traeumen

Donnerstag, 6. März 2008

She was it who stole my dreams the night before!

SO weird, so ME ...

Dienstag, 8. Mai 2007

I wanna get drunk with the one who captures the pictures of my dreams

"Good morning, my Darlin' ... Why do you smile like that?"
"Had this funny dream. Of you and me - lying like that here - and there was a ... don't know ... Meerschweinchen, ein sehr süßes, aber rießiges Meerschweinchen - genau auf der Grenze, where our naked bodies touch ... "
"Ein Meerschweinchen!?!?"
"Ja, ein Meerschweinchen."
"Which kind of - Guinea Pig? It's a Guinea Pig -"
"Which pig?"
"Guinea - G U I N E A. Did you like it?"
"Uhm ... yes. Although I don't like pets in my bed at all ... well, I love cats, but due to allergies I don't want to cuddle them in bed. But this - Guinea Pig - was - so extraordinary cute ... such a long nose - and real freaky long hairs ... as if it wants to tell me something. "
"Which color?"
"oh - mixed. Blond, red and brown. And long hairs. Almost Rasta-Curls. And a mimic like a human being. So funny!"

"That's ... well ... my ex-girl-friend had five of them. - I hate them."
"Oh. You HATE them?"
"Well, they were making noise the whole night, there was always dirt in the bathroom because of them. And when she wasn't there, suddenly it was me who should take care of them!"
" ... I NEVER dreamt of a Meerschweinchen before. NEVER in my life!"

Mittwoch, 9. August 2006

Nicht wirklich

Wie präsent alles noch ist.

Da klingelt das Telefon, jenes meiner Eltern - so wie alle Telefone klingeln, nur etwas lauter, weil Papa ist schwerhörig und dabei habe ich dich doch angerufen. Und du bist dran. Ich darf und muß nur in der Küche telefonieren, an der kurzen Leine gehalten von Papa. Du bist dran, am anderen Ende. Und auf eine sanfte Art überrascht, so dass sich mein Herzklopfen dich nach all den Jahren angerufen zu haben rasch einer alten Vertrautheit Platz macht. Die ich ahne - mehr in deinem Tonfall. Denn irgendwie erkenne ich deine Stimme nicht so recht wieder. Die da aus einem Mund dringt, den ich vor 15 Jahren geküßt habe, der zu einem Gesicht gehört, welches ich mir nur schwer vorzustellen vermag.

Siehst du immer noch so aus wie Herrmann in der "Zweiten Heimat" von Edgar Reiz, diese sanfte Eleganz, diese intelligente Schüchternheit?

Ich knie halb sitzend auf dem Stuhl von Oma, den ich öfter einnehme beim essen seit sie nicht mehr da ist. Oma steht hinter mir und Mama und Papa. Manchmal streift auch meine Schwester vorbei zwischen den Zuhörern, natürlich mit dem Vorwand jedesmal irgendwas Vergessenes aus dem Kühlschrank zu holen. Tatsächlich dann um ihren neugierigen Hunger zu stillen, was ich nach all den Jahren mit dir, der erste dessen Liebe mir erwidert wurde und den ich schmählichst verlassen habe, zu besprechen habe. Der Präsentierteller meiner Familie sättigt mein Bedürfnis nach Nähe zu dir. Kein Platz zu fragen wie ess dir wirklich geht. Und wie es gehen kann, dass wir hier so entspannt miteinander sprechen. Belangloses scheinbar. Und doch als sei dies eben eine Tür, die geöffnet werden kann. Die quitscht und rostig ist, verstaubt ein bischen. Aber gangbar. Fühlst du das auch?
Du erzählst von einer Bootstour, die du letzte Woche gemacht hast - du und Bootstour? Ob das mit deiner Familie war, deiner Frau und deinen Kindern? Ich weiß ja, dass du Kinder hast. ist das schön? geht es dir gut damit? Wie war das damals? Fragen, die noch nicht dran sind.
"Das war einfach göttlich", sagst du und in meinem Kopf zuckt etwas, eine Schubade springt auf, ja, jetzt erkenne ich deinen Stimme wieder - "göttlich" hast du gesagt; "göttlich" hast du immer gesagt. Und geschrieben. Ich kann mich jetzt auch wieder an deinen schön geschwungenen Mund erinnern, der immer ein bischen schräg-melancholisch lächelte. Und deine tief liegenden Augen. Aber die Augenfarbe? Komisch, die war mir nie wichtig gewesen. Niemand traut sich zu fragen, ob wir uns sehen werden. Sowieso: zu viele Kilometer dazwischen, um einfach mal so sich zu besuchen. Du weißt wie ich aussehe. Im Gegensatz zu dir hab ich ein Foto von mir bei dieser Businessnetzwerkplattform ins Netz gestellt.
Ich würde dich zu gerne mal wiedersehen.

