lieben

Montag, 31. März 2008

"Es gelingt mir kaum zu denken ohne ein wenig falsch zu denken." Rolf Dolbelli

Wenn er wüsste, was ich wüsste, wäre ich mir sicher, dann würde sie so wenig sicher sein können, dass sie wüsste, er ist sich nicht sicher. Ich wäre mir immer noch gerne seiner sicher, so sicher er es zulässt.

Ob ich damit falsch oder richtig liege, liege, stehe, sitze, ist nur vorwärtslebend zu erfahren. Ob diesmal Denken besser als Tun oder Tun besser als Denken ist, kann man nicht wissen bevor man das Risiko beschreitet.

Nichts tun in dieser Sache ist in Anbetracht der anderen Tu-Stellen womöglich kurzfristig lebenswichtiger, dennoch gehört es in die Rubrik "Dinge, die ich bereue nicht getan zu haben." sollte ich es wirklich nicht tun - morgen oder Freitag.

Demnach: (noch lange nicht) abschliessend lässt sich sagen:
"Die Schnecken zeigen mit ihren Fühlern auf mich und schütteln ihren Kopf: Menschentempo!" und dennoch - weiter geht es, weil "Mein Denken ist wie ein Rad, das umfällt, wenn es sich nicht mehr dreht" und aus der Bewegung folgt: "Der Schluss-Strich war zu kurz. An beiden Enden geht es weiter." (und noch zweimal Rolf Dolbellis brilliante Klarheit - in "Turbolenzen - 777 bodenlose Gedanken")

Wunsch-Denken?
Denkbar.

Prost.

Mittwoch, 23. Januar 2008

Ich will nicht

... von dir auf die Wange geküsst werden im Vorbeigehen ...

will nicht, dass du nicht mehr weisst, dass meine Begrüßungsküsschen links/rechts/links, also très francais sind, weil mir in dem Moment plötzlich bewusst wird, dass ich dich noch NIE so begrüßt habe - und dass ich mir seltsamerweise vorher nicht überlegt habe WIE ich dich begrüssen sollte und dass ich trotz deiner erschlagend vertrauten Präsenz mir nichts anmerken lasse und es fühlt sich an, da in der Sorte Café, die überall in der Welt gleich aussehen, so dass ich innen sitzend nicht wissen müsste ob es Köln, Bremen oder ganz woanders ist, es fühlt sich so an als wäre es just another business meeting. Du in Mantel und Anzug, ich slightly overdressed und deine erwarteten, obligatorischen Komplimente blieben aus und meine Gefühle blieben so lange aus, bis du mich zum Abschied auf die Wange küsstest und die Verdunstungskälte von deinem Geruch der vorbeiweht neue Minusgrade erreicht. Gefrierschockgefrostet starre ich auf den Teil des Tisches wo zuvor dieses Starbucksprospekt lag und du in für mich kopfüber unleserlicher Handschrift ein Gedicht oder einen Songtext angefangen hattest. Heute haben wir fast nur Deutsch gesprochen und diese Distanz war deutlich zu den wenigen Sätzen in deiner Muttersprache. Gefühlte Temperaturunterschiede und zu kurz um Wärme zu finden, Hitze zu generieren. Mein Herz beschlagen von feinem regen. Es ist als hätte deine Hand einen Schatten hinterlassen wie auf lichtempfindlichem Papier. Und auf dem leeren Stuhl zerpixelt sich langsam deine Aura. A blurred life. I see clear. Glasklar. Brennglasklar hopefully. Stupidtitly.

Donnerstag, 25. Oktober 2007

The spirit of a ghost

can even infactuate bodies presumed dead.

Freitag, 19. Oktober 2007

Pladoyer for more!

Much more people should not only THINK but also live like

instead "eiter/or" "both/and" more and more ...
and IF YOU would be able to LIVE it - in truth and honesty, there would not everything been lost ...
or are this stupid little hopes nourished by your mail I got after three weeks of cold cold silence ... ?

Samstag, 22. September 2007

On letting go

Why the hell I have this awry believe of the principle of "letting go"?
Is there anyone who cures me from fooling myself, from believing that I, because I know that only the one who lets go, will get it back, just have to let it go to get it back?

In failure reasearch they call it - "unzulässige Ursachenzuschreibung".
Knowing failures doesn't prevent from slipping into them.
And this - just to end with another platitude.

