grinzen

Donnerstag, 27. März 2008

Grinsender Fund



Herrlich, ich überleb auch die miese Qualität der Aufnahme ...
Wenn ich dran denke, dass ich mit ihm, es muss 1991 gewesen sein auf dem Marktplatz einer Klitzekleinen Kreisstadt aufgetreten bin war eigentlich allen klar, dass er mal die großen Bühnen betreten wird. Und irrwitzig ist, wie genau man ihn wiedererkennt im Gestus. Nur die Intensität ist focussierter, größer. Verändert man sich wirklich so wenig? Und doch so viel?

Einige Menschen haben mir da - und schon früher immer wieder - gesagt, ich müsse auch da rauf. Unbedingt und so. Eine Weile dachte ich darüber nach, bewegte den Wunsch in my heart and soul, aber mal davon abgesehen, dass - wer auch immer dieses kleine "man" ist - wenn man in dörflichem Kontext in den 80ern aufwächst schlicht nicht Schauspielerin WIRD, wollte ich lieber selber was schaffen - und nicht bloss Erfüllungsgehilfe sein. Auch wenn mir viele großes Variantenreichtum bestätigten, Durchlässigkeit und Talent - und auch obwohl mir die Aufgabe Regie zu führen und eine Gruppe von Menschen zusammen zu etwas gemeinsamen Ansehlichen hin zu führen nicht fremd war und soviel Spaß machte, dass es als Beruf nahezu eine Unverforenheit gewesen wäre - so schreckte mich nachhaltig einfach ab, in der Branche eben kein Zuhause zu haben. Freundschaften, ganz zu schweigen von kontinuierlichen Beziehungen nur unter größten Anstrengungen pflegen zu können. Keinen örtlichen Fixpunkt zu haben. Und diese - später durchaus sehr oft selbst oder in unmittelbarer Nähe miterlebten - emotionalen Dauerachterbahnen zwischen absolutester Nähe der Beteiligten im Produktionsprozess zu stecken, sich wie beste Freunde zu fühlen, einfach weil man das Stück miteinander durchzieht und sich in kaum einem anderen Arbeitskontext so schnell intensiv kennenlernt wie beim gemeinsamer Rollenarbeit und vor allem hinter der Bühne - und danach festzustellen, dass auch das bloß ein "als ob" war - denn nach der Premiere ist vor der Premiere und aus den Augen aus dem Sinn stieben alle in verschiedenste Richtungen und the show must go on mit neuen besten Freunden, oft als-ob, selten längerfristig.

Es ist wunderbar dabei nahe dran zu sein. Ich freue mich immer noch bei jeder Premiere, die ich miterlebe und die Gänsehaut kurz bevor sich der Vorhang hebt geht sicherlich niemals ganz weg, weil ich weiss was das heisst. Und ich habs nicht nur überlebt nicht auf der Bühne stehen zu müssen, sondern finde das inzwischen auch wesentlich richtiger für mich hinter und nebendran Fäden zu ziehen. Und hoffe, dass ich das bald wieder darf. Oder meine Erfahrung zumindest anderwertig gewinnbringend einbringen kann.

Ach, mir fallen gleich noch ein halbes Dutzend Leute ein, mit denen ich zu gerne mal einen Kaffee trinken gehen würde wollen! Und wie die es überlebt haben?

Ach, jedenfalls: Glückwunsch, Addi!

Dienstag, 4. März 2008

Spürnase und weibliche Intuition

Es kam mir ja schon von Anfang an merkwürdig vor. Jetzt bin ich mir ziemlich sicher - nicht nur ich auch andere hinterlassen Spuren im Netz. WOZU er Spaß am Verbergen hat, keine Ahnung - aber ich lasse ihm den Spaß, grinse mir einen und bin gespannt der Dinge, die da kommen.

Vielleicht tauge ich doch als Privatdetektivin? Wäre womöglich auch ein Job, der mir Spaß machen würde.

Sonntag, 24. Februar 2008

Für alle Schnüffler ... äh - Rechercheure und Rechercheurinnen

Wer auch immer in letzter Zeit verstärkt versucht sich in meine Emailaccounts einzuloggen, ist hoffentlich nicht so blöd unbedacht, nicht zu ahnen, dass ich jeweils eine alternative Emailadresse angegeben habe, wohin dann eine Message über die missglückte Passworteingabe gesendet wird. Bestimmt gibt es auch ein nettes Tool, womit ich die IP tracken kann ...