Mit diesem Gefühl, dich wieder sehr präsent zu wissen, aufgewacht. Gestern deinen Namen im Netz gefunden. Dich, der du dich all die Jahre als ausgewiesener IT-Experte so gut verborgen hattest. Den Link deiner Firma. Kein Foto. Adresse und Telefon. Aber nein, anrufen werde ich nicht. Wirklich nicht.

Freitag, 18. November 2005

Viel Freud, dear Freud

Bei meinen Eltern zu Besuch. Diese sind unterwegs. Mein zweiter Freund ist überraschend auch gekommen und flirtet mit mir, wie er es immer getan hat, auch noch lange Jahre nachdem ich mich von ihm getrennt hatte. Ich schaue in sein glattes Gesicht. Früher sah er es nicht ein, sich täglich zu rasieren, ließ sich zeitweise sogar einen Vollbart wachsen. Was mich gruselte. Es gefällt mir wie ordentlich seine Haare jetzt sind und wie leger er gekleidet ist. Dünn ist er immer noch. Sehr dünn. Und groß. Ich hatte vergessen, wie groß er ist.

Er fasst mich zuerst nur an den Schultern an, dann streicht er mit einem Finger über meine Wange und er war immer schon jemand der anderen sehr nahe kam, kommen durfte und das gefiel mir. Wie er auch seinen männlichen Freunden, seiner Exfreundin und einfach vielen Menschen um sich herum so arglos, so frei nahekommen konnte, anfassen durfte. Belustigt war ich auch schon früher irgendwie darüber, dass meine Bekannten mich dann manchmal bedauernd ansahen und meinten, dass sie es verstünden, dass es schwer ist mit so jemand zusammenzusein und dass ich doch ganz bestimmt unglaublich leiden müsse unter meiner Eifersucht.

Wir stehen im Schlafzimmer meiner Eltern, die Tagesdecke ist ordentlich über das Bett gebreitet. Und jetzt, Jahre später - denn dieser Traum spielt im absoluten Heute - tut er das, worüber wir damals so oft gesprochen haben und es nie getan haben - er wirft mich auf das Bett und wir lieben uns. Rollen übereinander. Klauen uns gegenseitig die Kleider, werfen sie Richtung Schrank, jenen rießigen Spiegelschrank. Lachen so viel dabei, dass ich ein ums andere Mal dazwischenrufe "Pst - meine Schwester!" - denn sie ist im unmittelbaren Nachbarzimmer, auch zu Besuch. Und genau diese Heimlichkeit macht es heiterer als alles mit ihm erlebte.

Ein Geräusch, was klingt als ob da ein Schlüssel im Schloß - wir beide erstarren mittendrin - es dauert ein paar Sekunden bis ich realisiere, dass - obwohl mir das Geräusch fremd ist - es tatsächlich doch die Haustüre ist, denn seit meinem Auszug gibt es eine neue Tür und dieses neue Schloß klingt anders. Meine Mutter wird gleich ihren Mantel in den Kleiderschrank hängen wie sie es immer tut - und wir liegen hier halb ausgezogen auf der zerknitterten Tagesdecke!!! Ich schaue in deine Augen, sie lachen, du platzt fast gleich vor lauter zurückgehaltenem Lachen. Würd ich am liebsten auch. Aber ich fühle mich plötzlich wie damals und versuche so leise wie möglich die Sitaution schnellstmöglichst in den Griff zu bekommen. Wo ist mein BH? Wo meine Strumpfhose und meine Hose? Ich rolle mich vom Bett, lache innerlich über die Absurdität - schließlich kann ich eigentlich auch ganz normal aufstehen - Hauptsache leise - meine Sachen einsammeln und ins Bad gehen. Er? "Geh in mein Zimmer!" befehle ich ihm im Rausschleichen und kaum bin ich im Bad, bete ich inständig, er denkt selbst daran seine Shorts unter dem Bett mitzunehmen. In dem Moment wo ich die Badezimmertür schließe, höre ich schon die Schritte meiner Mutter auf der Treppe. Wenn er es bloß bis jetzt geschafft hat in mein Zimmer zu gelangen! Ja, er ist schlagfertig - aber was fällt selbst einem wortstarken Menschen ein, der halb bekleidet gefragt wird, was er im Schlafzimmer der Eltern der Exfreundin zu suchen hat?