Just another undisciplined day. Just sabotaging myself.

Freitag, 21. September 2007

Goodbye for the next time - good-bye for ever?

Ich gehe auf dich zu am vereinbarten Treffpunkt. Du schaust kurz zu mir her, dann sofort in die andere Richtung. Und machst dir vor, dass du mich nicht gesehen hast. Damit du mich nicht anlächeln müsstest? Vermutlich. Unfreiwillig muss ich mich dir von der Seite nähern. Ich spüre nichts von dir. NICHTS. Wer bist du? Habe ich DICH geküsst, geliebt fast - fast.

Ich war nach dem ich deine Stimme am Telefon gestern gehört hatte zuversichtlich. Dein Blick eiskalt. Dein Körper so weit weg, dass jeder Versuch dich zur Begrüßung zu umarmen, überhaupt anzufassen einer Vergewaltigung gleich käme. Wärme, die hast du nicht zu vergeben. Nicht in Taten. Nicht heute. Nicht mir. Deinem inneren Eisberg kann mein Herbst nicht standhalten. Du siehst alt aus. Du siehst kalt aus.

Hektisch erhebst du dich. Das erste was du sagst ist, meinen Wunsch nach viel Zeit für dieses Gespräch zu durchkreuzen. Wie sollte es anders sein. Meister im Fliehen. Klingt zwar glaubwürdig, ein wichtiger Termin; aber ich bin sehr sicher, dass dir das gerade recht kommt.

"Mein ganzes Leben ist doch eine Flucht" sagst du später kokettierend mit deinem Schicksal. Schicksal. Klar. Dein Schicksal sei es kein Glück in der Liebe zu haben. Wie auch - wenn man das glaubt.
Und meine bescheuerte kleine Liebe, ja es ist eine kleine, fliesst immer noch zu dir ihn.

Wo du mir bereits erzählst, dass du dein Herz verschenkt hast.
Dieser anderen. Und was und wie du von ihr erzählst denke ich als erstes - das endet unglücklich.
Wie bei der vor zwei Jahren, als unser Kontakt abbrach und du mich trotz deiner mündlichen Voreinladung dann doch nicht zu deiner Geburtstagsparty eingeladen hattest. Auch das wird unglücklich enden. Sofern es überhaupt beginnt. Stop - ist das nicht bloß Wunschdenken?

Ich schaue dich an, versuche eine Resonanz zu spüren. Kälte. Du erzählst davon, dass das es ist, was dich an anderen anzieht. An ihr. Mir friert. Nimm meine Hand. Tust du nicht.

Dann sagst du etwas und das rührt mich. Zu Tränen. Du beugst dich mit deinem Gesicht zu meinem.
Nein, nicht jetzt. Nicht, weil ich weine will ich deine Nähe. Was soll ich dir Tränen schenken, wenn es eine Herzkammer hätte werden sollen? Dies hätte einer dieser Momente in Anführungszeichen werden können. Nicht weil ich weine. Ich brauche ein Taschentuch, stehe auf. Du wirst unglaublich flatterhaft, weil du glaubst ich will gehen und schon nimmst du deinen Mantel und deine Tasche - und ich weiß jetzt was du eben meintest, ich sehe jetzt den kleinen verschreckten Jungen. Der Junge, der meine Hand ausgeschlagen hat.

Ich spüre nichts von dir zu mir. Nur mich wie ich an dir abpralle.

Womöglich brauchte ich einfach nur nochmal diese Bestätigung.

Als ich wieder an den Tisch zurückkomme, habe ich das Gefühl, dass wir JETZT anfangen können zu reden. Du sagst, dass du mich besuchen würdest. Ich sage, dass ich es gerade nicht weiß, ob ich dich noch einmal wiedersehen will. Obwohl mir das hier viel zu kurz war, um der Entscheidung nachzuspüren. Muß es die geben?

Kaum ein Thema auf meinem Gesprächszettel wirklich ausgesprochen.
Außer vielleicht die Basis - dass du mich magst. Aber auch - dass du nicht weitergehen magst.
Dabei ist das Leben ein Fluß. Und MICH, mich kostet es mehr Energie es aufzuhalten als es fliessen zu lassen.

