schmecken

Montag, 13. Juni 2005

Was mir fehlt zu meinem Glück? oder Rubrik: schmachten

Ein Franzbrötchen-Abo. Genau die für 70 cent vom Hamburger Hauptbahnhof.

Ich glaub ich bin süchtich nach die.
Zimt und Vanille.
Vanille und Zimt und ganz viel süß und weich und weiche Rosinen ohne jeglichen Ansatz von Kernigkeit ...

Ich glaube es war Stan Nadolny der in Netzkarte schreibt von den deutschen Bahnhöfen, die alle nach Croissants riechen.
Der Hamburger Bahnhof aber riecht nach frischer Lust (sic) Luft - und Franzbrötchen.
Mit Zimt und Vanille.

Samstag, 10. April 2004

Schokoladenbuchstaben

Schon seit geraumer Zeit überschwemmt mein Respekt vor den Worten anderer meine eigenen. Robinsonade auf meinen Sprachinseln und eine Brandung die Strände abträgt.

Kitsch. Zu mehr als Kitsch bin ich nicht mehr fähig. Wenn man nur noch glänzen will bleibt Abglanz.

Alle reden hier druckreif. Die Journalisten die zuhören brauchen nur abzuschreiben. Und ich, ich fresse Schokolade, werde immer fetter.

Heute habe ich mir drei Schachteln Schokoladenbuchstaben gekauft.

Montag, 29. März 2004

Ti-ra-mi-su-Eis

werde ich in diesem Eiscafe garantiert nicht mehr bestellen.

Die 5 EURO (5) hätte ich dann lieber in Surfen investiert als in diese Melange aus mehligem viel zu intensiv schmeckendem Nougateis, dafür geschmacklosem Vanilleeis - oder war es Sahneeis, das vermochte ich nicht zu sagen - und einer derartig ekligen Sauce, die mich verdammt an eine Mischung aus alkoholhaltigem Hustensaft vermischt mit Eierlikör erinnert, wo der Versuch das ganze in Milch aufzulösen einfach nur mißlingen kann. Zwischendurch mußte ich an eine Fernsehsendung denken, ich glaube es muß "Wahre Liebe" gewesen sein, wo man erklärte wie in Pornoproduktionen optisch möglichst naturgetreues Sperma gemischt wird und plötzlich überfiel mich ein Drang sehr schnell eine gewisse Örtlichkeit aufzusuchen.

"Hat's geschmeckt?" fragte mich die Bedienung, die viermal um meinen Tisch herumschlich und die Hälfte meines nicht aufgegessenen Eisbechers mißtrauisch beäugte.
"Danke" sagte ich nur.

Donnerstag, 5. Februar 2004

Heute riecht es überall

nach Erdbeeren. Frischen Erdbeeren. Ich kann es gar nicht mehr erwarten bis es wieder welche gibt, die schmecken.

Erfreute mich auch über jenen Feinkostladen der sich mit "Zimt und Rosen" benennt. Zimt und Rosen. Da feiern doch sämtliche Wässer die in Mund und Nase zusammenlaufen können ein Fest!

Donnerstag, 29. Januar 2004

Hühnerzehennägelknabbern

jetzt ganz hip in Johannisburg meldet yahoo. Wo liegt der Reiz Hühnern an den Füßnägeln zu knabbern? Das fragte ich mich schon 1998 als mir in Hongkong so ein wohlfritierter Hühnerfuß vor die Nase gehalten wurde und ich leider meine Nachbarin beleidigen mußte indem ich ablehnte. Klar, Hühnern wird niemand die Fußnägel schneiden. Wozu bitte muß ich die dann essen? Sowas will ich einfach nicht auf dem Tisch haben. Füße gehören darunter. Zehennägelschnipsel sonstwohin nur nicht in die Nähe von einem Teller. Zumal so ein fettriefender crosser Hühnerfuß wippend den Eindruck erweckt als hätte er nur erst wenige Minuten zuvor noch als essentielles Fortbewegungsmittel gedient.

Und die Augen die mich aus einer Suppe heraus anglotzen dürfen allerhöchstens aus Fett bestehen. Ich Suppenkasperine mußte ja leider auch am nächsten Tag schon wieder die Gastfreundschaft meiner Zimmerwirtin strapazieren. "Fischaugenglaskörperlutschen bringt meine organische Weltordnung durcheinander" hätte ich ihr gerne gesagt. Leider verstand sie kaum Englisch.

Am nächsten Tag gab es dann wieder Suppe. Mit transparenter Fadeneinlage, etwas dicker als die hier bekannten Glasnudeln.
Diesen Gang verkündete unser reiseleitender Prof mit: "Glasnudelsuppe." Durchaus wohlschmeckend.

Zwei Tage später wieder im Restaurant. Dieselbige Suppe.
Unsere so ganz aus offenem Herzen laut und zurückhaltend zugleich lächelnde Gastgeberin:
"You liked this yesterday I see. Here for you - some more Jellyfish-soup."

Donnerstag, 22. Januar 2004

Entdeckt:

Das Garam Masala von Spinnrad (noch mindeshaltbar!) schmeckt einfach wie pulversisierte Spekulatius. Nicht daß ich was gegen Weihnachtsdüfte hätte. Aber doch nicht auf meiner Zunge. In Zusammenhang mit Huhn. Eindeutig zu viel Zimt drin.

Außerdem passt es nicht zu der musikalischen Neuentdeckung "Calexico". Wirklich schön entspannte und nie langweilige Musik. Genau richtig und passend zu meiner Stimmung, so leicht neben mir.

Dienstag, 30. Dezember 2003

Brotbackautomat

schmeckt

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