Im Badezimmer funktioniert das Licht nicht. Ich ziehe mich im Halbdunkeln an und sehe wie keine 50 cm von mir entfernt eine handtellergroße, behaarte Spinne scheinbar in der Luft nach oben klettert, auf ihrer selbstgesponnener Leiter. Fasziniert und angeekelt zugleich kann ich nicht wegschauen während ich mich mit dem Anziehen beeile und gleichzeitig eine Antwort auf die Frage meiner Mutter probe wieso denn ihre Tagesdecke so verknitter sei. "Ich mußte mich kurz hinlegen. Kreislaufprobleme." erzähle ich dem Spiegel. "Und weil meine Schwester ja in ihrem Bett lag ..."

Mit diesem Satz überblende zu der realen Äußerung. Meine Mutter ist erstaunt, dass sie auch da ist und wir gehen zu ihr ins Zimmer. Es ist das Zimmer wie es war als wir beide noch gemeinsam eines teilten. Rechts ihr Bett - auf dem sitzt wiederum ihr erster Freund, hellblond, ein bischen fülliger als früher. Links jenes Bett, was meines war. Dort liegt sie mit zwei kleinen Kindern, beide mit südländisch brauner Haut und schwarzen Locken, zwei Mädchen. In einer Zehntelsekunde wissen wir, dass es ihre Kinder sind. Ohne zu sprechen sagt sie uns, dass sie diese all die Jahre verborgen hatte vor uns, dass diese von ihrem ersten Freund eben sind, mit dem sie weiter zusammen sein wird. Mit dem sie noch ein viertes Kind bekommen wird. Ein viertes? Das dritte ist bereits 12 Jahre alt und sei unterwegs, sagt sie. Meine Mutter und ich schauen einfach nur. Diese Kinder sehen so überhaupt nicht aus, als dass jener blonde Mann ihr Vater sein könnte. Und überhaupt. Wie ist es ihr gelungen das so lange geheimzuhalten? Und wie hat sie die Schwangerschaften verborgen? Ich versuche Erinnerungen zu finden an Anblicke meiner Schwester, wo ich vielleicht auch nur eine Spur des Zweifels über ihre schlanke Figur gehabt hätte. Nichts. Und doch glaube ich es. Irgendwie. Schaue staunend auf diese beiden ziemlich süßen Mädchen mit den schwarzen Locken. Und verstehe dich Welt nicht mehr. Fühle mich wie in einem Theater; gespannt auf die Reaktion jener Frau, die links neben mir eine der Hauptrollen spielt. Neugierig. Abwartend. Belustigt über das Theater was dem zuvorging, die Knutscherei mit meinem Exfreund, all das absurde was hier gerade passiert.

Lachend wache ich auf.

Montag, 14. November 2005

Sehr seltsamer Traum, verwischt vom Tag

(Hätte ich sie doch besser heut morgen notiert)

Mich selbst zu träumen, wie ich zwei Geschichten parallel in mein Tagebuch schreibe, ganz ruhig auf meiner Matratze sitzend, schreibend und direkt im Anschluß wieder lese, so wie ich es schon lange nicht mehr getan habe; so wie ich derzeit meine Mailkorrespondenz führe.

Diese erste Geschichte scheint gar nicht ich zu sein, die sie erlebt hat. Sie handelt von einem bereichernden Auslandsaufenthalt. Über den ich schreibe, in weisen Worten, in denen ich meinen Wesenskern* erkenne. Also doch ich?