Du verabschiedst mich mit einer gewollt herzlichen Umarmung in der ich wieder nichts von dir spüre, schiebst mich in die entgegengesetzte Richtung von deiner, in die ich auch gerade ankündigte gehen zu müssen. Ich stehe zwei Sekunden irritiert dort am Wasser und gehe dann tatsächlich den kleinen Umweg hoch zur Hauptstrasse, um dich dort auf der gegenüberliegenden Seite wieder zu sehen. Wir haben /doch/ die gleiche Richtung. Ich schaue zu dir hin. Du schaust gerade so in die andere Richtung als hättest du es noch eine halbe Sekunde vorher nicht. Jedoch: einen letzten Blick schenkst du mir keinen.

Ein Bild in meinem Kopf: wie du mich das letzte Mal aus deiner Wohnung verabschiedet hast, mit diesem gehauchten Kuß der aus deiner Hand zu mir hin flog. Genau so wie du mich bei meinem ersten Besuch bei dir verabschiedet hattest. Dieser Schmetterling hatte das Samenkorn mitgebracht.

Du hast bloß ein Herz. Und es verschenkt.

Good-bye.

Sonntag, 14. Januar 2007

accidentaly BIG BIG words, drunk. of course

told you all the past stories of accidentally meetings. laughter.

met you, gregory, accidentially afterwards. strange thing, 'cause you were to be mentioned the one YOU, my best friend here, told me, you thought about after you see him on stage. "when I saw HIM, I was sure ths guy is yours" and in the moment you said this to me I knew you were right. you know me, even too good, it's good to have someone to know me so good.

later on, so natural to meet you accidentally, you told me, very drunk: "ich beginne dich wegen deiner defekte zu lieben", you quote your role in the play and further you say: while you're dancing in exactly the same rhythm as I do: " So hat Chance das gesagt. Und das, das ist so gut, dass man weinen könnte. Es ist so gut, dass man weinen könnte." I won't you to see my tears and leave the disco for a break. If I had knwon it would be the last oppurtunitiy for me, the last chance to say goodbye I would'nt have left you. I love you for just this moment. And I tell you, as drunk as you: " You ae Chance, you have the chance to tell the truth! So do it!" and there was a wish to kiss you.. Just for this moment. And telling You, my best friens: Yes, you were totally right. He remebergs me of all the lovers I had. And his loyality - to tell everbody new he's going to meet - as well as you just some minutes before - of his girlfriend - that's what I like- ThatÄs what I want. And that#s what HE has in common with Mike: this freedomness of relationshippinh. That's what I adore. That's what I want.

And with this moment I love all the actors I met in my life who told me something about love.

Montag, 13. November 2006

"Ähnlichkeit fördert Untreue"

titel die "Fit for Fun" reißerisch hier und nach der Lektüre - auf die mich ein noch unbekannter, sehr süßer Bekannter lenkte, fühlte ich mich bemüßigt, nachzudenken.

Zuallererst: Ich glaube da werden schnell aus strategischen Gründen der Leserschaftserhöhung mehrere Faktoren miteinander auf boulevardjournalistischem Niveau vermischt.

Zum einen kann man vortrefflich über "Gegensätze ziehen sich an" oder "Gleich und gleich gesellt sich gern" diskutieren oder sich je nach Aspekt in der Mitte treffen.

Zum anderen ist da das Immunsystem.
Und die WIssenschaft, die gerne mal A mit B in Verbindung bringt, auch wenn A so wenig mit B zu tun hat wie ein Hundekuchen mit Hund.

Ich glaube mal irgendwo gelesen zu haben, kann es aber jetzt auf die Schnelle nicht nachrecherchieren, dass Paare, die schon lange glücklich miteinander sind überproportional häufig die gleiche Blutgruppe haben. Fand ich in der Hinsicht witzig als dass ich das - soweit ich das wußte - bei mir und bei meinen Eltern und auch bei ein paar Langzeitbeziehungen bestätigt fand. Okay, ist nicht repräsentativ und wer weiß vielleicht ist das auch völlig zusammenhanglos. :-) Und meine Blutgruppe ist die zweithäufigste - zumindest im europäischen Raum - soweit ich weiß.