Wer irgendwas von mir will: ich höre auch so zu.

Sonntag, 4. November 2007

Deutsche Blüten blühen und Köpfe denken auch nur mit Wasser

Potential für das schönste deutsche Wort:

Regenspende.

Was das ist? Oben klicken!

Samstag, 19. Mai 2007

Diese Geschichte könnte mehr Überschriften als Fließtext haben

Normalerweise beginnt ja eine Story mit dem Anfang - und nem schicken Titel - vielleicht der: "Catherines Synchronizitäten die Wasweißichwievielte und noch eine dazu", genau, es handelt sich gleich um zwei.
Oder: "Fantum upsidedown". Würde natürlich erst keiner kapieren. Und ich hab doch auch keine Ahnung, ob der Interessantheitsfaktor ausreichend hoch ist, sie dann auch zu lesen, wenn es sich lateinisch anhört.

Außerdem hat sie kein richtiges Ende. Und ein konstruiertes Ende ist blöd. Sie wird in jedem Fall eine Fortsetzung haben. Aber fangen wir doch erst mal beim Anfang an:

Der liegt an sich über drei Jahre zurück, dreieinhalb um genauer zu sein. da lief mir wie das im Netz so ist eine schmunzlige Seite eines Schreiberlinges über den Weg - irgendwie habe ich im Hinterkopf, dass er über meinen Blog gestolpert ist und mich daraufhin kontaktierte, aber erzähl das mal einem Schreiberling, zumal mich da meine Erinnerung trügen kann! Seit einem sehr losen Emailkontakt also befinde ich mich auf der Mailingliste jenes Schreiberlings und erhielt auch während meiner gesamten Stadtabwesenheit der letzten drei Jahre seine Einladungen zu Lesungen. Jetzt, endlich wieder hier, flatterte mir eine in die Mailbox, bei der ich sehr lachen mußte und sofort neugierig war: Leseort: meine frühere Lieblingswohnung! Korrekter: das Erdgeschoß des Hauses in dem ich früher wohnte, die Kneipe dortselbigst hat neu eröffnet, die all die Jahre in der ich wohnte mich ständig neugierig machte wie es da wohl hinter der verschlossenen Tür aussieht.

Am Nachmittag davor kam ich über einen anderen Webweg mit einer Frau in Kontakt, die meinen Musikgeschmack zu teilen schien. In den letzten Jahren ist mein weiblicher Freundeskreis sehr geschrumpft und neuer (alter) Ort, neue Leute zum Weggehen finden täte da ja ganz gut passen. Sie mailte mir kurz, dass sie sich ansonsten im Bereich von Leseveranstaltungen organisieren engagiert und dann war da ihr Name am Ende der Mail - und moment mal - hatte ich den nicht gerade zuvor in der Veranstaltungsankündigung zu eben jener Lesung in jenem Haus, das mal mein Heim war, im Netz gelesen?

Nun mag es sicher mehrere geben, die Simone heißen und mit Literarischem zu tun haben, so dass ich zuerst etwas zögerte nach der - bis auf eine peinliche Ausnahme durchweg sehr amüsante Veranstaltung - sie anzusprechen. Wen ich zuerst ansprach war der Schreiberling, auf dessen Maillingliste ich stand und dem ich eine Woche zuvor auch eine Mail schrieb, in der ich kurz erzählte, dass ich -- nun wieder aus Bremen am möglicherweise hierherzurückziehen - käme um ihm live zuzuhören.

Eine Antwort hatte ich auch nicht erwartet, bekam ich auch keine und so fand ich es halt nur ein bischen schade, dass ich alleine zu so ner Veranstaltung gehen mußte, da der Rest des Publikums doch entweder selber schreibende oder offenbar Bekannte und Clique der Teilnehmer waren.

Warum es bei derlei Veranstaltungen nahezu zu 98% immer nur die lustigen Texte sind, die funktionieren, habe ich noch nicht ergründen können, aber eine ließ mich wirklich ganz arg schmunzeln: es ging um eine Norddeutsche Besucherin in Köln und all die Gespräche die man dabei führt, nachts in kölschen Kneipen versteht sich. "Die will ich haben, die Geschichte! Das kenn ich SO gut!" sagte ich zu dem Schreiberling nach der Lesung "Ich bin öfter in so ner Situation. Wohne noch in Bremen eigentlich - beziehungsweise ... " "AAAAH! Dann bist DU Catherine???" Ich staunte. Wir lachten. "Genau. Die, die hier obendrüber gewohnt hat - und - Moment" die Organisatorin lief an mir vorbei, ich tippte sie an und fragte "Sag, kann es sein, dass du heute Mittag einen Emailaustausch hattest mit jemandem, die du nicht kennst über Indieclubs in Köln und - " "JA! Dann bist du ... ???"

