umwegen

Dienstag, 4. Dezember 2007

Ich habe kein Talent zum Märtyrer

Was nützt es mir, wenn ich für mein Rückgrat bewundert werde, wenn mein ebensolches finanzielles osteoporoes so fein selbst durchs staatlich vorgeschriebene soziales Netz bröselt?

Bitte, gebt mir Sinn, sonst verliere ich wirklich alles, was noch bleibt ...

Samstag, 18. Juni 2005

Du sollst nichts erwarten und in Vorfreude schon gar nicht

Seit einer Woche schon keine Zeit gehabt das Paket von der Post abzuholen. Endlich wieder Geld zu haben und da und dort was bestellen zu können. Das unglaublich transparente Spitzenkleid von ebay oder das wunderbare Buchpaket von Amazon oder die klasse Naturkosmetik, endlich wieder, endlich. Kindisches Zappeln vorm Postschalter.

Dann statt ein Päckchen nur einen gelben Brief in die Hand gedrückt zu bekommen. Sofort aufreißen. Mein uralt-Handyprovider - von dem ich nur jedem absolut abraten kann - und wegen dem ich bestimmt in der Zusammenfassung tagelang bei Anwälten und Verbraucherzentrale in Köln rumgesessen bin und der mich dann irgendwann einmal in Ruhe liess, hat nunmehr meine neue Adresse ausfindig gemacht und will eine Rechnung von 2001 über 500 EUR (!!!) gerichtlich einfordern. In tragischen Romanen steht dann immer was von "von der Vergangenheit eingeholt." Dabei wollte ich das doch alles hinter mir lassen.

Aus Trotz in die Stadt zum Shopping: neue Schuhe und ein paar Bücher, ist ja Sonderangebot.

Alles wird gut.

Sonntag, 11. Juli 2004

Manchmal wünsche ich mir Gelegenheiten

Gelegenheiten, die die Dinge wie zufällig erscheinen lassen. Sagen zu können: es ist einfach so passiert. Es hat geregnet und ich hatte keinen Schirm. Die Ampel wurde rot und er zog mich an seiner Hand über die Straße. Die letzte Bahn war weg.

Dabei sind die Wege hier zu kurz. Und das Verkehrsmittel Fahrrad ist kein gelegenheitsförderndes Mittel auf dem Weg dahin.

Und dann, dann frage ich mich: wann bin ich endlich alt genug, um zuerst zu sagen: Du, ich möchte hierbleiben, diese Nacht.

Ichmag die Romantik der blumigen Umwege. Leider sind es allzuoft solche: Um Wege zu finden ist Ortskenntnis eine erleichternde Voraussetzung. Doch: ich kenne dich kaum. Und: Wünschen ist das eine, tun das andere.

Du wirst das hier lesen können, mir eine Mail schreiben und sagen: du, das hier habe ich zufällig (!) irgendwo im Netz gefunden. Seltsam-schön, nicht? Oder: "Kennst du das?" würdest du fragen und ich wüßte nicht, was du genau damit meinst. Es wäre eine Gelegenheit.

Mail to

ideenjonglieren "at" web (dot) de

Also ich finde ...

 

Vor der Nase

"
Hellmut Lützner
Wie neugeboren durch Fasten

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