Dann ist da das Immunsystem. Dass dieser Aspekt des gegenteiligen Ergänzens wahr ein soll, habe ich schon öfter gehört. Ebenso dass das Immunsystem auch eng mit dem hormonellen System zusammenhängt. Und dass es häufiger vorkommt, dass Frauen von Männern, die die Pille nehmen unterbewußt (riechend) anders wahrgenommen werden als wenn sie dem Körper keine künstlichen Hormone zuführen. Dass es so eben vorkommen kann, dass ein Mann seine Freundin nach Absetzen der Pille plötzlich nicht mehr riechen kann. Aua. Böse Falle.

Dass aber all das ursächlich (!) mit einer Seitensprungtendenz zu tun haben soll, halte ich für hanebüchenen Unsinn. Allerhöchstens indirekt aus einer latenten Unzufriedenheit mit der Beziehung an sich. Da vermischt mir der Artikel zuviel Statistik, Pseudo-Wissenschaftlichkeit und schlicht verschiedene Themen und die Frage von Ursache und Wirkung.

Insgesamt glaube ich schon, dass es sehr sehr spannend ist die unterschwelligen Motive der Partnerwahl zu durchleuchten, ob allgemein oder bei sich selbst. Und dass dabei nicht nur Biologie, sondern sehr viel mehr (Tiefen)psychologie, frühe und letzte Erfahrungen mit eine Rolle spielt. Solange man in jeder Beziehung was dazu lernt war sie nicht umsonst, so schmerzlich manche Trennung ist. Und manchmal ist es eben auch sinnvoll eine gewisse Zeit alleine zu verbringen, um wieder bei sich anzukommen.

Und wieso das bei Frauen anders sein soll als bei Männern, mit der Seitensprungtendenz bei gleichem Immunsystem, denen ja doch allgemein eine stärkere Libido unterstellt (?) wird, wird leider auch nirgendwo erläutert. DAS würd mich nämlich nochmal interessieren. Ich glaube nämlich, dass es verschiedene Wünsche gibt - und verschiedene Abstufen sich miteinander kompatibel zu fühlen. Ob jemand sich ein monogames Leben vorstellt oder eine offene Beziehung, ein Leben mit gleichwertigen PartnerInnen, die alle voneinander wissen, eben polyamour oder wie sich diese WÜnsche auch verändern können (oder eben auch nicht) ist eine Frage von guter Kommunikation. Der Einsicht in seine Bedürfnisse und den Mut darüber zu sprechen. Und wer dabei ähnlich tickt oder bereit ist ähnliches zu leisten ist sich treu. Und dem anderen.

Montag, 18. September 2006

"Man muß sich auch mal irren dürfen"

als abschließendes Fazit eines Abends. Zuerst dieses Stück was sich als Verdienst einen großartigen Stückankündigungstexter auf die Stirn schreiben darf. Rest: grottig. Intensiv? Ja. Mit Geschrei und gefakten Fäkalien, die täuschend echt, aber eben nur täuschend echt stinken. Nackt muß sie natürlich auch sein, die Schauspielerin. Eine weitere Frau, auch Schauspielerin, das weiß ich, weil ich sie als solche kenne, wird auch auf die natürlich avantgardistisch nicht vorhandene Bühne geholt und einen kurzen Moment bin ich doch überrascht. Sie? Jene Ex-Kollegin, eine eher der klassischen Sorte gibt sich für so ein Stück als Publikum-wird-ins-Stück-integriert-Fake her?
Um dann nach ein paar Minuten zu erkennen, sie fakt nur ein Fake. Sie ist tatsächlich bloß als Gast hier und ob der Schauspieler, der sie mit einbezieht überhaupt weiß, dass sie auch Schaupielerin ist?

Jedenfalls: ein Irrtum soviel Geld für soviel leeres Geschrei auszugeben.
Und danach seit langem mal wieder den schmalen Grat betreten, den erschöpften Schauspielern und dem Regisseur, dem ich vorgestellt werde und der ja irgendwann mal wichtig sein könnte wegen eines Jobs, you know, zwischen der Wahrheit, nicht allzu ungeschminkt bitte und der nötigen Motivation wo schon der Applaus so dürftg war. Er ist ja schließlich kein Freund. Wie schwer es ist jemand zu sagen, der gerade stolz auf sein Tagwerk, stolz auf die Leistung seiner Schauspieler und ebenso seine Erschöpfung überspielend, dass es ein Irrtum war dahinzugehen. Oder dass der Ankündigungstext einfach genial gut war? Zum Glück: er fragt diese Frage nicht: "Wie fandest du' s?"
Ehrlichgesagt hat mich selten ein Regisseur nach einem Stück gefragt: Und, wie fandest du's? Zuviel Angst vor der Antwort, die Regisseure.