Die zweite Geschichte handelt von einem Erlebnis, welches ich im Traum nur lesend erlebe, nur flüchtig überfliege. In dem Wissen es kurz vorher selber geschrieben zu haben. Diese Geschichte dreht sich um das Thema SM.

*Der, der gerade so verschütt liegt, dass ich gestern drei Stunden mit Weinen verbracht habe.

Und in meiner Verzweiflung vorm Einschlafen mir fest vornahm: Bitte schick mir im Traum einen Anker, wo ich irgendetwas finde, damit es mir wieder besser geht.

Und jetzt sitze ich hier, bin immer noch etwas verwirrt.
Ausland - ok, darüber denke ich ja schon länger nach. Fehlt mir definitiv diese Erfahrung.
Aber SM? Vielleicht nicht so verwunderlich, das Thema war in Mails der letzten Zeit öfter da; ich war ja nun auch im Sommer auf jenem Event über das zu schreiben fast schon verjährt ist und wovon ich noch soviel mitgenommen habe, was aber dann doch etwas abgeschnitten im Raum schwebt. Und doch habe ich dort gemerkt, dass meine Lust so gar nichts mit körperlichem Schmerz zu tun hat oder damit bedroht zu werden, aber auch dass ich zwar der spielerischen Komponente und dem Statusspiel um Macht und Kraft viel abgewinnen kann. Doch was das mit meiner bessergehenden Zukunft zu tun haben sollte, bleibt mir schleierhaft. Schmunzelnd lasse ich das nun einfach mal so stehen.

Montag, 5. September 2005

"Stell dir den Raum vor, der dein Gefängnis sein wird.

Du weißt, es gibt ihn - jeder trägt so einen Raum mit sich herum." (Stona Fitch: senseless)

Ich habe von ihm geträumt. Wieder. Es ist eine Sporthalle, blauer Schwingboden, abgenutzt von zahllosen Schülerfüßen in garantiert straßenschuhfreien Turnschuhen, quietschend. Eine unendlich hohe Decke. Die ersten Sitzreihen der Tribühne am Rand so hoch, dass ich sie kaum erklettern könnte. Die Treppen dafür sind hereingeschoben. An einem Ende steht ein Gerüst, ein Baugerüst, sehr schmal, stumpfe Metallstreben und übergroße Flügemuttern, drei oder vier Ebenen hoch. Auf jeder Ebene zwei schmale Bretter. Wir sitzen auf der obersten mit dem Gefühl leichten Schwindels, der vom eigenen Mut begeistert. Schauen den jüngeren Schülern zu die vom Lehrer angetrieben die Halle stürmen. Einer dieser mittelalten Sportlehrer mit den drahtigen Beinen, denen man ansieht, dass sie nichts anderes können als Sport. Die anderen neben mir baumeln mit den Beinen. Ich kriege Angst, weil das Gerüst zu schwnaken beginnt an meiner Seite. Nur an deren Seite ist Ruhe. Es ist als ob deren Übermut nur meine Seite gefährdet. Tief unter uns liegt eine kleine dicke Matte und mehrere dünne blaue Turnmatten. Ich hasse Sport. Ich hasse Sportunterricht. Es schwankt immer mehr und dann beginnt das Gerüst auf meiner Seite zu kippen. Ich halte die Luft an und denke im Fallen: oh bitte bitte lass es mich schaffen mich darauf zu konzentrieren die Arme dicht an den Körper zu halten, die Beine nicht so unglücklich um die Stange unter mir zu knicken, dass ich mir mehrere Knochen breche. Oh bitte - lass mich nicht einen Knochen brechen. Ich falle.

Ich wache auf noch bevor ich aufschlage. Wäre ich doch noch bloß aufgeschlagen. Dann würde ich mich weit weniger hängengelassen fühlen als so.

Dienstag, 16. August 2005

Kopfkinoverführer

"Und jetzt genieße ich nur noch den Kopfkinovorführer" wollte ich schreiben und fast ist es (siehe oben) geworden. Auch schön. Gute Nacht.

Mittwoch, 18. Mai 2005

Lieber Traumvorführer

... das war ja schon mal ganz gut. Jetzt das selbe nochmal, aber bitte in echt. Ist doch gar nicht so schwer. Das Personal ist vorhanden; nur das passende Wetter fehlt noch.

