder noch.
An Lösungen: zu. An Gefühlen: ab. An Verstand: zu. An Verständnis: ab. tbc

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
optisch: gleich.
lebensfähigkeitsbezogen: kleine Schritte Richtung weitsicht

Mehr ausgegeben oder weniger?
mehr. zumindest jene drei Monate in denen ich mehr hatte als jemals zuvor.
was ich demnach nun jetzt nicht mehr habe.
und an Gefühlen wegs Mangel an Gelegenheiten zu wenig.

Der hirnrissigste Plan?
Meinen Ex davon zu überzeugen versuchen, dass ich die freundschaft wert bin egal
wie er sich verhält.

Die gefährlichste Unternehmung?
Eine Einladung eines Piloten in jenem Club gerade kennengelernt, anzunehmen, ihn
und seinen Freund beim Sex zu photographieren. In seiner Wohnung. Und jener
dann doch nicht gefolgt. *lach Also doch nicht besonders gefährlich.
Die Gratwanderung als Single sich in Form einer Affaire und Freundschaft
zugleich einer offenen Zweier-Beziehung zu nähern.

Der beste Sex?
Outdoor. Und das definitiv viel zu selten.
Ansonsten vor allem Brainsex. Und wie. Nämlich hier. Und hier.

Die teuerste Anschaffung?
Mein neuer gebrauchter G4!!!!

Das leckerste Essen?
Vermutlich das mehrfach angekündigte und letztendlich nie realisierte erotische
Mahl.

Das beeindruckenste Buch?
Michael Mary: 5 Wege die Liebe zu leben.
A.L. Kennedy: Hat nichts zu tun mit Liebe.


Der ergreifendste Film?
“Keine Lieder über Liebe” - nochnichtmal wegen dem Film selbst; eher wegen den
Folgen danach.

Huch - kleine lachende Zwischenbemerkung: daraus läßt sich mit einem kleinen
Erkenntnischock mein Motto des letzten Jahres ableiten: Aus Angst die Liebe
leugnen.

und “Sophie Scholl - Die letzten Tage”

Die beste CD?
Da ich selten weiß wann welche CDs rauskamen, die, die mir dieses Jahr
zugelaufen sind:
Dresden Dolls - weil sie so chansonangepunkt tönen und vieles was ich liebe
verbinden
I am Kloot: Gods ands Monsters, weil sie so tönen als hätten sie die englischen
Platten von Element of Crime noch einen Tick verbessert
Element of Crime: Das Ende der Welt (ja, sie könnens noch!)
Bright Eyes: Lifted - weil er so jung und so leiden kann
Anajo: Nah bei dir - intelligent, charmant, clever - so sollte er sein, der Typ
zum verlieben

Das schönste Konzert?
Die in der Lila Eule: Erdmöbel, Jansen und Lunik.
Georgette Dee - weil es kaum jemand gibt, bei dem ich innerhalb einer Stunde
Tränen lache und weine.
Und Element of Crime in der Vahr, gehört picknickend zwischend parkenden Autos.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Demotiviertem Grübeln und das ganz tragisch finden, außer während jener drei
Monate härtester Arbeit - meine eigenen Gefühle erfolgreich totdiskutieren und
das ebenso tragisch finden - letztendlich hat es mir allerdings wirklich großen
Kummer erspart.

Die schönste Zeit verbracht mit…?
Mats (und Caroline) - genau mit diesen Klammern - und auch wenn sie es nicht
hören wollen täten, so!

Vorherrschendes Gefühl 2005?
Auf der Stelle treten.

2005 zum ersten Mal getan?
Jemandem gesagt, mit dem ich im Jahr davor zusammen war, nicht mehr mit ihm
sprechen zu wollen, weil mir das nicht guttut.
Ein nicht jugendfreies Event besucht.
Einen SM-Club von innen gesehen und klar geworden, dass ich zwar inszenierte
Locations überaus reizend finde, aber Schmerz und Sex für mich nicht viel
miteinander zu tun haben.

2005 nach langer Zeit wieder getan?
Regelmäßig getanzt. Eine erotische Party besucht.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Die Neurose meines ganz bald Ex-Mitbewohners nachder er sich ohnehin über jede
Fliege an der Wand ärgert, er mich nun auch noch eben als jene Fliege
personifiziert hat.
Die hochtrabenden schmerzlichen Schlagabtausche per Mail mit meinem Ex.
Meine Ex-Kolleginnen und den Ex-Chef in jenem Ex-Laden wo ich bis heute nicht
genau durchschaue was da genau abging weswegen ich gehen mußte.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Immer wieder bei Vorstellungsgesprächen: dass ich die beste, tollste etc. bin.
Dass ich vertrauenswürdig bin gegenüber dem mißtrauischstem Menschen auf der
ganzen Erde - meinem Ex.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Meine Großzügigkeit über gewesenes hinwegzusehen.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Die Offenheit eines mehrfach erwähnten Menschen, dem das sehr sehr schwerfällt.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
“Ich hab dir ganz schön wehgetan. Das tut mir leid.”