Erleichtert fahre ich zu jenem Ort weiter, wo ich tanzen werde. Wo ich weiß, ich treffe Menschen, die ich mag. Auch wenn ich sie nicht kenne, nicht gut. Ich fühle dort eine Wellenlänge. Und da ist eine Unsicherheit auf dem Fahrrad, über den Fluß, was - wenn ich dort Mats treffe? So ohne Aussprache und ohne jeglichen Kontakt seit zwei Monaten? Diese Kunst des Abschiednehmens trotz offener Fragen und trotz seiner Behauptungen, er wolle sich austauschen und dessen Worten eben keine Taten folgen.

Wie würden wir miteinander umgehen?
Mein Horoskop fällt mir ein, von wegen jemanden treffen aus der Vergangenheit, heute. Aber hab ich ja schon, Mark2, der mir heute gemailt hat und der schrieb er hätte gerade an einer Trennung zu knabbern. Wie Mark1, der mir sofort einfällt, der sich auch getrennt hat. Der mir nur schreibt, wenn er sich trennt. Also einmal in eineinhalb Jahren.

Dass ich aber dann DICH treffe, und dass mich das so gar nicht berührt, sondern ehrlich sogar nervt, damit hätte ich zunächst nicht gerechnet. Und dass mich diese Überraschung nicht trifft. Sondern dass es mir eine merkwürdige Mischung aus Genugtuung und Gleichgültigkeit verschafft zu erleben, dass die anderen MICH mögen, MICH direkt integrieren und anfangen über seine arg aufdringlichen Kontaktversuche zu lästern, läßt mich aufatmen. Nach zwei Bier traue ich mich sogar ein kleines bischen Partei zu ergreifen und mich zu erklären. "Ich weiß nicht, ob ihr das wißt" sage ich und halte mich für ganz schön mutig mich so weit aus dem Fenster zu lehnen, schließlich seid ihr ja auch bloß Bekannte - und doch - ich will ehrlich sein. "Ich war mal mit ihm zusammen. Ja, der IST komisch. Nicht lange und so. Also - der kann wirklich schreiben. Sich schriftlich ausdrücken. Phantastisch. Okay, der wirkt manchmal komisch. Aber das ist deshalb und deshalb." Erschrockene Gesichter. Und doch - aufrichtiges Interesse. "Und - wie ihr seht - er hat sich mit mir ja auch keinen Kontakt mehr ausgebeten. Irgendwie tut er mir leid. Ich weiß wie es ist, geschnitten zu werden. Die kalte Schulter zu spüren." Und dann erzählst du von deinen Eindrücken und ich bin beeindruckt wie nahezu wortwörtlich du etwas fomulierst was ich erst Monate nach unseren ersten glücklichen Wochen, kurz vor dem Aus so formuliert habe. "JA! Du hast recht!" Und irgendwie tut mir das auch gerade gut, mich bestätigt zu sehen: ich dachte oft, ICH ticke nicht richtig. Ich mag es nicht, wenn man über jemanden lästert. Noch weniger, wenn dieser Jemand mein Exfreund ist. Letztendlich aber hat er das sich selber zuzuschreiben.

"Man muß sich auch mal irren dürfen" sage ich - und du lachst.
"Na klar, das hat doch jeder schonmal." sagts du. Und: "Ich bewundere deine Fairness."

Mittwoch, 9. August 2006

Emotional Forecast

Und auch du wirst mir vorauseilen mit deinem großen Herz. Dich verlieben und hechelnd warten, dass ich es auch tue. Ich bin soviel Aufmerksamkeit nicht gewohnt. Sehne und fürchte sie zugleich. So leicht Einzelheiten zu finden, weswegen es nicht passt. Und jetzt, jetzt wo sie da an der Ferne sichtbar ist, die Gelegenheit, habe ich auch noch selbige. Zu fliehen statt zu fliegen. Und du, du bist ja ohnehin nicht "mein Typ". Und doch: ich weiß, ich bin empfänglich gerade. Empfänglich für deine Aufmerksamkeit. Dein Interesse. Gefährlich das. Jeder Hitze folgen Schauer.

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