Und wenn dann einer der nächsten Tage auch in echt so anfängt sehe ich über die letzten Tage hinweg.

Danke.

Freitag, 13. Mai 2005

Nächtliches - oder: Alle sind schwanger

ereignete sich - nachdem ich leider wieder alleine schlafen mußte, obwohl die Voraussetzungen möglicherweise gegeben wären es hätte nicht tun zu müssen durchaus gut standen - wie folgt - ich danke meinem Traumvorführer für seine tiefenpsychologische Phantasie:

Die Küche meiner Eltern wie sie war bis ich 12 Jahre alt war befindet sich in einem Mietshaus in Köln.
Ich selbst bin zugleich 33 und 17 Jahre alt, erwarte einen leider sehr in Vergessenheit geratenen alten "besten Freund" - Will.
Mike sitzt bereits am Eßtisch wie sie früher alle immer dasaßen und auf den Sonntagskuchen warteten. Ganz selbstverständlich sitzt J. daneben und mir fällt zum ersten Mal ganz bewußt auf, dass ja eben beide EX Kölner sind und dass ich es im Herzen auch bin. Ein Teil meiner alten Clique ist noch im Haus verstreut unterwegs, wir bewohnen zwei Etagen. Ihr Geist ist deutlich spürbar. Ich bin in bester Gesellschaft und ich freue mich, dass alle beieinander sind. Ina ist auch irgendwo. Es ist seltsam Will zu erleben nach so langer Zeit. Und dann sagt er - oder ist es J.? - etwas davon wie sehr sie sich ja alle freuen, weil ja nun gleich "fast alle von uns schwanger sind". Und ich bekam kurz keine Luft vor Überraschung. Darüber, dass er sagte "wir sind schwanger" und über die Tatsache selbst. "Wer - fast alle?" fragte ich atemlos. Und Mike direkt neben mir grinste. Von seiner Freundin hätte ich es am wenigsten gedacht. Ich schaue ihm ins Gesicht und finde, dass er alt aussieht. Ich frage mich, ob er immer noch Alkoholiker ist und bin mir bewußt, dass ich das nur im Traum tue.
Dass Wills Freundin von ihm schwanger werden wird, hatte ich fast schon früher erwartet und mir wird bewußt, dass ich - als ich nach ihr frage, J. sehr merkwürdig aufmerksam wird, denn ihr Vorname ist der gleiche wie die derjenigen weswegen unsere Beziehung u.a. letztlich scheiterte.
Auch weiß ich, dass eine weitere gleichen Namens innerhalb der alten Clique um Mike auch schwanger ist.

Tatsächlich: Alle sind schwanger.

Montag, 22. November 2004

Stationen (Traum 1)

Irgendwo in einer unbekannten rheinländischen oder westfälischen Kreisstadt wie Hamm oder Gronau. Eine dieser Städte, die außer den Bewohnern kein Mensch von innen kennt, die wenn überhaupt nur einen bedeutenden Ort ihr eigen nennen und wo sich alle, wirklich alle nötigen Geschäfte vor dem Bahnhof gruppieren. VOR ist ganz wichtig, denn dahinter verkommt nur das Rotlichtviertel in Form eines einzigen freistehenden Hauses mit der ewig gleichen Schrift in rot, den seit Jahren mit rotem Krepp lieblos abgedunkelten zwei Fenstern, wo an einem seit Jahren die gleiche Nutte mit schwarzer Perücke, neongrün geschminkten Augen und einem ebenso in die Jahre gekommenen Spitzenbustier ihren überfülligen Busen auf einer Patchworkdecke platziert hat. Einer, der man förmlich die rauchvergilbten Zähne ansieht auch wenn nur sie ihren Gesichtsausdruck für ein verführerisches Lachen hält und ein paar abgeschliffene Stummel im Mund und dass es hinter den neonorangenen Lippen nach Rot Händle schmeckt. Immer.
Entlang diesem Etablissement schiebe ich meinen überdimensional langen Einkaufswagen vorbei, eine sehr flache Rolltreppe, fast eins mit dem Boden wird mich in ein künstlich angelegtes Walfstück führen, Teil eines Schloßparkes, das Schloß mit 18 Zimmern, das ich mir anschauen will, wo ich doch schonmal hier bin – auf Zwischenstation. Der Einkaufswagen ist leer und hinderlich, es ist schwer mich dagegenzuhalten, damit er nicht mich überrollend die Rolltreppe hinunterrattert. Ich sehe mich schon wie ein Käfer auf dem Rücken liegen, von der Rolltreppenkante so hart getroffen, dass ich kaum noch atmen kann, den Einkaufswagen über mir, die Rolltreppe schiebt mich gnadenlos nach oben. Als der Wagen fast wie von selbst die Grenze Rolltreppe Waldboden passiert grinse ich innerlich über mein privates Horrorkino. Ein schwungvolles Anschieben des Wagens lässt ihn sanft einen älteren Herren an der Hüfte berühren. Er meckert völlig übertrieben über die stürmische, rücksichtslose Jugend undmir fällt auf in diesem Park wimmelt es von meckernden Alten. Nur vorne, hinter einer fast halbkugelförmigen schmuckvollen Betonbrücke, die einen nur etwa zwei Meter breiten Schlossgraben überspannt, dort im Schlossgarten spielen friedlich zwei Mädchen in langen Röcken und ein sanfter blondgelockter Junge.