"Warte", sagte er, der Schreiberling, den ich mir aufgrund des Fotos auf seiner Seite wesentlich kleiner und ernster vorgestellt hatte und begann, mir seine Telefonnummer aufzuschreiben. "Ich muß dir noch was erzählen, Zu Bremen. Bei nem Café!"

Unterbrochen wurde er dabei zweimal.
Von anderen Mädels, die ihm ihre Nummer auf nem Bierdeckel herüberreichten.
Ich steckte ihn ein und ging grinsend den mir wohlbekannten Weg Richtung U-Bahn, den ich um die Uhrzeit eher gewohnt war in umgekehrter Richtung zu laufen.

Mittwoch, 16. Mai 2007

Waldparkettkonzertreihe

Und DA muss ich auch hin. Vor allem, wo das HIER (leider keine direkte Verlinkung zu dem Künstler möglich) so derart charmant angekündigt wird:

Art: Konzert
Ort: Wald
Uhrzeit: 20:00 Uhr
Preise: 1. Parkett: 10,00 / 8,00 erm.

Sonntag, 11. März 2007

hin und weg

gleichwohl diese überschrift auch für mein leben in nächster zeit passen täte - ein umzug steht bevor - so nur auch aufgrund von zeitmangel ein kurzes zitat aus einem interview mit ethan hawke aus "ulysses", den ich immer und immer mit before sunrise/before sunset vor mir sehen werde:

_ulysses: ethan, haben sie jemals versucht, in einer gruppe von leuten die welt zu verändern?
ethan hawke: auf der highschool, aber nur um mädchen herumzubekommen. wenn man wie ich nicht brilliant fußball spielen konnte, versuchte man sie eben mit intellektuellem eschwafel zu beeindrucken.
(lacht)
_ulysses: hat es funktioniert?
ethan hawke: Nein, ich war nicht smart genug. jetzt versuche ich mein glück als schauspieler. man hat mir gesagt, in diesem job wirkt man schnell intelligenter als man ist. (lacht)

Samstag, 10. Februar 2007

hirsch hinter

"hirsch hinter" schrieb da ein Mann offensichtlich nicht deutschsprachiger Herkunft im Netz als Antwort auf die Frage "Wann wirkt eine Frau/ein Mann anziehend auf Sie?" und ich brauchte ein paar Sekunden bis ich schmunzelnd feststellen mußte, dass Niederländisch offenbar eine verdammt charmante Sprache ist.

Mittwoch, 6. Dezember 2006

Geht. Nicht.

Wenn einen Choreographen das Stillstehen als Essenz der Überbetriebsamkeit und als größte Herausforderung für die Tänzer interessiert und er mir im gleichen Gespräch seine Arbeitsphilosophie in der Produktion genau wie in der allgemeinen Büroarbeit erläutert, dessen - urdeutsch eben - Credo des "Geht nicht, gibts nicht" ist, so frage ich ihn spontan, ob ihm diese Verbindung aufgefallen ist.

"Nein. Wie meinen Sie das?"
"Wäre das nicht ein Arbeitstitel, ein Thema für Sie? "Geht. Nicht."?"
Seine Augen blitzen. Er greift zum Block, steckt ihn wieder ein ohne etwas aufzuschreiben. Ein kurzes Grinsen schlägt Purzelbaum über den Rand seiner Brille, ich grinse zurück.
"Sehr clever. Das ist sehr clever. - Und: wissen Sie, viele Menschen sagen, dass die erste Idee oft die erstbeste, die beliebigste Idee ist. Das ist nicht wahr. Das ist ganz und gar nicht wahr. Die Wahrheit liegt im Einfachen."

Sonntag, 5. November 2006

"ich habs verstanden"

"das ist ja fein"
"ich muß es nur nochmal ne Runde kapieren gehen"

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ideenjonglieren "at" web (dot) de

Also ich finde ...

 

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Amelie Nothomb
Attentat

Vorm Auge

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