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
“Ich mag dich - auch wenn du sagst du seist kautzig - oder gerade
weil!”

2005 war mit 1 Wort…?
bescheidenanstrengendundbisaufeinquartalvielzu kleinschrittig

Sonntag, 1. Januar 2006

Wer mit Worten nicht nur jongliert, sondern Kämpfe ausfechtet tut gut daran, seine Waffe als solche zu (be)handeln.

Schrieb ich gerade einem Freund und lese eine Minute später die Einladung an einem Zen-Bogenschießen Seminar teilzunehmen. Mit fast 6 stündigem Schweigen. Alleine das zu lesen, davon werde ich ja schon hibbelig. genau deshalb wohl eine echte Herausforderung. Mal sehen, ob ich es mal ausprobiere ... ?

Dienstag, 27. Dezember 2005

Keine Lust oder I did it for you

Feststellen, dass ich ohne dich dabeizuwissen jener Art gesellschaftlicher Zusammenkunft kaum noch etwas abgewinnen kann. Mag es daran liegen, dass ich jene Tanzform nicht besonders beherrsche und sich hier die Profis von denen man noch was lernen könnte sehr deutlich von den Anfängern wie mir separieren obwohl es doch gerade um den Kontakt geht - und mich deshalb nach zwei drei Stunden üben ohne Anleitung ein Gefühl überfällt was ich ansonsten gar nicht kenne: nämlich Langeweile. Und jene kundzutun einem Frevel gleichkäme.
Jetzt habe ich mich blöderweise bei jener Veranstaltung als Helferin gemeldet, damit es mich nichts kostet daran teilzunehmen. Und ein Teil der Leute sind ja durchaus sehr angenehm, auch wenn mich der überwiegend sozialpädagogische Tonfall zuweilen amüsiert, wenn ich gut drauf bin und nervt wenn ich nicht gut drauf bin.
Meine kurze Flucht nach Hause wegs kaputter Hose tut ziemlich gut.
Heute zu wenig Schlaf. Geht morgen und übermorgen so weiter, wenn ich dort shcon um viertel vor acht zum Frühstückmachen erscheinen muß.
Einerseits würde ich gerne hierbleiben. Aufräumen, dazu hätte ich jetzt wesentlich mehr Lust. Lustig.
Habe ja auch für heute meinen Dienst getan. Andererseits gibt es heute abend da noch so ein interessantes Event - und letztlich hätte ich ja nun hier auch die Möglichkeit neue Menschen und mögliche Freunde kennenzulernen und eben mich nicht auszuschließen oder so zu fühlen.
Es ist dieser Insiderkreis der sich dort feiert. Ich erlebe mich dabei - wie so oft - am Rand. Sehnend dabei. Und wenn ich es könnte, dabei sein, dann scheine ich nicht zu wollen. Wie jetzt.
Oder ist das auch sowas wie damals - als ich wegen André angefangen hatte Japanisch zu lernen - um ihm nahe zu sein?
Ich geb dem noch ne Chance, vielleicht erkenn ich es ja - dieses "I did it for you" und dann wird das wohl die letzte Veranstaltung jener Art sein, die ich besuche. Oder ich werde womöglich doch noch tiefer angefixt. heut abend. Gleich. Vielleicht. Mal sehen.

Donnerstag, 3. November 2005

"Wenn jemand Liebe will ..."

Die-Traeumer

"... dann gibt es so etwas wie Liebe nicht, sondern nur Beweise der Liebe." (Izabelle, in "Die Träumer" von Bernardo Bertolucci)

Ich kann es gedanklich hin und her wenden - auch wenn der Kontext der Filmszene provokatv-trivial sei* - so möchte ich gleichzeitig "Aber ja!" und "Aber nein!" rufen.

Die Crux scheint mir allein das "Liebe von jemand anderen zu wollen". Und dann ist es bis zu Liebesbeweisforderungen eben nicht mehr weit. Und bekanntlich - nehmen diese überhand - ist dies eine schleichende Vergiftung der Liebe. Der Anfang vom Ende.

*denn dort fordert sie als eine Art Beweis von ihrem Liebhaber sich einer Intimrasur von ihr hinzugeben

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Also ich finde ...

 

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