Das Schloß gehört Reinhard Mey, das stand in der Zeitung, die ich im Zug gelesen hatte und er vermietet auch das ein oder andere Zimmer spontan das ein oder andere mal an Durchreisende. Er hat es kürzlich umgebaut und durch eine offenen Flügeltür fällt mein Blick in ein sehr einladendes Esszimmer. Rechts daneben ein verglaster schmaler Mauerdurchbruch, der einen Blick in das Foyer bietet. Architektonisch wunderbar schlicht, geschmackvoll und doch sehr viel lebendiger als ein Museum. Ein wohnliches blutrotes Ledersesselensemble mit einem kirschenholzenen quadratischen Massivtisch begeistern mich. Zu gerne würde ich den ganzen Rest von innen sehen, nach der Innenarchitektin fragen, denn es muß eine Frau gewesen sein, denke ich. Doch ich habe keine Zeit, schiebe meinen Wagen wieder zurück Richtung Bahnhof, mein Zug geht bald. Der bahnhof hat verschiedene Tiefebenen wie die Münchener U-Bahn erreicht man manche Ebenen nur wenn man die richtige Rolltreppe nach unten nimmt und nicht an dem Zielgeschoß einfach in die Tiefe vorbeifährt. Die Beschilderung ist schnell zu übersehen, für meine Augen zuhoch und immer um die Ecke dahin wo der Blick zuerst hinfällt. Auf Gleis 8.3 fährt mein Zug und ich eile plötzlichmit zwei schweren Taschen in der hand Stock um Stock tiefer, um die Ecke und tiefer. Ein kalter Wind pustet als ob wir eher in den Bergen wären und keinesfalls unter der Erde. Eine Fahrkarte brauche ich noch – schnell, eine Fahrkarte. Hier – ein Automat, so hoch wie er einem kleinen Kind vorkommen muß. Ich recke meinen Hals, sehe den Schlitz wo ich die Karte einführen muß. Halt – das ist ein sehr merkwürdiger Automat, dunkel, aus schwerem wie mit zu hartem Schmirgelpapier gebürstetem Eisen, wie eine Requisite aus Schöne Neue Welt. Er ist quasi ein umgekehrter Kartenautomat. Hier in diesen Schlitz schiebt man seine Fahrkarte und erhält das Geld unten im Ausgabeschacht um den Schaffner zu bezahlen. Mein Zug hält am Gleis neben mir und fährt kaum dass er angehalten hat auch schon wieder ab noch bevor ich durchschaut habe was ich tun muß um mitfahren zu dürfen und woher ich eine Karte kriege, die genau in diesen Schlitz passt um genau das Geld zu erhalten, was ich brauche um nach Hause fahren zu können. Ich fahre in dem Rolltreppenlabyrinth wieder nach oben in den kleinen Kleinstadtbahnhof um mir eine Zeitschrift zu kaufen und beschließe in aller Ruhe erst den nächsten Zug zu nehmen.

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